Sie spielen in der London Philhar- monia, im London Symphony, im Royal Philharmonic, im BBC Symphony Orchestra oder in anderen Klangkörpern ersten Ranges – und mit dieser CD bewegen sich die Musiker von Septura nun in einer Klangwelt, die sie ganz besonders schätzen: Das Blechbläser-Septett spielt Werke britischer Komponisten aus der ersten Hälfte des 20. Jahr- hunderts. Das war eine Zeit, in der dort großartige Musik von herausragenden Persönlichkeiten geschaffen worden ist. Vier davon wurden exemplarisch für diese CD ausgewählt: Gerald Finzi (1901 bis 1956), Hubert Parry (1848 bis 1918), William Walton (1902 bis 1983) und Edward Elgar (1857 bis 1934).
Matthew Knight und Simon Cox, die künstlerischen Leiter von Septura, haben Musik dieser Komponisten für ihre Besetzung bearbeitet – vom Chorlied bis zum Prelude und von der Serenade bis zur Sonate, ursprünglich für Streichorchester. Und man muss sagen, Knight und Cox haben ein Händchen für Klangeffekte. Die Bläserversion ist höchst gelungen, und die Profis von Septura musizieren einmal mehr gekonnt. Sehr hörenswert!
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Freitag, 8. März 2019
Samstag, 12. Januar 2019
Telemann: Per Tromba & Corno da Caccia (Ricercar)
Bläsermusik von Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767) präsentiert das Ensemble Eolus auf seiner Debüt-CD. Die Formation ist neu, aber die Musiker sind durchaus bekannt; insbesondere Jean-François und Pierre-Yves Madeuf haben als Blechbläser, die auf historischen Instrumenten und in originaler Spielweise musizieren, hohes Renommee.
Das Ensemble Eolus kombiniert Barocktrompete und Naturhorn mit Oboen und Fagott. Madeuf vertritt die These, dass all diese Instrumente zunächst in der Militärmusik eingesetzt worden sind, bevor sie Bestandteil der Hofkapellen wurden: „Pour ce premier CD de'l ensemble Eolus, il nous a semblé important de nous éloigner de l'idée convenue que nous pouvons avoir de la musique de chambre pour vents de l'époque baroque afin d'en retrouver toute la saveur originelle de ses origines régimentaires“, schreibt der Musiker im Beiheft. „Ainsi, seules deux pièces de ce program- me font appel au clavecin (instrument d'intérieur) pour la basse continue et nous avons donc privilégié des œvres avec le basson comme seul instrument de basse spécifié par le compositeur.“
Und in der Tat hat Telemann unter anderem einen Marsch komponiert, auf dessen Manuskript sich der Vermerk findet, „Komponiert für das Stück-Schiessen der Artillerie“. In diesem Falle wird die Besetzung – zwei Hörner, drei Oboen und Fagott – durch eine Trommel komplettiert.
Seine Suiten und Konzerte allerdings, sowie ein Konzert für zwei Hörner und Fagott von Maximilian Fiedler, das die Musiker wegen seiner aparten Besetzung mit aufgenommen haben, waren mit Sicherheit für die Hofmusik bestimmt. In der sächsischen Hofkapelle gab es hinreichend Solisten, die den mitunter aberwitzig virtuosen Partien gewachsen waren.
Die Musiker des Ensemble Eolus haben damit ebenfalls keine Schwierigkeiten. Sie sind eine Klasse für sich – und diese Einspielung ist es auch. Bei diesen Bläserklängen vergisst man sogar, darüber zu staunen, dass gar keine Streicher beteiligt sind. Furios!
Das Ensemble Eolus kombiniert Barocktrompete und Naturhorn mit Oboen und Fagott. Madeuf vertritt die These, dass all diese Instrumente zunächst in der Militärmusik eingesetzt worden sind, bevor sie Bestandteil der Hofkapellen wurden: „Pour ce premier CD de'l ensemble Eolus, il nous a semblé important de nous éloigner de l'idée convenue que nous pouvons avoir de la musique de chambre pour vents de l'époque baroque afin d'en retrouver toute la saveur originelle de ses origines régimentaires“, schreibt der Musiker im Beiheft. „Ainsi, seules deux pièces de ce program- me font appel au clavecin (instrument d'intérieur) pour la basse continue et nous avons donc privilégié des œvres avec le basson comme seul instrument de basse spécifié par le compositeur.“
Und in der Tat hat Telemann unter anderem einen Marsch komponiert, auf dessen Manuskript sich der Vermerk findet, „Komponiert für das Stück-Schiessen der Artillerie“. In diesem Falle wird die Besetzung – zwei Hörner, drei Oboen und Fagott – durch eine Trommel komplettiert.
Seine Suiten und Konzerte allerdings, sowie ein Konzert für zwei Hörner und Fagott von Maximilian Fiedler, das die Musiker wegen seiner aparten Besetzung mit aufgenommen haben, waren mit Sicherheit für die Hofmusik bestimmt. In der sächsischen Hofkapelle gab es hinreichend Solisten, die den mitunter aberwitzig virtuosen Partien gewachsen waren.
Die Musiker des Ensemble Eolus haben damit ebenfalls keine Schwierigkeiten. Sie sind eine Klasse für sich – und diese Einspielung ist es auch. Bei diesen Bläserklängen vergisst man sogar, darüber zu staunen, dass gar keine Streicher beteiligt sind. Furios!
Dienstag, 1. Januar 2019
Alexander Wurz - "All of me" (Bauer)
Dies ist die erste Solo-CD von Alexander Wurz. Der Musiker, der als Tenorhornist in dem Ensemble Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten spielt, präsentiert auf diesem Album eine bunte Mischung unterhaltender Blasmusik mit vielen solistischen Überraschungen. Das Spektrum reicht von West Side Story bis zu Der Schwarzwälder und von My Way bis Der Mond ist aufge- gangen, wobei Wurz offenbar jazzige Klänge ganz besonders schätzt.
Und ob John Williams oder Udo Jürgens – das Musikkorps der Bundes- wehr unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling ist dem Solisten stets ein zuverlässiger Musizierpartner. Auch zwei Bläsersolisten, Carsten Ebbinghaus am Tenorhorn sowie Christoph Moschberger mit Flügelhorn und Trompete, spielen gemeinsam mit Alexander Wurz. Komponisten haben speziell für ihn und für diese CD Stücke geschrieben. Und alle schätzen ihn sehr, wie kurze Grußworte im Beiheft bezeugen.
Nicht nur mit Blick auf das Repertoire, sondern vor allem auch bei der Auswahl seiner Instrumente fällt die enorme Vielseitigkeit auf: Alexander Wurz musiziert auf Tenor- und Baritonhorn, Euphonium und Posaune gleichermaßen versiert. Klangschön, kraftvoll, virtuos und stilsicher spielt er, und voll Leidenschaft. Dieses Album wird Blechblas-Fans begeistern!
Und ob John Williams oder Udo Jürgens – das Musikkorps der Bundes- wehr unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling ist dem Solisten stets ein zuverlässiger Musizierpartner. Auch zwei Bläsersolisten, Carsten Ebbinghaus am Tenorhorn sowie Christoph Moschberger mit Flügelhorn und Trompete, spielen gemeinsam mit Alexander Wurz. Komponisten haben speziell für ihn und für diese CD Stücke geschrieben. Und alle schätzen ihn sehr, wie kurze Grußworte im Beiheft bezeugen.
Nicht nur mit Blick auf das Repertoire, sondern vor allem auch bei der Auswahl seiner Instrumente fällt die enorme Vielseitigkeit auf: Alexander Wurz musiziert auf Tenor- und Baritonhorn, Euphonium und Posaune gleichermaßen versiert. Klangschön, kraftvoll, virtuos und stilsicher spielt er, und voll Leidenschaft. Dieses Album wird Blechblas-Fans begeistern!
Samstag, 8. September 2018
Diversity (Genuin)
Im European Brass Ensemble musizieren die besten Nachwuchs-Blechbläser des Kontinents. Gegründet wurde es im Jahre 2010 durch Thomas Clamor und Karl Schagerl mit dem Ziel, Erfahrungen mit dem Venezuelan Brass Orchestra zu nutzen, um Europa zu stärken.
Mittlerweile haben mehr als 150 Musiker aus 24 Nationen in diesem Orchester mitgewirkt. Seine Heimstatt fand das Ensemble in Niederösterreich, im Stift Melk – was ohne Zweifel der passende Rahmen ist für Pauken und Trompeten.
Und mit diesen beginnt auch die zweite CD von European Brass, die jüngst bei Genuin erschienen ist: Das populäre Prélude zum Te Deum von Marc-Antoine Charpentier startet mit Glanz und Gloria. Jede Menge Pathos bietet auch der Krönungsmarsch Crown Imperial von William Walton.
Dass Bläsermusik auch swingen und grooven kann, zeigt das Ensemble im Anschluss. Dabei beweisen die jungen Musiker, dass sie ihre Instrumente wirklich exzellent beherrschen. Denn die modernen Stücke – die Auswahl enthält Werke von diesseits und jenseits des Atlantiks – sind teilweise aberwitzig schwierig. So schrieb der Trompetenvirtuose Rafael Méndez für sich und seine ebenfalls hochbegabten Söhne eine nette Polka, die er Tre-Méndez-Polka nannte. Wer das als „tremendous“ liest, der liegt gar nicht einmal so verkehrt. In einer solchen Programmfolge darf natürlich auch I Got Rhythm von George Gershwin nicht fehlen. Und Walking Faster von Giancarlo Castro D'Addona ist ein Gruß an die Bläserkollegen aus Venezuela.
Sinfonische Musik hingegen hat Stephan Hodel für die jungen Virtuosen geschaffen: A Lenda do Curupira erklingt auf dieser CD in Welterstein- spielung. Meine persönlichen Favoriten aber sind zwei Stücke, die Richard Blake eigens für das European Brass Ensemble komponiert hat: Sowohl in Fantasy on Edelweiss als auch in Bleeding Chunks jongliert er überaus witzig mit Zitaten. Fröhliches Klassiker-Raten!
Mittlerweile haben mehr als 150 Musiker aus 24 Nationen in diesem Orchester mitgewirkt. Seine Heimstatt fand das Ensemble in Niederösterreich, im Stift Melk – was ohne Zweifel der passende Rahmen ist für Pauken und Trompeten.
Und mit diesen beginnt auch die zweite CD von European Brass, die jüngst bei Genuin erschienen ist: Das populäre Prélude zum Te Deum von Marc-Antoine Charpentier startet mit Glanz und Gloria. Jede Menge Pathos bietet auch der Krönungsmarsch Crown Imperial von William Walton.
Dass Bläsermusik auch swingen und grooven kann, zeigt das Ensemble im Anschluss. Dabei beweisen die jungen Musiker, dass sie ihre Instrumente wirklich exzellent beherrschen. Denn die modernen Stücke – die Auswahl enthält Werke von diesseits und jenseits des Atlantiks – sind teilweise aberwitzig schwierig. So schrieb der Trompetenvirtuose Rafael Méndez für sich und seine ebenfalls hochbegabten Söhne eine nette Polka, die er Tre-Méndez-Polka nannte. Wer das als „tremendous“ liest, der liegt gar nicht einmal so verkehrt. In einer solchen Programmfolge darf natürlich auch I Got Rhythm von George Gershwin nicht fehlen. Und Walking Faster von Giancarlo Castro D'Addona ist ein Gruß an die Bläserkollegen aus Venezuela.
Sinfonische Musik hingegen hat Stephan Hodel für die jungen Virtuosen geschaffen: A Lenda do Curupira erklingt auf dieser CD in Welterstein- spielung. Meine persönlichen Favoriten aber sind zwei Stücke, die Richard Blake eigens für das European Brass Ensemble komponiert hat: Sowohl in Fantasy on Edelweiss als auch in Bleeding Chunks jongliert er überaus witzig mit Zitaten. Fröhliches Klassiker-Raten!
Dienstag, 31. Juli 2018
Brass Hommage - German Brass (Berlin Classics)
Ihr letztes Album – das war barocke Klangpracht pur, mit Werken von Bach, Telemann und Händel. Mit Brass Hommage zeigen die Musiker von German Brass nun, dass sie auch ganz anders können.
Am Anfang stehen Klänge aus der viel strapazierten und oft zitierten symphonischen Dichtung Also sprach Zarathustra von Richard Strauss. Dies wird dann gleich aufgegriffen in Odyssee in Brass – und darauf folgt El Tango la Cumparsita. Kurz und gut: Es wird temperamentvoll, es wird bunt, und es wird auch enorm rhythmisch. Gleich zwei CD benötigten die Bläser, die ihren Ausflug in die Welt der Unterhaltungsmusik offenbar gehörig auskosten.
Es erklingen jede Menge bekannte Melodien, von Tico Tico über Bésame Mucho bis hin zu As Time Goes By. Mambo, Samba, Tango, Jazz, Blues und Spirituals – German Brass, verstärkt durch Gäste und ehemalige Mitglieder, lässt es so richtig krachen. Die Reise führt durch die USA, wobei New Orleans eine wichtige Zwischenstation ist, über Mexiko und diverse andere lateinamerikanische Staaten bis nach Brasilien – Sonnenbrille nicht vergesssen! Und viel Spaß mit dieser bunten Mischung cooler Rhythmen, witziger Arrangements und fein abgestimmter Blech- bläser-Klangfarben. Als Zugabe gibt es übrigens sogar mehrstimmigen Gesang.
Am Anfang stehen Klänge aus der viel strapazierten und oft zitierten symphonischen Dichtung Also sprach Zarathustra von Richard Strauss. Dies wird dann gleich aufgegriffen in Odyssee in Brass – und darauf folgt El Tango la Cumparsita. Kurz und gut: Es wird temperamentvoll, es wird bunt, und es wird auch enorm rhythmisch. Gleich zwei CD benötigten die Bläser, die ihren Ausflug in die Welt der Unterhaltungsmusik offenbar gehörig auskosten.
Es erklingen jede Menge bekannte Melodien, von Tico Tico über Bésame Mucho bis hin zu As Time Goes By. Mambo, Samba, Tango, Jazz, Blues und Spirituals – German Brass, verstärkt durch Gäste und ehemalige Mitglieder, lässt es so richtig krachen. Die Reise führt durch die USA, wobei New Orleans eine wichtige Zwischenstation ist, über Mexiko und diverse andere lateinamerikanische Staaten bis nach Brasilien – Sonnenbrille nicht vergesssen! Und viel Spaß mit dieser bunten Mischung cooler Rhythmen, witziger Arrangements und fein abgestimmter Blech- bläser-Klangfarben. Als Zugabe gibt es übrigens sogar mehrstimmigen Gesang.
Montag, 30. Juli 2018
Gabrieli for Brass (Linn Records)
An wohl keinem anderen Ort der Welt wurde im 16. Jahrhundert so prächtig musiziert wie in Venedig. Andrea und Giovanni Gabrieli, Organisten am Markusdom, nutzten die Architektur dazu geschickt aus, indem sie Chöre von Sängern und Musikern im Gebäude verteilten. Damit erzielten sie Klangeffekte, die das Publikum sehr beeindruckten.
Dass das mehrchörige Musizieren noch immer attraktiv ist, beweist diese CD, die Studierende der Royal Academy of Music und der Juilliard School gemeinsam eingespielt haben. Es ist erstaunlich, wie viele Blechbläser diese beiden renommierten Musikhochschulen aufzubieten haben; dass die angehenden Musiker auf höchstem Niveau agieren, darf man voraussetzen.
Unter Leitung von Reinhold Friedrich, Visiting Professor of Trumpet an der Royal Academy of Music, haben die Trompeter und Posaunisten, unterstützt durch Benedict Williams an der Orgel, die Werke Gabrielis und seiner Zeitgenossen sorgsam studiert. Mit ihren modernen Instrumenten können sie zwar den Klang der Renaissance-Originale nicht imitieren. Aber sie können die musikalische Rhetorik und die Verzierungspraxis jener Zeit nachvollziehen, und sie können mitteltönig statt temperiert spielen. Das Ergebnis hätte auch den Venezianern gefallen. Was für ein Glanz! Ein derart leistungsstarkes Blechbläserensemble war seinerzeit wohl nicht einmal am Kaiserhof zu hören.
Dass das mehrchörige Musizieren noch immer attraktiv ist, beweist diese CD, die Studierende der Royal Academy of Music und der Juilliard School gemeinsam eingespielt haben. Es ist erstaunlich, wie viele Blechbläser diese beiden renommierten Musikhochschulen aufzubieten haben; dass die angehenden Musiker auf höchstem Niveau agieren, darf man voraussetzen.
Unter Leitung von Reinhold Friedrich, Visiting Professor of Trumpet an der Royal Academy of Music, haben die Trompeter und Posaunisten, unterstützt durch Benedict Williams an der Orgel, die Werke Gabrielis und seiner Zeitgenossen sorgsam studiert. Mit ihren modernen Instrumenten können sie zwar den Klang der Renaissance-Originale nicht imitieren. Aber sie können die musikalische Rhetorik und die Verzierungspraxis jener Zeit nachvollziehen, und sie können mitteltönig statt temperiert spielen. Das Ergebnis hätte auch den Venezianern gefallen. Was für ein Glanz! Ein derart leistungsstarkes Blechbläserensemble war seinerzeit wohl nicht einmal am Kaiserhof zu hören.
Sonntag, 4. Februar 2018
Music for Brass Septett 5 (Naxos)
Das Blechbläserseptett Septura erkundet auf dieser CD zur Abwechslung einmal französische Musik. Das ist ein faszinierendes Unterfangen, denn zum Anfang des 20. Jahrhunderts bot Frankreich eine der spannendsten musikalischen Landschaften überhaupt. Für die vorliegende Aufnahme wählte Septura Werke von drei Komponisten, die diese Entwicklung maßgeblich mit geprägt haben: Gabriel Fauré (1845 bis 1924), Maurice Ravel (1875 bis 1937) und Claude Debussy (1862 bis 1918).
Dank der gekonnten Arrangements der Ensemblemitglieder Matthew Knight und Simon Cox können ihre Werke, die ursprünglich zumeist für Klavier entstanden sind, höchst eindrucksvoll durch sieben Blechbläser interpretiert werden. Ravels Ma Mère l'Oye beispielsweise klingt, als wäre es für Trompeten, Posaunen und Tuba geschrieben. Und auch die Pavane pour une infante défunte erweist sich als perfektes Blechbläser-Stück.
Septura spielt zudem sechs der 24 Préludes von Debussy – farbenreich, ausdrucksstark, wirklich beeindruckend. Der Höhepunkt aber sind die Lieder von Gabriel Fauré, die jeweils einem Septura-Mitglieder Gelegenheit für ein hinreißendes Solo bieten. Nur für die tiefen Bläser – Daniel West, Bassposaune, und Peter Smith, Tuba – fand sich offenbar kein geeigneter Part.
Dank der gekonnten Arrangements der Ensemblemitglieder Matthew Knight und Simon Cox können ihre Werke, die ursprünglich zumeist für Klavier entstanden sind, höchst eindrucksvoll durch sieben Blechbläser interpretiert werden. Ravels Ma Mère l'Oye beispielsweise klingt, als wäre es für Trompeten, Posaunen und Tuba geschrieben. Und auch die Pavane pour une infante défunte erweist sich als perfektes Blechbläser-Stück.
Septura spielt zudem sechs der 24 Préludes von Debussy – farbenreich, ausdrucksstark, wirklich beeindruckend. Der Höhepunkt aber sind die Lieder von Gabriel Fauré, die jeweils einem Septura-Mitglieder Gelegenheit für ein hinreißendes Solo bieten. Nur für die tiefen Bläser – Daniel West, Bassposaune, und Peter Smith, Tuba – fand sich offenbar kein geeigneter Part.
Dienstag, 2. Januar 2018
Images and Mirrors (Genuin)
Nachtrag in Sachen Sächsische Bläserphilharmonie: Auf der siebenten CD des Ensembles bei Genuin ist Musik zu entdecken, die sich durch Hintergründigkeit auszeichnet. Unter der Leitung von Thomas Clamor spielt das einzige zivile professionelle Blasorchester Deutschlands Werke, die teilweise mit Witz überraschen, und teilweise mit Tiefe.
So beginnt die CD mit einem Marsch von Paul Hindemith (1895 bis 1963), der in seiner Suite Symphonic Metamorphosis kleine Stücke des Freischütz-Komponisten Carl Maria von Weber aufgreift und zu einem der glanzvollsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts umformt. Der Marsch ist das brillante Finale.
Vom schlichten Ländler bis zum Jazz-Funkrock und vom Bierzeltvergnü- gen bis zum derben Unwetter reicht das wohl aberwitzigste Violoncello- konzert der Musikgeschichte, geschaffen für das Streichinstrument und ein Bläserensemble von Friedrich Gulda (1930 bis 2000). Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von Imitaten und Zitaten; ein alpenglühender Spaß, von Gulda geschaffen einst nicht ohne Hintersinn für den jungen Heinrich Schiff. Peter Bruns wagt sich an den Solopart dieses Werkes. Er nimmt die Brüche an, die das Konzert wie ein Kaleidoskop wirken lassen – und vergleicht man diese mit den vielen bereits verfügbaren Einspielun- gen, dann begeistert sie durch ihrer Verspieltheit und Heiterkeit.
Ist dieser Kracher, beim Publikum übrigens sehr beliebt, absolviert, dann folgt wie zur Belohnung die wohl schönste Kantilene von Heitor Villa-Lobos (1887 bis 1959), die Nr.5 aus den Bachianas Brasileiras, in einem Arrangement für Cello und Saxophonquartett. Hier musiziert Peter Bruns mit dem Saxophon-Ensemble clair-obscur. Diesem Quartett ist auch Jeu de Cartes gewidmet, eine Suite von Bart Picqueur (*1972), die auf dieser CD in Weltersteinspielung zu hören ist. Das Saxophonquartett ergänzt dabei den Klang der Sächsischen Bläserphilharmonie um interessante Farben – und glänzt natürlich auch solistisch.
So beginnt die CD mit einem Marsch von Paul Hindemith (1895 bis 1963), der in seiner Suite Symphonic Metamorphosis kleine Stücke des Freischütz-Komponisten Carl Maria von Weber aufgreift und zu einem der glanzvollsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts umformt. Der Marsch ist das brillante Finale.
Vom schlichten Ländler bis zum Jazz-Funkrock und vom Bierzeltvergnü- gen bis zum derben Unwetter reicht das wohl aberwitzigste Violoncello- konzert der Musikgeschichte, geschaffen für das Streichinstrument und ein Bläserensemble von Friedrich Gulda (1930 bis 2000). Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von Imitaten und Zitaten; ein alpenglühender Spaß, von Gulda geschaffen einst nicht ohne Hintersinn für den jungen Heinrich Schiff. Peter Bruns wagt sich an den Solopart dieses Werkes. Er nimmt die Brüche an, die das Konzert wie ein Kaleidoskop wirken lassen – und vergleicht man diese mit den vielen bereits verfügbaren Einspielun- gen, dann begeistert sie durch ihrer Verspieltheit und Heiterkeit.
Ist dieser Kracher, beim Publikum übrigens sehr beliebt, absolviert, dann folgt wie zur Belohnung die wohl schönste Kantilene von Heitor Villa-Lobos (1887 bis 1959), die Nr.5 aus den Bachianas Brasileiras, in einem Arrangement für Cello und Saxophonquartett. Hier musiziert Peter Bruns mit dem Saxophon-Ensemble clair-obscur. Diesem Quartett ist auch Jeu de Cartes gewidmet, eine Suite von Bart Picqueur (*1972), die auf dieser CD in Weltersteinspielung zu hören ist. Das Saxophonquartett ergänzt dabei den Klang der Sächsischen Bläserphilharmonie um interessante Farben – und glänzt natürlich auch solistisch.
Dienstag, 19. Dezember 2017
Brass Heralds - German Brass (Berlin Classics)
Brass Heralds heißt das neue Doppelalbum von German Brass, und es soll, eigentlich, kein Weihnachts- album sein. Doch wenn die virtuosen Blechbläser ihre Instrumente zur Hand nehmen, dann wird es garan- tiert festlich. Und so passen auch diese beiden CD ganz hervorragend in die Vorweihnachtszeit.
Das Programm beginnt mit Musik von Johann Sebastian Bach, in höchst anspruchsvollen Bearbeitungen – ganz, wie es der Meister selbst einst hielt. So hatte Bach beispielsweise seinerzeit für die Sinfonia der Kantate Wir danken dir, Gott, wir danken dir BWV 29 zum Ratswechsel 1731 das Preludio seiner Partita für Violine BWV 1006 kunstvoll neu arrangiert.
Die Bläser von German Brass beherrschen diese Kunst ebenfalls exzellent. Daher erklingen zahlreiche bekannte Melodien, von den Brandenburgi- schen Konzerten über die berühmte Toccata und Fuge in d-Moll BWV 538 bis hin zum Concerto in d-Moll BWV 596, das wiederum die Bearbeitung eines Konzertes von Antonio Vivaldi ist.
Auch auf der zweiten CD sind wieder einige Werke Bachs zu hören. Dazu gesellen sich populäre Melodien aus der Feuerwerksmusik und der Wassermusik von Georg Friedrich Händel, ein Konzert von John Baston, ein Quartett aus der Tafelmusik von Georg Philipp Telemann, und eine Ouvertüre des französischen Komponisten Jean Philippe Rameau.
Die zehn Bläser von German Brass nebst ihrem Schlagzeuger Herbert Wachter werden dabei von einer Vielzahl ebenso versierter Gäste unterstützt, teilweise auch durch ehemalige Ensemblemitglieder. So ist beispielsweise Enrique Crespo wieder beteiligt, von dem auch sehr viele Arrangements stammen.
Und man staunt, wie farbenreich Trompeten, Posaunen, Hörner und Tuba tatsächlich klingen können. Nicht nur Glanz, Triumph und Gloria sind die Stärke dieses Blechbläser-Esembles. Die Virtuosen können auch Pianissimo – und sie musizieren mit atemberaubender Homogenität. Mitunter meint man beinahe, eine Orgel zu hören. Grandios!
Das Programm beginnt mit Musik von Johann Sebastian Bach, in höchst anspruchsvollen Bearbeitungen – ganz, wie es der Meister selbst einst hielt. So hatte Bach beispielsweise seinerzeit für die Sinfonia der Kantate Wir danken dir, Gott, wir danken dir BWV 29 zum Ratswechsel 1731 das Preludio seiner Partita für Violine BWV 1006 kunstvoll neu arrangiert.
Die Bläser von German Brass beherrschen diese Kunst ebenfalls exzellent. Daher erklingen zahlreiche bekannte Melodien, von den Brandenburgi- schen Konzerten über die berühmte Toccata und Fuge in d-Moll BWV 538 bis hin zum Concerto in d-Moll BWV 596, das wiederum die Bearbeitung eines Konzertes von Antonio Vivaldi ist.
Auch auf der zweiten CD sind wieder einige Werke Bachs zu hören. Dazu gesellen sich populäre Melodien aus der Feuerwerksmusik und der Wassermusik von Georg Friedrich Händel, ein Konzert von John Baston, ein Quartett aus der Tafelmusik von Georg Philipp Telemann, und eine Ouvertüre des französischen Komponisten Jean Philippe Rameau.
Die zehn Bläser von German Brass nebst ihrem Schlagzeuger Herbert Wachter werden dabei von einer Vielzahl ebenso versierter Gäste unterstützt, teilweise auch durch ehemalige Ensemblemitglieder. So ist beispielsweise Enrique Crespo wieder beteiligt, von dem auch sehr viele Arrangements stammen.
Und man staunt, wie farbenreich Trompeten, Posaunen, Hörner und Tuba tatsächlich klingen können. Nicht nur Glanz, Triumph und Gloria sind die Stärke dieses Blechbläser-Esembles. Die Virtuosen können auch Pianissimo – und sie musizieren mit atemberaubender Homogenität. Mitunter meint man beinahe, eine Orgel zu hören. Grandios!
Montag, 5. Dezember 2016
Christmas with Septura (Naxos)
Bekannte Melodien, prachtvolle Musik aus aller Welt und natürlich Christmas Carols aus ihrer Heimat Großbritannien haben die Blech- bläser von Septura für ihr aktuelles Weihnachtsalbum zusammenge- tragen. Das Wort ward Fleisch von Heinrich Schütz steht dabei neben Harold Darkes In the bleak midwinter und Das große Abend- und Morgenlob op. 37 von Sergej Rachmaninoff neben Die Könige aus den Weihnachtsliedern von Peter Cornelius. Natürlich dürfen auch Bachs Weihnachtsoratorium und Händels Messias nicht fehlen – und zum Schluss erklingt Franz Grubers berühmtes Stille Nacht, heilige Nacht.
Die sieben Bläser spielen all diese Weihnachtsklassiker in eigenen Arrangements, die von den beiden künstlerischen Leitern des Ensembles, Simon Cox und Matthew Knight, stammen. Musikalisch ist alles höchst anspruchsvoll und ansprechend gestaltet, von vorweihnachtlichem Kitsch meilenweit entfernt. Und auch die Ausführung lässt staunen: Dass Blech- bläser so farbenreich und so differenziert musizieren können! Unbedingt anhören.
Die sieben Bläser spielen all diese Weihnachtsklassiker in eigenen Arrangements, die von den beiden künstlerischen Leitern des Ensembles, Simon Cox und Matthew Knight, stammen. Musikalisch ist alles höchst anspruchsvoll und ansprechend gestaltet, von vorweihnachtlichem Kitsch meilenweit entfernt. Und auch die Ausführung lässt staunen: Dass Blech- bläser so farbenreich und so differenziert musizieren können! Unbedingt anhören.
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Samstag, 3. Dezember 2016
Brass Christmas (Berlin Classics)
„Brass Christmas“ heißt das zweite Weihnachtsalbum von German Brass bei Berlin Classics. Zu hören sind virtuose Stücke, die festliche Weih- nachtsstimmung verbreiten – von ruhigen Klängen wie dem Abend- segen aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel über Musik aus dem Messias von Georg Friedrich Händel bis hin zu bekannten Melo- dien aus Peter Tschaikowskis weih- nachtlichem Ballett Der Nußknacker. Komplettiert wird das Programm durch den Winter aus Antonio Vivaldis Vier Jahreszeiten, drei Stücke aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium nebst einem aus dem Magnificat, oder aber, passend zum Jubiläumsjahr, das innige Schlaf, mein Kindelein von Max Reger.
Damit startet German Brass einmal mehr auf ganz eigene Weise in die Adventszeit. Das renommierte Blechbläserensemble begeistert sein Publi- kum seit mittlerweile 40 Jahren. Es besteht aus zehn Solobläsern und Hochschulprofessoren, und verbindet glänzende Musikalität und hand- werkliche Perfektion mit sehr viel Witz und Charme. Erst kürzlich wurde das Ensemble mit dem Echo Klassik 2016 ausgezeichnet.
Die Werke sind auf dieser CD wurden – wie üblich – im typischen German-Brass-Sound von den Musikern des Ensembles selbst arrangiert. Mein Favorit in diesem Jahr: Das Concerto G-Dur op. 3/3 RV 310 aus Antonio Vivaldis L'Estro Armonico, bearbeitet von Matthias Höfs. Ganz großes Kino!
Damit startet German Brass einmal mehr auf ganz eigene Weise in die Adventszeit. Das renommierte Blechbläserensemble begeistert sein Publi- kum seit mittlerweile 40 Jahren. Es besteht aus zehn Solobläsern und Hochschulprofessoren, und verbindet glänzende Musikalität und hand- werkliche Perfektion mit sehr viel Witz und Charme. Erst kürzlich wurde das Ensemble mit dem Echo Klassik 2016 ausgezeichnet.
Die Werke sind auf dieser CD wurden – wie üblich – im typischen German-Brass-Sound von den Musikern des Ensembles selbst arrangiert. Mein Favorit in diesem Jahr: Das Concerto G-Dur op. 3/3 RV 310 aus Antonio Vivaldis L'Estro Armonico, bearbeitet von Matthias Höfs. Ganz großes Kino!
Dienstag, 30. August 2016
Fantasia - Alliage Quintett & Sabine Meyer (Sony)
Was denn – das sollen wirklich nur vier Saxophone plus ein Klavier sein? Das Alliage Quintett überrascht mit sattem orchestralen Sound; Daniel Gauthier, Magdalena Lapaj, Asya Fateyeva und Sebastian Pottmeier können allerdings auch verblüffend schlank und lieblich musizieren, ebenso wie Jang Eun Bae am Klavier.
Auf ihrem neuen Album Fantasia laden die zweifachen Echo-Klassik-Preisträger zu einer musikalischen Märchenreise ein – und dafür haben sie sich mit der Klarinettistin Sabine Meyer zusammengetan. Die CD beginnt mit den Polowetzer Tänzen aus Alexander Borodins Fürst Igor, für diese Besetzung arrangiert von Stéphane Gassot und Camille Pépin.
Ebenso populär ist Der Feuervogel von Igor Strawinsky, hier zu hören in einer Bearbeitung von Sebastian Gottschick. Goethes Zauberlehrling inspirierte einst Paul Dukas zu einer Komposition; sie erklingt auf dieser CD in einem Arrangement von Rainer Schottstädt. Ihm ist es beispiels- weise kongenial gelungen, den wankenden Besen, im Original hörbar gemacht durch Fagott und Klarinette, auf Bariton-Saxophon und Klarinette zu übertragen.
Die Ouvertüre zu Candide von Leonard Bernstein arrangierte Itai Soboi speziell für die sechs Musiker. Die Fünf Stücke für Orchester von Dmitri Schostakowitsch entstammen seinen Filmmusiken und Balletten; davon existiert eine Fassung für zwei Violinen und Klavier von Schostakowitschs Freund Levon Atovmian. Das Alliage Quintett setzte diese mit Blasinstru- menten um, in unterschiedlichen Besetzungen. Die Aufnahme verbindet kammermusikalische Intimität und Raffinesse mit magischem Orchester- klang. Faszinierend!
Auf ihrem neuen Album Fantasia laden die zweifachen Echo-Klassik-Preisträger zu einer musikalischen Märchenreise ein – und dafür haben sie sich mit der Klarinettistin Sabine Meyer zusammengetan. Die CD beginnt mit den Polowetzer Tänzen aus Alexander Borodins Fürst Igor, für diese Besetzung arrangiert von Stéphane Gassot und Camille Pépin.
Ebenso populär ist Der Feuervogel von Igor Strawinsky, hier zu hören in einer Bearbeitung von Sebastian Gottschick. Goethes Zauberlehrling inspirierte einst Paul Dukas zu einer Komposition; sie erklingt auf dieser CD in einem Arrangement von Rainer Schottstädt. Ihm ist es beispiels- weise kongenial gelungen, den wankenden Besen, im Original hörbar gemacht durch Fagott und Klarinette, auf Bariton-Saxophon und Klarinette zu übertragen.
Die Ouvertüre zu Candide von Leonard Bernstein arrangierte Itai Soboi speziell für die sechs Musiker. Die Fünf Stücke für Orchester von Dmitri Schostakowitsch entstammen seinen Filmmusiken und Balletten; davon existiert eine Fassung für zwei Violinen und Klavier von Schostakowitschs Freund Levon Atovmian. Das Alliage Quintett setzte diese mit Blasinstru- menten um, in unterschiedlichen Besetzungen. Die Aufnahme verbindet kammermusikalische Intimität und Raffinesse mit magischem Orchester- klang. Faszinierend!
Montag, 8. August 2016
Alma Llanera - Soul of the Plains (Genuin)
Entdecke den Südamerikaner in Dir!, fordert Thomas Clamor von den Musikern „seiner“ Sächsischen Bläserphilharmonie. Mittlerweile wird die Kompetenz des Chefdirigen- ten dieses einzigartigen Ensembles und künstlerischen Leiters der Deutschen Bläserakademie weltweit geschätzt. So lehrt er an Musikhoch- schulen und in Meisterkursen. Im Jahre 2010 gründete er das Große Europäische Blechbläserensemble mit Sitz im österreichischen Kloster Stift Melk. Und in Venezuela entsteht auf seine Initiative hin die erste latein- amerikanische Brass-Akademie sowie das Venezuelan Brass Ensemble.
Dass diese Kontakte auch die Sächsische Bläserphilharmonie voran- bringen, beweist die vorliegende CD, an der auch einige der besten Solisten des venezolanischen Orquesta Juvenil e Infantil Alma Llanera mitgewirkt haben. Gemeinsam mit ihren deutschen Musikerkollegen entführen sie den Hörer auf eine Reise in ihre Heimat, die sich offenbar vor allem durch Vielfalt auszeichnet. Was für Rhythmen und Emotionen!
Dass diese Kontakte auch die Sächsische Bläserphilharmonie voran- bringen, beweist die vorliegende CD, an der auch einige der besten Solisten des venezolanischen Orquesta Juvenil e Infantil Alma Llanera mitgewirkt haben. Gemeinsam mit ihren deutschen Musikerkollegen entführen sie den Hörer auf eine Reise in ihre Heimat, die sich offenbar vor allem durch Vielfalt auszeichnet. Was für Rhythmen und Emotionen!
Sonntag, 29. Mai 2016
Serenade for Dieter Klöcker Vol. 2 (MDG)
Dieter Klöcker (1936 bis 2011) hätte in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert. Dabringhaus und Grimm erinnert mit einer ganz besonderen Edition an den Jubilar: Auf vier CD präsentiert das Label Kostbarkeiten aus dem Schallarchiv des Westdeutschen Rundfunks. Die Aufnahmen, entstanden zwischen 1969 und 1993, zeigen Klöcker als überaus versierten und engagierten Kammermusiker – und stets auf der Suche nach Raritäten. Mit Leiden- schaft hat der Klarinettist zeitlebens in Archiven und Musikbibliotheken nach Kompositionen gesucht, deren Wiederentdeckung lohnt. Es verwun- dert daher nicht, dass auch in dieser Box wieder etliche Ersteinspielungen zu finden sind. Und grandios gut musiziert wird natürlich auch – eine würdige Jubiläumsgabe, mit Aufnahmen, die rundum begeistern.
Freitag, 6. Mai 2016
Bach on Brass (Berlin Classics)
Musik von Johann Sebastian Bach, gespielt von German Brass – von
der berühmten Toccata und Fuge in d-Moll über das Cembalokonzert BWV 972, Ausschnitte aus dem Osteroratorium, Präludium und Fuge BWV 849 aus dem Wohltemperierten Klavier, das dritte Brandenburgische Konzert BWV 1048 bis zum Choral Jesus bleibet meine Freude aus der Kantate Herz und Mund und Tat und Leben BWV 147 reicht das Pro- gramm, das vor einigen Jahren in etwas anderer Form bereits bei Herder erschienen war.
Dass es sich nicht um aktuelle Aufnahmen handelt, wird auch beim Blick auf die Besetzungsliste schnell deutlich. An dem legendären Sound des Ensembles und an den überragenden Qualitäten der beteiligten Musiker hat sich aber seitdem nichts geändert. Was den typischen Klang von German Brass ausmacht, und wie Arrangements für das Ensemble funktionieren, das zeigt vielleicht am besten jene Blechbläsersuite, die Enrique Crespo seinerzeit anhand von Ausschnitten aus Bachs Orchestersuiten gestaltet hat. Wenn so respektvoll bearbeitet wird, und derart virtuos musiziert, dann ist Barockmusik auch im Crossover-Sound ein Hörgenuss.
der berühmten Toccata und Fuge in d-Moll über das Cembalokonzert BWV 972, Ausschnitte aus dem Osteroratorium, Präludium und Fuge BWV 849 aus dem Wohltemperierten Klavier, das dritte Brandenburgische Konzert BWV 1048 bis zum Choral Jesus bleibet meine Freude aus der Kantate Herz und Mund und Tat und Leben BWV 147 reicht das Pro- gramm, das vor einigen Jahren in etwas anderer Form bereits bei Herder erschienen war.
Dass es sich nicht um aktuelle Aufnahmen handelt, wird auch beim Blick auf die Besetzungsliste schnell deutlich. An dem legendären Sound des Ensembles und an den überragenden Qualitäten der beteiligten Musiker hat sich aber seitdem nichts geändert. Was den typischen Klang von German Brass ausmacht, und wie Arrangements für das Ensemble funktionieren, das zeigt vielleicht am besten jene Blechbläsersuite, die Enrique Crespo seinerzeit anhand von Ausschnitten aus Bachs Orchestersuiten gestaltet hat. Wenn so respektvoll bearbeitet wird, und derart virtuos musiziert, dann ist Barockmusik auch im Crossover-Sound ein Hörgenuss.
Freitag, 11. März 2016
Classical Gems for oboe, clarinet, bassoon and harpsichord (Urania)
Kleine Schätze für Holzbläser hat das Ensemble Italian Classical Consort auf dieser CD gehoben – zauberhafte Musik, virtuos vorgetragen. Es erklingen die Sonate für Oboe und Cembalo KV 13 sowie drei Diverti- menti von Wolfgang Amadeus Mozart – KV 439 Nr. 2 in einer Bearbeitung für Oboe, Klarinette und Fagott, sowie KV 240 und 252, ursprünglich Bläsersextette, in Arrangements für Oboe, Fagott und Cembalo von Carl Ernst Naumann (1832 bis 1910). Naumann hat sehr viele solcher Bearbeitungen geschaffen. Er war mit Schumann und Brahms befreundet und wirkte als Organist und Kapellmeister in Jena.
Komplettiert wird das Programm durch das Trio Nr. 3 für Oboe, Klarinette, Fagott und Cembalo von Joseph Haydn. Eine echte Entdeckung ist zudem das hübsche Duo in G-Dur für Oboe und Fagott von Johann Christian Fischer (1733 bis 1800). Dieser Musiker gehörte zunächst zur Kapelle des polnischen Königs und sächsischen Kurfürsten August III. In späteren Jahren lebte er in London, wo er 1780 zum Kammervirtuosen der Königin ernannt wurde. Er gilt als einer der besten Oboisten jener Zeit.
Komplettiert wird das Programm durch das Trio Nr. 3 für Oboe, Klarinette, Fagott und Cembalo von Joseph Haydn. Eine echte Entdeckung ist zudem das hübsche Duo in G-Dur für Oboe und Fagott von Johann Christian Fischer (1733 bis 1800). Dieser Musiker gehörte zunächst zur Kapelle des polnischen Königs und sächsischen Kurfürsten August III. In späteren Jahren lebte er in London, wo er 1780 zum Kammervirtuosen der Königin ernannt wurde. Er gilt als einer der besten Oboisten jener Zeit.
Samstag, 25. Juli 2015
L'Arte dei Piffari (Pan Classics)
Der Zink war ein typisches Instru- ment der Stadtpfeifer. Auch wenn er aus Holz oder aus Elfenbein besteht und Grifflöcher hatte – geblasen wurde er wie eine Trompete. Seine Blütezeit erlebte dieses historische Musikinstrument im 17. Jahrhundert. Die ersten Zinken im 15. Jahrhundert waren wahrscheinlich kleine Instru- mente in Sopranlage. Sie wurden als Oberstimme im Posaunen-Ensemble benötigt – denn die Posaune, ein weiteres wichtiges Instrument der Stadtpfeifer, erklingt typischerweise in Alt- oder Tenorlage oder sogar noch tiefer. Mit dem Aufkommen „echter“ konzertanter Instrumentalmusik verloren Zink und Posaune allerdings ihre Bedeutung; der Adel und somit auch die Bürgerschaft, die den Adel imitierte, bevorzugte Saiten- und Streichinstrumente.
Auf dieser CD lässt das Ensemble Ventosum die vergessene Kunst der frühbarocken Musiker wieder aufleben. Die exzellenten Bläser spielen italienische Musik aus der Zeit von um 1580 bis 1700. Die ausgewählten Werke, beispielsweise das Maria Stabat ad monumentum von Andrea Gabrieli (1532/33 bis 1585) für Zink solo, oder aber Sinfonia & Gagliarda à cinque von Salomone Rossi (um 1570 bis 1630) verdeutlichen das hohe Niveau, auf dem damals in den Metropolen Italiens musiziert wurde. Zu hören ist auch O doctor optime von Giovanni Bassano (um 1558 bis 1617), jenem Instrumentalisten, für den vermutlich Giovanni Gabrieli seine virtuosen Zink-Partien schrieb. Bassanos „Ricercate, passagi et cadentie“ ist für alle, die sich für die Musizierpraxis des ausgehenden 16. Jahrhun- derts interessieren, eine wichtige musikhistorische Quelle. Eine ähnliche Abhandlung veröffentlichte sein Vorgänger im Amt des Leiters der Musikschule am Markusdom, Girolamo dalla Casa (gestorben 1601), der hier auf der CD vertreten ist mit einem prächtigen Jubilate Deo à sei. Die Liste der Komponisten liest sich ohnehin wie ein Who's who der italieni- schen Musik jener Epoche, von Palestrina bis Neri und von Marenzio bis Perti. Das Programm ist klanglich erstaunlich abwechslungsreich, und musiziert wird grandios. Meine unbedingte Empfehlung!
Auf dieser CD lässt das Ensemble Ventosum die vergessene Kunst der frühbarocken Musiker wieder aufleben. Die exzellenten Bläser spielen italienische Musik aus der Zeit von um 1580 bis 1700. Die ausgewählten Werke, beispielsweise das Maria Stabat ad monumentum von Andrea Gabrieli (1532/33 bis 1585) für Zink solo, oder aber Sinfonia & Gagliarda à cinque von Salomone Rossi (um 1570 bis 1630) verdeutlichen das hohe Niveau, auf dem damals in den Metropolen Italiens musiziert wurde. Zu hören ist auch O doctor optime von Giovanni Bassano (um 1558 bis 1617), jenem Instrumentalisten, für den vermutlich Giovanni Gabrieli seine virtuosen Zink-Partien schrieb. Bassanos „Ricercate, passagi et cadentie“ ist für alle, die sich für die Musizierpraxis des ausgehenden 16. Jahrhun- derts interessieren, eine wichtige musikhistorische Quelle. Eine ähnliche Abhandlung veröffentlichte sein Vorgänger im Amt des Leiters der Musikschule am Markusdom, Girolamo dalla Casa (gestorben 1601), der hier auf der CD vertreten ist mit einem prächtigen Jubilate Deo à sei. Die Liste der Komponisten liest sich ohnehin wie ein Who's who der italieni- schen Musik jener Epoche, von Palestrina bis Neri und von Marenzio bis Perti. Das Programm ist klanglich erstaunlich abwechslungsreich, und musiziert wird grandios. Meine unbedingte Empfehlung!
Dienstag, 16. Juni 2015
Strauss: Bläsersonatinen (Berlin Classics)
Warum die Bläsersonatinen von Richard Strauss (1864 bis 1949) so selten aufgeführt werden, das gehört zu den Rätseln der Musikgeschichte. Möglicherweise liegt es mit daran, dass es vortrefflicher Bläser bedarf, will man diese Werke angemessen spielen. Das Leipziger Armonia Ensemble kann so viele exzellente Solisten aufbieten, dass sie sich abwechseln müssen. Die Musiker, die sich neben der täglichen Arbeit im Gewandhausorchester oder im MDR-Sinfonieorchester der großbesetzten Bläserkammermusik verschrieben haben, haben bei Berlin Classics diese großartigen Werke eingespielt – eine würdige Gabe zum 150. Geburtstag des Komponisten im vergangenen Jahr.
Strauss wuchs mit Bläserklängen auf, sein Vater war ein berühmter Horn- virtuose. Bereits als Schüler schuf er Werke für ein kopfstarkes Bläser- ensemble. Im Alter schrieb er dann jene beiden Meisterwerke für 16 Blas- instrumente, die auf dieser CD zu hören sind. Die Sonatine Nr. 1 in F-Dur aus dem Jahre 1943 nannte er „Aus der Werkstatt eines Invaliden“ – in Anspielung an eine glücklich überstandene Grippe. Ein Jahr später komponierte Strauss die zweite Sonatine in Es- Dur, die er mit „Fröhliche Werkstatt“ betitelt. Es ist, obwohl mitten im Krieg entstanden, eine geradezu erschreckend heitere Musik.
Strauss erweist sich in diesen Werken als ein Magier, der mit Klangfarben Ausdrucksnuancen zaubert und Harmonien wie schillernde Seifenblasen aufsteigen und dahintreiben lässt. Die erste Sonatine, die ein wenig an den Rosenkavalier erinnert, gefällt mir fast noch ein wenig mehr als die zweite, übermütige, in der Till Eulenspiegel und der junge Mozart gemeinsam so einige Scherze treiben. Sinfonische Klangfülle und kammermusikalische Klarheit, kollektiver Klangfarbenreichtum und solistischer Glanz – diese Sonatinen sind ein musikalischer Kosmos voll Überraschungen. Und die Leipziger Bläsersolisten präsentieren Strauss' Musik mit luzider Eleganz, wunderbar. Bravi!
Strauss wuchs mit Bläserklängen auf, sein Vater war ein berühmter Horn- virtuose. Bereits als Schüler schuf er Werke für ein kopfstarkes Bläser- ensemble. Im Alter schrieb er dann jene beiden Meisterwerke für 16 Blas- instrumente, die auf dieser CD zu hören sind. Die Sonatine Nr. 1 in F-Dur aus dem Jahre 1943 nannte er „Aus der Werkstatt eines Invaliden“ – in Anspielung an eine glücklich überstandene Grippe. Ein Jahr später komponierte Strauss die zweite Sonatine in Es- Dur, die er mit „Fröhliche Werkstatt“ betitelt. Es ist, obwohl mitten im Krieg entstanden, eine geradezu erschreckend heitere Musik.
Strauss erweist sich in diesen Werken als ein Magier, der mit Klangfarben Ausdrucksnuancen zaubert und Harmonien wie schillernde Seifenblasen aufsteigen und dahintreiben lässt. Die erste Sonatine, die ein wenig an den Rosenkavalier erinnert, gefällt mir fast noch ein wenig mehr als die zweite, übermütige, in der Till Eulenspiegel und der junge Mozart gemeinsam so einige Scherze treiben. Sinfonische Klangfülle und kammermusikalische Klarheit, kollektiver Klangfarbenreichtum und solistischer Glanz – diese Sonatinen sind ein musikalischer Kosmos voll Überraschungen. Und die Leipziger Bläsersolisten präsentieren Strauss' Musik mit luzider Eleganz, wunderbar. Bravi!
Sonntag, 10. Mai 2015
Music for Brass Septet 2 (Naxos)
Drei Trompeten, zwei Posaunen, Bassposaune und Tuba – in dieser Besetzung musiziert das Blechbläser- septett Septura. Die erste CD des Ensembles, mit exzellent gespielten Bearbeitungen von Chorwerken und Orgelmusik aus dem 19. Jahrhundert, haben wir in diesem Blog bereits vorgestellt. Nun legen die Musiker ihre zweite CD vor – diesmal spielen sie Barockmusik, und auch damit können sie begeistern. Simon Cox und Matthew Knight, die künstle- rischen Leiter des Ensembles, haben erneut ebenso clevere wie klangschöne Arrangements für ihre Kollegen geschrieben. Auf Originale konnten sie nicht zurückgreifen, „there is no sustained body of brass chamber music for the simple reason that the instruments were not technically advanced enough“, merkt Knight im Beiheft an. „More than a centure before the invention oft the valve, trumpets were limited to the basic tonics and dominants of the harmonic series in all but thier highest range. So we turn a genre that often featered brass, but only in the context of a subservient pit-dwelling orchestra: Opera.“
Das sei gar nicht so einfach gewesen, meint Knight. Zwar seien selten mehr als vier Instrumente erforderlich, um alle erforderlichen Stimmen zu spielen. Eine Herausforderung sei es aber gewesen, die große Vielfalt der Klangfarben eines barocken Orchesters in Arrangements für Bläser- ensemble so zu berücksichtigen, dass das Ergebnis überzeugt. Wer die Aufnahmen anhört, der wird sehr bald feststellen, dass in diesem Falle die Quadratur des Kreises gelungen ist – durch einen sehr freien Umgang mit dem Original, was hier wiederum erstaunlich dicht zurück an die barocke Substanz führt.
Es erklingen eine Suite aus der Oper Dardanus von Jean-Philippe Rameau, A Mournful Masque aus John Blows Oper Venus and Adonis, Musik aus The married Beau or The curious Impertinent Z 603 von Henry Purcell sowie eine Suite aus Händels Oper Rinaldo. Die CD, die mit dem berühm- ten Lascia ch'io pianga endet, dürfte beim Publikum erneut Begeisterung auslösen. Die Musiker des britischen Septetts, dem Solisten des London Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra und City of Birmingham Symphony Orchestra angehören, begeistern mit Virtuosität und Spielfreude. Ton- meister dieser Aufnahme war übrigens Phil Rowlands, dreifach für den Grammy nominiert und derzeit einer der besten Experten Großbritanniens. Rundum gelungen!
Das sei gar nicht so einfach gewesen, meint Knight. Zwar seien selten mehr als vier Instrumente erforderlich, um alle erforderlichen Stimmen zu spielen. Eine Herausforderung sei es aber gewesen, die große Vielfalt der Klangfarben eines barocken Orchesters in Arrangements für Bläser- ensemble so zu berücksichtigen, dass das Ergebnis überzeugt. Wer die Aufnahmen anhört, der wird sehr bald feststellen, dass in diesem Falle die Quadratur des Kreises gelungen ist – durch einen sehr freien Umgang mit dem Original, was hier wiederum erstaunlich dicht zurück an die barocke Substanz führt.
Es erklingen eine Suite aus der Oper Dardanus von Jean-Philippe Rameau, A Mournful Masque aus John Blows Oper Venus and Adonis, Musik aus The married Beau or The curious Impertinent Z 603 von Henry Purcell sowie eine Suite aus Händels Oper Rinaldo. Die CD, die mit dem berühm- ten Lascia ch'io pianga endet, dürfte beim Publikum erneut Begeisterung auslösen. Die Musiker des britischen Septetts, dem Solisten des London Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra und City of Birmingham Symphony Orchestra angehören, begeistern mit Virtuosität und Spielfreude. Ton- meister dieser Aufnahme war übrigens Phil Rowlands, dreifach für den Grammy nominiert und derzeit einer der besten Experten Großbritanniens. Rundum gelungen!
Mittwoch, 14. Januar 2015
Saxony (Genuin)
Saxony heißt die aktuelle CD der Sächsischen Bläserphilharmonie. Das passt zur aktuellen Werbe- kampagne des Freistaates. Doch was ist eigentlich Musik aus Sachsen, was zeichnet sie aus?
Die Sächsische Bläserphilharmonie hat für ihr mittlerweile fünftes Album bei Genuin Musik von drei Komponisten ausgewählt, die eine enge Beziehung zum Freistaat haben. Richard Wagner kam in Leipzig zur Welt. In Leipzig studierte er Musik, und in Leipzig komponierte er seine ersten Werke.
Felix Mendelssohn Bartholdy wirkte in Leipzig als Gewandhaus-Kapellmeister, und er gründete zudem das Konservatorium – die erste Musikhochschule in Deutschland. Und dass Johann Sebastian Bach Thomaskantor in Leipzig war, das ist jedem Musikfreund bekannt. So schreitet diese CD also von den bekannten Melodien aus Wagners Opern über Präludium und Fuge in c-Moll op. 37 von Mendelssohn Bartholdy festlich zurück, bis hin zu Bachs Orchestersuite BWV 1068. Die sächsischen Bläser zelebrieren diese Musik unter ihrem Chefdirigenten Thomas Clamor mit dem notwendigen Pomp, mit Hingabe und mit sächsischem Temperament. Gekonnt setzen sie so manchen Glanzpunkt.
Die Sächsische Bläserphilharmonie hat für ihr mittlerweile fünftes Album bei Genuin Musik von drei Komponisten ausgewählt, die eine enge Beziehung zum Freistaat haben. Richard Wagner kam in Leipzig zur Welt. In Leipzig studierte er Musik, und in Leipzig komponierte er seine ersten Werke.
Felix Mendelssohn Bartholdy wirkte in Leipzig als Gewandhaus-Kapellmeister, und er gründete zudem das Konservatorium – die erste Musikhochschule in Deutschland. Und dass Johann Sebastian Bach Thomaskantor in Leipzig war, das ist jedem Musikfreund bekannt. So schreitet diese CD also von den bekannten Melodien aus Wagners Opern über Präludium und Fuge in c-Moll op. 37 von Mendelssohn Bartholdy festlich zurück, bis hin zu Bachs Orchestersuite BWV 1068. Die sächsischen Bläser zelebrieren diese Musik unter ihrem Chefdirigenten Thomas Clamor mit dem notwendigen Pomp, mit Hingabe und mit sächsischem Temperament. Gekonnt setzen sie so manchen Glanzpunkt.
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