"It's not about the destination, it's about the journey", lautet der Kommentar von Canadian Brass zu dieser CD-Premiere bei dem Label Steinway and Sons. Die CD ver- sammelt etliche Stücke, die das bekannte Bläserensemble schon seit Jahren im Repertoire hat; es sind aber auch einige gänzlich neue Arrangements dabei.
An dieser Aufnahme haben zudem erstmals alle neuen Mitglieder von Canadian Brass mitgewirkt, und erstmals erklingen hier die neuen vergoldeten Instrumente, die Conn-Selmer eigens für die fünf Bläser angefertigt hat.
Der Flug durch die Musikgeschichte startet mit Rimsky-Korsakows berühmtem Hummelflug. Er macht, selbstverständlich, Station bei Gabrieli und Bach. Und er landet, ebenso selbstverständlich, mit Jazz und Gospel. Eric Reed, Horn, Christopher Coletti und Brandon Ride- nour, Trompeten, Achilles Liarmakopoulos, Posaune, und Chuck Daellenbach, Tuba, musizieren gewohnt professionell und tempera- mentvoll. Wer geschickt arrangierte und perfekt gespielte Bläser- musik liebt, der sollte diese CD auf gar keinen Fall versäumen.
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Montag, 5. November 2012
Sonntag, 3. Juni 2012
Brahms on Brass (Opening day)
Brahms für Bläser? Wie geht denn das? Hervorragend - wenn es sich um eine Aufnahme mit Canadian Brass handelt. Um die Ballade in
d-Moll op. 10 Nr. 1 haben die Musi- ker zwei ziemlich gegensätzliche Werke in Arrangements für Bläser- quintett gruppiert.
Die Sechzehn Walzer op. 39, arran- giert von Brandon Ridenour und Chris Coletti, sind so perfekt auf den Bläsersatz hin gebürstet, dass sie mitunter eher nach Blaskapelle klingen als nach Hochkunst. Das hätte Brahms mit Sicherheit gefallen, zumal der Bläsersatz nicht nur perfekt den Möglichkeiten eines solchen Ensembles angepasst ist, sondern obendrein auch erstaunlich modern klingt. Brahms also im Canadian-Brass-Sound, und wer das mag, der wird diese CD lieben.
Zu Ende geht sie mit den Elf Choralvorspielen für Orgel op. 122, "Brahms' musikalischem Testament", so Ralph Sauer. Der Posaunist hat sie für Bläserquintett bearbeitet. Das ist durchaus legitim; der Einsatz von Bläsern hat in der Kirchenmusik eine lange Tradition. Hier ermöglichen sie das Spiel mit Klangfarben, und auch zu den komplexen polyphonen Strukturen passen die Blechbläser bestens, weil sie jede einzelne Stimme gleichermaßen hörbar werden lassen. Warum die Musiker allerdings derart schnelle Tempi wählen, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Doch abgesehen davon ist die CD wunder- voll. Meine unbedingte Empfehlung!
d-Moll op. 10 Nr. 1 haben die Musi- ker zwei ziemlich gegensätzliche Werke in Arrangements für Bläser- quintett gruppiert.
Die Sechzehn Walzer op. 39, arran- giert von Brandon Ridenour und Chris Coletti, sind so perfekt auf den Bläsersatz hin gebürstet, dass sie mitunter eher nach Blaskapelle klingen als nach Hochkunst. Das hätte Brahms mit Sicherheit gefallen, zumal der Bläsersatz nicht nur perfekt den Möglichkeiten eines solchen Ensembles angepasst ist, sondern obendrein auch erstaunlich modern klingt. Brahms also im Canadian-Brass-Sound, und wer das mag, der wird diese CD lieben.
Zu Ende geht sie mit den Elf Choralvorspielen für Orgel op. 122, "Brahms' musikalischem Testament", so Ralph Sauer. Der Posaunist hat sie für Bläserquintett bearbeitet. Das ist durchaus legitim; der Einsatz von Bläsern hat in der Kirchenmusik eine lange Tradition. Hier ermöglichen sie das Spiel mit Klangfarben, und auch zu den komplexen polyphonen Strukturen passen die Blechbläser bestens, weil sie jede einzelne Stimme gleichermaßen hörbar werden lassen. Warum die Musiker allerdings derart schnelle Tempi wählen, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Doch abgesehen davon ist die CD wunder- voll. Meine unbedingte Empfehlung!
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