Ein Kirchenchor? Das klingt wenig sexy, und die Aussicht darauf, im Gottesdienst singen zu dürfen, lockt heutzutage kaum noch einen Teenager aus dem Haus zur Probe. Robert Prizeman, Kantor der Kirchengemeinde St. Philipps im Süden von London, hatte da eine geniale Idee, mit der es ihm gelungen ist, seine Chorknaben nicht nur zum allsonntäglichen frühen Aufstehen zu motivieren: Aus dem Knabenchor wurde das Ensemble Libera, und aus Chorknaben wurden Popstars, die mittlerweile sogar eine deutsche Fan-Homepage feiert.
Nur eine Weihnachts-CD fehlte bislang - was Libera und EMI Classics aber nun geändert haben. Hier ist The Christmas Album, mit den bekannten glockenreinen Knabenstimmen, populären Arrangements populärer Weihnachtslieder, und einer großen Portion Hall - besten Dank an die Aufnahmetechnik! Wer auf viel Puderzucker steht, der wird diese CD lieben.
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Donnerstag, 8. Dezember 2011
Samstag, 21. Mai 2011
Libera - Eternal (EMI Classics)
Wie begeistert man Jungs für einen Kirchenchor? Man steckt sie in ziemlich exotische Gewänder - und macht Popstars aus ihnen. Bei Libera jedenfalls, dem Boys Choir der Pfarrei der anglikanischen St. Philip’s Church von Norbury im Süden von London, funktioniert dieses Konzept offenbar prächtig. Chorleiter Robert Prizeman kom- biniert für seine Chorbuben sakrale Musik und handelsüblichen Pop- sound.
Das Ergebnis klingt mitunter ziemlich wattig-mystisch; die stärksten Stücke auf dieser CD sind ohne Zweifel die "echten" Klassiker, die nicht ganz so viel Puderzucker ab- bekommen haben, wie Mother of God von John Taverner, das Nacht- gebet von Hänsel und Gretel aus Humperdincks gleichnamiger Oper oder Air on the G string von Bach, blitzsauber gesungen in einem Arrangement von Robert Prizeman. Doch welcher Kantor hätte heut- zutage nicht gern ein solches Ensemble mit 25 bis 30 sangesfreudigen Knaben im Alter von sieben bis 16 Jahren!
Und erfolgreich sind die Jungs. Sie haben mittlerweile etliche Alben eingespielt, an den Soundtracks von Kinofilmen wie Romeo und Julia und Hannibal mitgewirkt, und ihre Konzertreisen führen sie bis nach Brasilien. Die Buben singen wie die Engel. Allerdings wird man den Verdacht nicht los, dass auch die Toningenieure an diesem Sound kräftig mitgewirkt haben - gar zu überirdisch hallt manches Lied.
Das Ergebnis klingt mitunter ziemlich wattig-mystisch; die stärksten Stücke auf dieser CD sind ohne Zweifel die "echten" Klassiker, die nicht ganz so viel Puderzucker ab- bekommen haben, wie Mother of God von John Taverner, das Nacht- gebet von Hänsel und Gretel aus Humperdincks gleichnamiger Oper oder Air on the G string von Bach, blitzsauber gesungen in einem Arrangement von Robert Prizeman. Doch welcher Kantor hätte heut- zutage nicht gern ein solches Ensemble mit 25 bis 30 sangesfreudigen Knaben im Alter von sieben bis 16 Jahren!
Und erfolgreich sind die Jungs. Sie haben mittlerweile etliche Alben eingespielt, an den Soundtracks von Kinofilmen wie Romeo und Julia und Hannibal mitgewirkt, und ihre Konzertreisen führen sie bis nach Brasilien. Die Buben singen wie die Engel. Allerdings wird man den Verdacht nicht los, dass auch die Toningenieure an diesem Sound kräftig mitgewirkt haben - gar zu überirdisch hallt manches Lied.
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