Federico Moreno Torroba (1891 bis 1982) war nicht nur als Schöpfer zahlreicher Zarzuelas, der spani- schen Variante der Operette, von großer Bedeutung für die Geschichte der modernen spanischen Musik. Er engagierte sich zudem, um eine eigenständige, unverkennbar spanische Musik zu schaffen – und welches Instrument sollte dafür besser geeignet sein, als die Gitarre?
So komponierte er im Laufe der Jahre um die hundert Werke für Gitarre – von Solostücken über Quartette bis hin zu Konzerten, die teilweise welt- berühmt geworden sind. Das wiederum liegt auch mit an den Interpreten, für die Torroba seine Musik erschaffen hat. Denn seine Werke wurden beispielsweise von Andrès Segovia gespielt, von Narciso Yepes und von den Romeros. Diese legendären Gitarristen machten etliche Stücke des Kompo- nisten auch international bekannt.
Naxos hat nun eine Gesamteinspielung der Gitarrenkonzerte von Federico Moreno Torroba gestartet. Das Label konnte dafür Pepe Romero gewinnen, der mit gewohnter Präzision und gemeinsam mit seinem Schüler Vicente Coves sowie spanischen Orchestern unter Leitung von Manuel Coves musiziert. Es erklingen aber nicht nur Konzerte, sondern auch andere Musikstücke, die Torroba für die Gitarre geschrieben hat. Die beiden ersten CD dieser neuen Reihe jedenfalls sind sehr gelungen; auf die Fortsetzung darf man schon sehr gespannt sein.
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Montag, 19. Juni 2017
Sonntag, 4. November 2012
Pepe Romero - Spanish Nights (Deutsche Grammophon)
"Mit diesem Album habe ich ver- sucht, das Spanien meiner Jugend lebendig werden zu lassen", er- läutert Pepe Romero im Beiheft. "Ich habe Werke von Komponisten aus dieser Zeit ausgewählt, die meine Heimat meisterlich nach- zeichnen."
Pepe Romero, ein Sohn des großen Gitarristen Celedonio Romero, kam 1944 in Málaga zur Welt. Wie seine Brüder Celin und Angel wuchs er mit der Gitarre auf; mit sieben Jahren gab er sein erstes Konzert. 1957 wanderte die Familie nach Amerika aus. Dort wurden die Romeros als Gitarrenensemble ebenso berühmt wie als Solisten. Mittlerweile musiziert die dritte Generation in dem Familienquartett.
Im Laufe seines Lebens hat Pepe Romero tausende Konzerte gegeben, mit vielen Orchestern und Dirigenten. Er hat viele Werke uraufge- führt. Und er hat viele Menschen für die klassische Gitarrenmusik begeistert. Auf dieser CD versammelt der Gitarrenvirtuose Werke, die befreundete Komponisten geschaffen haben, und die ihn an Stationen seines Lebens erinnern. Insofern ist "Spanish Nights" möglicherweise das persönlichste Album des Gitarristen. Dass Romero vom ersten bis zum letzten Ton grandios musiziert, versteht sich ohnehin von selbst.
Pepe Romero, ein Sohn des großen Gitarristen Celedonio Romero, kam 1944 in Málaga zur Welt. Wie seine Brüder Celin und Angel wuchs er mit der Gitarre auf; mit sieben Jahren gab er sein erstes Konzert. 1957 wanderte die Familie nach Amerika aus. Dort wurden die Romeros als Gitarrenensemble ebenso berühmt wie als Solisten. Mittlerweile musiziert die dritte Generation in dem Familienquartett.
Im Laufe seines Lebens hat Pepe Romero tausende Konzerte gegeben, mit vielen Orchestern und Dirigenten. Er hat viele Werke uraufge- führt. Und er hat viele Menschen für die klassische Gitarrenmusik begeistert. Auf dieser CD versammelt der Gitarrenvirtuose Werke, die befreundete Komponisten geschaffen haben, und die ihn an Stationen seines Lebens erinnern. Insofern ist "Spanish Nights" möglicherweise das persönlichste Album des Gitarristen. Dass Romero vom ersten bis zum letzten Ton grandios musiziert, versteht sich ohnehin von selbst.
Sonntag, 28. März 2010
Fiesta - Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela, Dudamel (Deutsche Grammophon)
Das Simón Bolívar-Jugend- orchester aus Venezuela spielt lateinamerikanische Musik - aber da geht der Bär ab! Satte Bläser- chöre, ein Schlagwerk, wie es im Konzertsaal selten zu hören ist, und dazu Streicher, die offenbar das Tanzen im Blut haben. Was für ein Programm, und was für ein Temperament! Hier ist Spielfreude pur zu erleben - was aber die Präzision nicht vermindert, mit der das Orchester agiert. Dudamel spielt mit Akzenten und Klang- farben, und die Jugendlichen folgen ihm mit Begeisterung.
Die CD beginnt mit Silvestre Revueltas Sensemayá - einem Stück voll indianischer Anklänge, das mit seinen Dissonanzen insgesamt etwas aus dem Rahmen fällt. Die folgenden Werke sind rhythmusgetrie- bener, tänzerischer und zugleich oftmals bildhafter. Dudamel beweist Sinn für Dramatik, lässt aber auch die kantablen Stellen nicht in der allgemeinen Party untergehen. Die CD endet mit dem Mambo aus West Side Story - eine Referenz an Leonard Bernstein. Wer sich einen Eindruck von zeitgenössischer lateinamerikanischer Orchestermusik verschaffen will - diese CD sei empfohlen.
Die CD beginnt mit Silvestre Revueltas Sensemayá - einem Stück voll indianischer Anklänge, das mit seinen Dissonanzen insgesamt etwas aus dem Rahmen fällt. Die folgenden Werke sind rhythmusgetrie- bener, tänzerischer und zugleich oftmals bildhafter. Dudamel beweist Sinn für Dramatik, lässt aber auch die kantablen Stellen nicht in der allgemeinen Party untergehen. Die CD endet mit dem Mambo aus West Side Story - eine Referenz an Leonard Bernstein. Wer sich einen Eindruck von zeitgenössischer lateinamerikanischer Orchestermusik verschaffen will - diese CD sei empfohlen.
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