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Mittwoch, 28. Januar 2015
Bach: Six Partitas for harpsichord (Challenge Classics)
Ton Koopman gilt in Sachen Barockmusik zu Recht als Experte. Der engagierte Musiker hat bereits etliche aufsehenerregende Editionen vorgelegt. Darunter sind nicht nur die Werke Buxtehudes und die Kantaten von Johann Sebastian Bach. Auch das komplette Orgelwerk des einstigen Thomaskantors hat Koopman bereits eingespielt. Jetzt setzte er sich ans Cembalo, und widmete sich den Sechs Partiten aus dem ersten Buch der Clavierübung ein. Er spielt sie wohlüberlegt, ausbalanciert und klar strukturiert. Die auch klanglich hervorragende Aufnahme setzt einen weiteren Glanz- punkt in Koopmans Diskographie.
Donnerstag, 23. Mai 2013
Bach: Partitas 2 & 4 - Wolfgang Dimetrik (Gramola)
Erneut legt der Ausnahme-Akkordeonist Wolfgang Dimetrik eine Aufnahme mit Werken von Johann Sebastian Bach vor. Nach den Englischen Suiten widmet er sich nunmehr Teil I der Clavir-Übung, speziell den Partiten Nummer 2 und 4 – und, sozusagen als Mittel- und Angelpunkt der CD, obendrein dem Choralvorspiel Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 140.
Zu allen Zeiten sind Werke Bachs für andere Instrumente bearbeitet worden. Bach selbst hat dafür einige Beispiele vorgelegt. Das Akkor- deon freilich existierte zu Bachs Zeiten noch nicht, seine Geschichte begann erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, vermutlich in Wien. Es war rasch in ganz Europa verbreitet. Doch erst in jüngster Vergan- genheit erhielt das Instrument auch in der "E-Musik" seinen Platz auf dem Konzertpodium.
Wolfgang Dimetrik gehört zu den Pionieren, die den Weg dafür bereitet haben. Er spielt brillant. Und wer nach den Spuren der akkordeonspezifischen Bearbeitung sucht, der muss gut zuhören: Dimetrik spielt Bachs Musik auf „seinem“ Instrument so, dass er möglichst wenig am Original verändert. Es ist kaum zu glauben, aber dem Virtuosen gelingt das ausgezeichnet. Seine Version der Engli- schen Suiten fand ich klanglich nicht so gelungen, aber Bachs Choralvorspiel sowie die gewählten Abschnitte aus Teil I der Clavir-Übung entfalten in seiner Interpretation einen geradezu hypnoti- schen Sog. So hat noch keiner die Partiten gespielt – unbedingt an- hören, es lohnt sich!
Zu allen Zeiten sind Werke Bachs für andere Instrumente bearbeitet worden. Bach selbst hat dafür einige Beispiele vorgelegt. Das Akkor- deon freilich existierte zu Bachs Zeiten noch nicht, seine Geschichte begann erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, vermutlich in Wien. Es war rasch in ganz Europa verbreitet. Doch erst in jüngster Vergan- genheit erhielt das Instrument auch in der "E-Musik" seinen Platz auf dem Konzertpodium.
Wolfgang Dimetrik gehört zu den Pionieren, die den Weg dafür bereitet haben. Er spielt brillant. Und wer nach den Spuren der akkordeonspezifischen Bearbeitung sucht, der muss gut zuhören: Dimetrik spielt Bachs Musik auf „seinem“ Instrument so, dass er möglichst wenig am Original verändert. Es ist kaum zu glauben, aber dem Virtuosen gelingt das ausgezeichnet. Seine Version der Engli- schen Suiten fand ich klanglich nicht so gelungen, aber Bachs Choralvorspiel sowie die gewählten Abschnitte aus Teil I der Clavir-Übung entfalten in seiner Interpretation einen geradezu hypnoti- schen Sog. So hat noch keiner die Partiten gespielt – unbedingt an- hören, es lohnt sich!
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