Kammermusik und Konzerte aus drei Jahrhunderten für die seltene Solisten-Kombination Geige und Bratsche bietet diese Doppel-CD aus dem Hause Brilliant Classics. Der italienische Geiger Davide Alogna und der mexikanische Bratschist José Adolfo Alejo haben dafür eine sehr hörenswerte Auswahl zusammen- gestellt, die neben Bekanntem, wie der berühmten Sinfonia Concertante KV 364 von Wolfgang Amadeus Mozart und dem Doppelkonzert in e-Moll op. 88 von Max Bruch auch weniger populäre Stücke enthält, wie die Symphonie Concertante B112 von Ignaz Joseph Pleyel. Bei diesen drei Werken musizieren die Solisten gemeinsam mit dem mexikanischen Kammerorchester Camerata de Coahuila unter Leitung von Ramón Shade.
Auf der ersten CD sind die beiden verwandten und klanglich doch so unterschiedlichen Instrumente in Duetten zu hören. Neben dem Duo in G-Dur KV 423 von Mozart erklingen hier das erste der 3 Madrigale H313 von Bohuslav Martinů, das Grand Duo op. 13 des Geigenvirtuosen Louis Spohr, eine Sonata a Duo des mexikanischen Komponisten Manuel Ponce und die beliebte Passacaglia auf ein Thema von Georg Friedrich Händel, ein ebenso klangschönes wie virtuoses Werk des norwegischen Kompo- nisten Johan Halvorsen.
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Sonntag, 24. September 2017
Freitag, 13. Mai 2016
Mozart, Haydn: Duo Sonatas (Channel Classics)
„The Duos for Violin and Viola by Mozart have long been favourite pieces of ours – pieces we'd take out and play when there wasn't a keyboard player or cellist to hand, or busk as teenagers to carn extra pocket money“, schreiben Rachel Podger und Jane Rogers im Beiheft zu dieser CD. „Back then, the audience's response clearly indicated how appealing these pieces were as our takings always doubled when we played them!“
Diese Duette seien so gelungen, dass niemals die Frage aufkomme, wo denn der Rest des Streichquartettes geblieben sei, scherzen die Musikerinnen. Rachel Podger und Jane Rogers haben die Lieblingsstücke nun auf CD veröffentlicht – ergänzt durch zwei Werke in der gleichen Besetzung von Michael Haydn. Kurioserweise kannten Podger und Rogers diese Duette bislang nicht, wie sie berichten. Dabei gehören die Werke eigentlich zusammen: 1783 sollte Michael Haydn sechs Duos für seinen Dienstherrn, den Erzbischof von Salzburg, schreiben. Vier hatte er fertig; dann kam sein Freund Mozart zu Besuch, und half ihm bei den fehlenden Musikstücken aus.
Diese Duette seien so gelungen, dass niemals die Frage aufkomme, wo denn der Rest des Streichquartettes geblieben sei, scherzen die Musikerinnen. Rachel Podger und Jane Rogers haben die Lieblingsstücke nun auf CD veröffentlicht – ergänzt durch zwei Werke in der gleichen Besetzung von Michael Haydn. Kurioserweise kannten Podger und Rogers diese Duette bislang nicht, wie sie berichten. Dabei gehören die Werke eigentlich zusammen: 1783 sollte Michael Haydn sechs Duos für seinen Dienstherrn, den Erzbischof von Salzburg, schreiben. Vier hatte er fertig; dann kam sein Freund Mozart zu Besuch, und half ihm bei den fehlenden Musikstücken aus.
Donnerstag, 28. Februar 2013
Mozart: Symphonie concertante (Calliope)
Auf dieser CD sind zwei große tschechische Solisten zu erleben: Jan Talich Vater und Sohn musi- zieren gemeinsam. Sie spielen Mozarts Sinfonia concertante KV 364, in der Violine und Viola miteinander konzertieren, und seine nicht minder anspruchs- vollen Duos für die beiden Instrumente KV 423 und 424, die im Konzert leider kaum zu hören sind. Dabei übernimmt Jan Talich junior den Violinpart, und Jan Talich senior, der Gründer des berühmten Talich-Quartetts, spielt die Bratschenstimme.
Es wird nicht verwundern, dass die beiden Talichs bestens darin miteinander harmonieren, wie sie Mozarts Musik ausloten. Wer eine Interpretation sucht, die ohne Mätzchen daherkommt, klangschön und von geradezu klassischem Format, der wird von dieser CD nicht enttäuscht werden. Die beiden Solisten werden bei der Sinfonia concertante durch das Talich Kammerorchester unter Leitung von Kurt Redel begleitet.
Um die beiden Duos rankt sich eine hübsche Legende: Als Mozart 1783 zu Besuch in Salzburg war, besuchte er auch den Hofmusicus und Concertmeister Johann Michael Haydn, mit dem er eng be- freundet war. Der sollte seinem Dienstherren sechs Werke für Violine und Viola liefern. Doch er lag, so wird berichtet, krank zu Bett, und sah sich außerstande, den Zyklus zu vollenden. Und so bat er seinen Freund Mozart, die fehlenden beiden Duos zu verfassen.
Erschienen jedenfalls sind sie dann jedenfalls gemeinsam. Insbeson- dere Mozart erweist sich als Meister darin, zweistimmige Sätze zu gestalten. Anders als Haydn, der der Violine zumeist die Melodie- stimme zuweist, und die Viola in die zweite Reihe verweist, hat Mozart beide Instrumente ziemlich gleichberechtigt behandelt. Violine und Viola erscheinen wie in ein Gespräch vertieft; sie schlagen Themen vor, greifen sie auf, verwandeln und kommentieren sie. Aufmerksam hören auch die beiden Talichs darauf, was ihr Duo-Partner vorträgt, und führen weiter, erwidern, merken an. Eine sehr kultivierte, spannungsvolle Aufnahme aus dem Jahre 1992, die ich empfehlen kann.
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