Posts mit dem Label George werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label George werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. Juli 2013

Handel: Jephtha (Brilliant Classics)

Im Juni 1992 wurde in der Kirche „Zur frohen Botschaft“ in Berlin-Karlshorst eine Aufnahme des Oratoriums Jephtha von Georg Friedrich Händel aufgezeichnet. Es erzählt die Geschichte des Feld- herrn, der geschworen hat, für seinen Sieg  das erste zu opfern, worauf nach seiner Rückkehr in die Heimat sein Blick fällt. Doch es ist seine Tochter, die ihm entgegen eilt. Ein Engel schließlich erlöst alle Beteiligten aus diesen Nöten. 
Die Liste der Beteiligten ist sehr illuster: Marcus Creed dirigierte das renommierte, auf historische Aufführungspraxis spezialisierte Ensemble Akademie für Alte Musik Berlin. Zu hören sind zudem der (exzellente!) Rias-Kammerchor sowie etliche erstklassige Solisten wie Christiane Oelze, Catherine Denley, John Mark Ainsley und Michael George. Bis zum heutigen Tag hat diese Einspielung, die seinerzeit bei Berlin Classics erschienen ist, zu Recht Referenzstatus. Nun ist diese legendäre Produktion bei Brilliant Classics wieder veröffentlicht worden. 

Dienstag, 9. Oktober 2012

Sacred Music by Jan Dismas Zelenka (Helios)

Zur Wiederentdeckung des Kom- ponisten Jan Dismas Zelenka (1679 bis 1745) hat diese Aufnahme aus dem Jahre 2002 mit Sicherheit beigetragen. Zu verdanken ist die wundervolle Einspielung dem King's Consort unter Robert King, das sich einmal mehr die Mühe gemacht hat,    abseits des Best- seller-Repertoires nach Werken zu suchen, deren Aufführung sich lohnt. 
Zelenka, der in Dresden als Orche- stermusiker und Kirchencompo- siteur wirkte, hat Musik geschrieben, die durch ihre Eigenwilligkeit verblüfft. Bereits der Leipziger Musikschriftsteller Friedrich Rochlitz, der um 1820 Zugang zu einigen Stücken Zelenkas erhielt, begeisterte sich für die "bewundernswerthe Eigenthümlichkeit" seiner harmo- nischen Sprache und die "kunstreich verflochtenen" Singstimmen. 
Dennoch blieben die Werke noch nahezu 200 weitere Jahre im Archiv liegen; erst in jüngster Vergangenheit begannen Musiker und Musik- wissenschaftler, die Handschriften zu erschließen. So enthält diese CD neben der Litaniae de Venerabili Sacramento Z147 und den Maria- nischen Antiphonen Regina caeli laetare Z134 und Salve regina, mater misericordiae Z135 auch Teile aus dem Officium defunctorum Z47, das Zelenka 1733 für die Trauerfeierlichkeiten in Dresden nach dem Tode seinen Dienstherrn August des Starken geschrieben hat. Diese düstere, aber dennoch seltsam kraftvolle Trauermusik würde man gern einmal vollständig hören.