Klänge von überirdischer Schönheit – das ist für das Signum Saxophone Quartet offenbar musikalischer Alltag. Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Alexej Gerassimez erkunden die vier Bläser den Kosmos – und sie entdecken dabei höchst interessante Werke, von Claude Debussys Clair de Lune über Gustav Holsts Die Planeten bis hin zu Melodien von John Williams. Auch zwei gänzlich neue Stücke, Rebirth von Alexej Gerassimez und Connectome von John Psathas, loten Möglichkeiten aus, die sich aus der Kombination von Percussion und Saxophon-Sound ergeben. Great!
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Samstag, 3. Juli 2021
Starry night (Berlin Classics)
Klänge von überirdischer Schönheit – das ist für das Signum Saxophone Quartet offenbar musikalischer Alltag. Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Alexej Gerassimez erkunden die vier Bläser den Kosmos – und sie entdecken dabei höchst interessante Werke, von Claude Debussys Clair de Lune über Gustav Holsts Die Planeten bis hin zu Melodien von John Williams. Auch zwei gänzlich neue Stücke, Rebirth von Alexej Gerassimez und Connectome von John Psathas, loten Möglichkeiten aus, die sich aus der Kombination von Percussion und Saxophon-Sound ergeben. Great!
Donnerstag, 28. Februar 2013
Gerassimez: Percussion (Genuin)
Ein abwechslungsreiches Pro- gramm präsentiert Alexej Aljoscha Gerassimez, Gewinner des Deut- schen Musikwettbewerbes 2010, auf seiner Debüt-CD. "Besonders beim Schlagzeug erschließen sich bestimmte Stücke im Konzert leichter. Der Zuhörer kann sehen, wie der Klang entsteht, welches Schlagzeug wie gespielt wird usw.", erläutert der junge Musiker. "Ich habe bei dieser CD den Schwerpunkt auf die melodischen Schlaginstrumente wie Marimba und Vibraphon gelegt. Im Kontrast dazu steht ,Arena' des schwedi- schen Komponisten Tobias Broström, das ausschließlich auf unge- stimmten Schlaginstrumenten wie Tomtoms, Snare Drum, Becken etc. gespielt wird. Klänge also, die man am ehesten auf einer Schlagzeug-CD erwartet. Dieser Erwartungshaltung möchte ich jedoch ein wenig entgegen wirken. Auch, um zu zeigen, wie enorm sich das klassische Schlagzeug inzwischen in melodischer und har- monischer Hinsicht entwickelt hat."
Und weil ein Schlagzeuger die Möglichkeiten, die sich dabei auftun, am besten kennt, hat Gerassimez auch einige Werke selbst kompo- niert. Und es geschehen mitunter merkwürdige Dinge - beispielsweise bei dem Versuch, Libertango von Astor Piazzolla für Klavier und Vibraphon zu arrangieren. Dabei kamen dem Schlagzeuger immer wieder neue Ideen, berichtet er: "Mit der Zeit entwickelte das Stück ein Eigenleben und entfernte sich immer weiter von der ursprüng- lichen Version. Es ist jetzt ein eigenständiges Stück mit jazzigen, minimalistischen Elementen und Improvisationen im Mittelteil."
Bei einigen Stücken wirken auch der Schlagzeuger Julius Heise und Nicolai Gerassimez am Klavier mit. Alexej Gerassimez erweist sich als experimentierfreudig. Er improvisiert nicht nur, er musiziert auch auf Gegenständen, die man nicht unbedingt dem "klassischen" Schlagzeug zuordnen würde, wie Salatschüsseln, Töpfen und Blechdosen. All dies macht diese CD spannend, abwechslungs- und farbenreich. Es ist faszinierend, welche Klänge sich durch das Anschlagen von Gegenständen erzeugen lassen - und wie virtuos man sie kombinieren kann. Bravo!
Und weil ein Schlagzeuger die Möglichkeiten, die sich dabei auftun, am besten kennt, hat Gerassimez auch einige Werke selbst kompo- niert. Und es geschehen mitunter merkwürdige Dinge - beispielsweise bei dem Versuch, Libertango von Astor Piazzolla für Klavier und Vibraphon zu arrangieren. Dabei kamen dem Schlagzeuger immer wieder neue Ideen, berichtet er: "Mit der Zeit entwickelte das Stück ein Eigenleben und entfernte sich immer weiter von der ursprüng- lichen Version. Es ist jetzt ein eigenständiges Stück mit jazzigen, minimalistischen Elementen und Improvisationen im Mittelteil."
Bei einigen Stücken wirken auch der Schlagzeuger Julius Heise und Nicolai Gerassimez am Klavier mit. Alexej Gerassimez erweist sich als experimentierfreudig. Er improvisiert nicht nur, er musiziert auch auf Gegenständen, die man nicht unbedingt dem "klassischen" Schlagzeug zuordnen würde, wie Salatschüsseln, Töpfen und Blechdosen. All dies macht diese CD spannend, abwechslungs- und farbenreich. Es ist faszinierend, welche Klänge sich durch das Anschlagen von Gegenständen erzeugen lassen - und wie virtuos man sie kombinieren kann. Bravo!
Mittwoch, 3. November 2010
Romantic Inspirations (Profil)
Wer an der Kronberg Academy im Taunus studieren darf, der gehört ohne Zweifel zu den weltweit besten Nachwuchsmusikern. Die jungen Violinisten, Violisten und Violoncellisten absolvieren dort ein zweijähriges Masterstudium, das sie auf eine internationale Solokarriere vorbereiten soll.
Drei dieser Ausnahmemusiker sind nun auf dieser CD mit Werken von Clara und Robert Schumann zu hören. Die koreanisch-britische Geigerin Soojin Han beginnt mit den Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22, komponiert von Clara Schumann 1853 sicherlich für Joseph Joachim. Diese Stücke scheinen Han jedoch nicht besonders zu liegen; ihre Interpretation bleibt blass und wirkt lustlos.
An Anna Naretto am Klavier aber kann das nicht liegen, denn die Pianistin zeigt in den drei Werken von Robert Schumann, die sie dann mit Peijun Xu, Viola, spielt, dass es ihr weder an Virtuosität noch an Temperament mangelt. Und die junge Bratschistin, die aus Shanghai stammt, überzeugt mit den Märchenbildern für Viola und Klavier
op. 11, den Drei Romanzen op. 94, und ganz besonders auch mit dem berühmten Lied Widmung op. 25 Nr. 1, das sie gemeinsam mit der Pianistin mit sicherer Hand am hier ganz besonders drohenden Kitsch vorbei navigiert.
Die Fantasiestücke op. 73 aus dem Jahre 1849 komponierte Schu- mann ursprünglich für Klarinette und Klavier. Dass sie auch auf einem Cello ganz hervorragend klingen, beweist Gabriel Adriano Schwabe. Er musiziert gemeinsam mit Nicolai Gerassimez am Klavier - das Wort "begleiten" würde diesem musikalischen Dialog nicht gerecht. Das gilt auch für Adagio und Allegro As-Dur op. 70, wobei dort wohl ein Horn als Melodieinstrument vorgesehen war. Insbesondere dieses Werk verlangt dem Pianisten einiges ab. Schwungvoll agieren die beiden jungen Musiker, spielen sich die Phrasen zu und beeindrucken mit ihrem überlegten und überlegenen Vortrag. Bravi!
op. 11, den Drei Romanzen op. 94, und ganz besonders auch mit dem berühmten Lied Widmung op. 25 Nr. 1, das sie gemeinsam mit der Pianistin mit sicherer Hand am hier ganz besonders drohenden Kitsch vorbei navigiert.
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