Bach schrieb die Six Concerts / Avec plusiers instruments. / Dédiées / A Son Altesse Royalle / Monseigneur / Cretien Louis / Marggraf de Brandenbourg, als er noch in Köthen war. Der Adressat der Widmung, Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg, war zwar ein Musikfreund, doch das winzige Ensemble, das in seiner Berliner Residenz aufspielte, hätte diese Konzerte niemals aufführen können. Möglicherweise wollte sich Bach aber für andere Aufga- ben in Berlin empfehlen - und da war der Onkel des Preußenkönigs bestimmt eine gute Reverenz. Und obwohl Bach auf ältere Werke zurückgriff, die er umformte und bearbeitete, führte er dabei doch französische und italienische Vorbilder geradezu exemplarisch zu- sammen. Das muss zu Bachs Zeiten kühn und neu gewesen sein.
Das Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach hat 1992 unter der Leitung von Peter Schreier die sechs Konzerte eingespielt. Es ist eine schöne Aufnahme, und man freut sich darüber, dass Newton Classics sie nun wieder zugänglich gemacht hat. Schreier nimmt die schnellen Sätze mitunter rasant. Die langsamen aber sind wunderschön aus- musiziert, insbesondere dort, wo tiefe Streicher beteiligt sind. Und die Solisten, die an der Aufnahme seinerzeit mitgewirkt haben, sind durchweg erstklassig.
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Montag, 9. April 2012
Montag, 5. Juli 2010
Mozart: Flötenkonzert Oboenkonzert (BR Klassik)
Noch eine Einspielung von Mozarts Flöten- und Oboenkonzert! Doch diese CD anzuhören, hat sich ge- lohnt. Denn Irena Grafenauer, die Soloflötistin des Symphonie- orchesters des Bayerischen Rund- funks, spielt Mozarts einziges Flötenkonzert KV 313 mit gerade- zu traumwandlerischer Stilsicher- heit und durchweg schönem Ton. Bei der hier erstmals veröffent- lichten Aufnahme aus dem Jahre 1981 - sie war damals gerade einmal 24 Jahre alt - wird sie von ihren Kolleginnen und Kollegen unter der Leitung von Günter Wand begleitet. Sein markanter, schnörkelloser, zugleich aber ausgespro- chen eleganter Mozart harmoniert exzellent mit der kantablen Linienführung der Solistin.
Aus dem Jahre 2001 stammt die Aufnahme von Mozarts Oboenkon- zert KV 314, gespielt vom damaligen Solo-Oboisten des Orchesters, Francois Leleux. Am Pult: Sir Colin Davis, Chefdirigent des Orchesters von 1983 bis 1992. Diese Aufnahme überzeugt durch ihre Delikatesse, ihren Witz - und durch die traumschöne Kantilene im Adagio. Als Zugabe enthält die CD Mozarts Symphonie Nr. 32 G-Dur, KV 318, aufgenommen 1985.
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