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Freitag, 9. Dezember 2016

Brahms: Violin Concerto / Double Concerto; Accardo (Eloquence)

Wer von Felix Mendelssohn Barthol- dys Violinkonzert spricht, meint damit üblicherweise das populäre Konzert in e-Moll op. 64 – ein Kuriosum der Musikgeschichte, denn der Komponist hatte in seinen Jugendjahren bereits ein komplettes Violinkonzert in d-Moll geschrieben. Es war für Eduard Rietz bestimmt; aus unerfindlichen Gründen ist es dann aber in Vergessenheit geraten, bis schließlich Yehudi Menuhin 1952 die Autographen in die Hände bekam, und eine erste Edition veröffentlichte. Salvatore Accardo spielte beide Kon- zerte 1976 für Philips mit Charles Dutoit und dem London Philharmonic Orchestra ein. 
Und noch eine weitere großartige Aufnahme hat das Label Eloquence zum 75. Geburtstag des italienischen Geigers im Oktober 2016 wieder zugäng- lich gemacht: Mit Kurt Masur und dem Gewandhausorchester Leipzig hat Accardo 1978, ebenfalls für Philips, zwei wichtige Konzerte von Johannes Brahms eingespielt – das Violinkonzert in D-Dur, op. 77, und das Konzert für Violine, Violoncello und Orchester in a-Moll op. 102, letzteres gemein- sam mit Heinrich Schiff. 

Sonntag, 14. März 2010

Bach: Oster-Oratorium (Philips)

Bachs Kantate Kommt, eilet und laufet BWV 249 in einer Aufnahme von 1958 - und trotz Mono- Aufzeichnung wird sehr schnell die außerordentlich hohe Qualität dieser Einspielung erkennbar. Das liegt in diesem Falle überwiegend an den Solisten Friederike Sailer (Sopran), Margarete Bence (Alt), Fritz Wunderlich (Tenor) und August Messthaler (Bass). Sie musizieren mit dem Stuttgarter Bach-Chor und Orchester unter Marcel Couraud.

Samstag, 13. März 2010

Bach: Magnificat / Osterkantate (Philips)

Zwei Uralt-Aufnahmen von 1958, also noch aus der Mono-Epoche. Doch diesen klanglichen Mangel machen sie wett durch eine enorme Musikalität und einen Schwung, den man bei mancher modernen Hochglanz-Einspielung vermisst. Es musizieren Friederike Sailer, Sopran, Margarete Bence, Alt, Fritz Wunderlich, Tenor und August Messthaler, Bass, Friedrich Milde, Oboe d'amore, Martin Galling, Cembalo sowie Stuttgarter Bach-Chor und Orchester unter Marcel Couraud. Schon allein um Wunderlich singen zu hören, erträgt man gern das wunderliche Erlebnis, keinen räumlichen Klangeindruck zu erhalten.