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Samstag, 5. Dezember 2015

Let the Angels sing

Europäische Weihnachtslieder in neuen Arrangements für Blockflöten und Chor erklingen auf dieser CD. Das Danish National Vocal Ensem- ble – DR VokalEnsemblet –, ein exzellenter Kammerchor, musiziert erneut gemeinsam mit Michala Petri, ohne Zweifel eine der besten Block- flötenvirtuosen der Welt. Es dirigiert Michael Bojesen; er hat auch die Liedsätze für diese CD geschrieben. Dabei hat er die alten Weisen so geschickt verwandelt, dass man beim Anhören der Aufnahme das Gefühl hat, sie alle irgendwie schon einmal gehört zu haben. Der Chor singt sehr engagiert. Der Blockflötenklang umspielt den A-cappella-Gesang und setzt Glanzlichter. 

Dienstag, 20. Januar 2015

Corelli: La Follia (Our Recordings)

Sie sind nicht wirklich schwierig, die Six Solos for a flute and a bass By Archangelo Corelli Being The second part of hin Fifth Opera (..) The whole exactly Transpos'd and made fitt for a flute and a bass with the aproba- tion of several Eminent Masters. Doch die Sammlung enthält ihre Kabinettstückchen, wie die Sonata Nr. 12, La Follia. Zudem klingen die Werke durchweg zauberhaft schön. Und wenn man sie hübsch auszieren will, wie seinerzeit üblich, dann lässt sich der Schwierigkeitsgrad selbstredend beträchtlich steigern. Michala Petri und der junge, aber höchst virtuose Cembalist Mahan Esfahani demonstrieren mit dieser CD, wie so etwas klingen kann. Petri spielt die Blockflöte(n) phänomenal gut; es gibt noch immer weltweit keinen weiteren Solisten, der ihr das Wasser reichen kann. Ihre Musizierlust ist hinreißend. Und selbst schnellste Figurationen klingen bei ihr niemals gehetzt und bemüht. In Esfahani hat sie offenbar einen Partner gefunden, der ebenso souverän agiert, und dabei perfekt mit ihr harmoniert. Es ist rundum ein Vergnügen, den beiden Musikern zu lauschen. 
Die Sonaten von Arcangelo Corelli (1653 bis 1713) sind zu Recht populär, auch wennn sie nicht ganz so bekannt sind wie beispielswiese Vivaldis Vier Jahreszeiten. Es hat schon seinen Grund, dass der Komponist zu den ganz großen Stars seiner Zeit gehörte. „Indeed, all over the world, archives contain Corelli's sonatas copied, re-copied, re-published, and arranged for all sorts of instruments or re-composed as full ensemble works“, schreibt Mahan Esfahani voll Bewunderung im Beiheft zu dieser CD. „So widespread was Corelli's appeal that hin work would have been played not only in the expected European musical centres but even in America (he was known to be a favourite composer of U.S.'s third president, Thomas Jefferson), St. Petersburg, Stockholm, Constantinople, and perhaps even in British India. It can be said without any exaggeration that Corelli was the first world-famous composer.“ 

Sonntag, 18. März 2012

Virtuoso Baroque (Our Recordings)

Michala Petri hat gemeinsam mit Lars Hannibal eine CD mit Barock- musik eingespielt. Die Flötistin beweist damit erneut ihre Klasse - wenn es um Blockflötenmusik geht, kann ihr weltweit keiner das Was- ser reichen. 
So ist es überhaupt kein Problem, dass sie sich aus dem Repertoire attraktive Stücke heraussucht, die üblicherweise selbst Geiger ins Schwitzen bringen, wie Tartinis berüchigte Teufelstrillersonate. Zu Bachs Zeiten war es ja ohnehin üblich, die Musik der jeweils vorhan- denen Besetzung anzupassen. Und diesem Duo zu lauschen, ist wirk- lich ein Vergnügen: Rasante Läufe, brillante Verzierungen, schön ausmusizierte langsame Passagen - es gibt schier nichts, was Petri/ Hannibal nicht mit Perfektion gelingt. Bravi! Diese CD, die auch klanglich erstaunlich viel Abwechslung bietet, ist ein großer Spaß für Kenner, und wird auch Nicht-Experten gefallen - versprochen!