Posts mit dem Label Rutter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rutter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Ceremony of Carols (Delos)

A Ceremony of Carols gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Werken von Benjamin Britten (1913 bis 1976). Der Komponist schrieb es im Jahre 1942 an Bord eines schwedischen Handels- schiffes, auf der beschwerlichen und wegen der deutschen U-Boote auch gefährlichen Rückfahrt aus den USA nach Großbritannien. Das Werk erklingt hier in seiner ursprünglichen Gestalt; denn für hohe Stimmen und Harfe hatte es Britten geschrieben. Das Etherea Vocal Ensemble macht dabei seinem Namen alle Ehre - die Solistin- nen und der Countertenor, die sich hier zusammengefunden haben, singen harmonisch und nahezu ohne Vibrato. So ergibt sich in der Tat ein schwereloser, ätherischer Klang. Das passt sehr gut zur Harfe, die von Grace Cloutier höchst virtuos gespielt wird. 
Etherea ergänzt Brittens populäres Weihnachtswerk durch einige hübsche Weihnachtslieder in modernen Arrangements, sowie Noel von Charles Gounod und den Zyklus Dancing Day von John Rutter. Auch die Harfenistin erhält mit dem Impromptu für Harfe des russischen Komponisten Reinhold Glière noch einmal Gelegenheit zu brillieren. Eine schöne, stimmungsvolle CD, die an dieser Stelle empfohlen werden kann. 

Montag, 26. Dezember 2011

The Colours of Christmas - John Rutter (Decca)

"The music of Christmas has been like a golden thread running through my life ever since I first sang carols - and began to compose a few of my own - as a member of Highgate School capel choir", begeistert sich John Rutter. "I still love to hear, to write and to conduct Christmas music, and in this album I have had the opportunity to do all this in the company of some especially cherished colleagues." 
Das sind nicht nur The Bach Choir und The Royal Philharmonic Orchestra, mit denen er diese CD ein- gespielt hat. Mitgewirkt haben auch die neun jungen Sänger der Close-Harmony-Gruppe Over the Bridge, gegründet 2005 am Clare College in Cambridge - was Rutter, wie er berichtet, besonders freut, weil er selbst einst dort studiert hat. Und in einem Arrangement sind sogar die King's Singers präsent, für die Rutter etliche seiner Werke ge- schrieben hat. 
Der renommierte Komponist und Chorleiter hat ein Programm zusammengestellt, dass zwischen den Hits immer wieder auch Raum für Entdeckungen lässt, und das postmodernen Puderzucker mit "echten" Klassikern wie Sweelinck oder Britten kombiniert. Musiziert wird kraftvoll und mit dem Anlass angemessener Inbrunst. "With music, your Christmas can always be perfect", hat Rutter einmal gesagt. Für diese CD jedenfalls kann man ihm da nur zustimmen. 

Donnerstag, 29. September 2011

Fauré: Requiem (Collegium records)

Gabriel Fauré (1845 bis 1924) hat ziemlich viel Vokalmusik kompo- niert. Auf dieser CD sind seine bekanntesten geistlichen Werke versammelt - vom Requiem über Ave verum Corpus und Tantum ergo über Ave Maria und Maria, Mater gratiae sowie Cantique de Jean Racine bis hin zur Messe Basse. Diese Werke sind eher für ihre raffinierte Harmonik als gesangliche Virtuosität berühmt; man sollte sich aber nicht täuschen lassen - denn einfach ist es nicht, sie brillant aufzuführen. 
The Cambridge Singers haben hier unter Leitung von John Rutter eine mustergültige Einspielung vorgelegt, die die Innigkeit und schein- bare Schlichtheit von Faurés Werken ganz ausgezeichnet zur Wirkung bringt. Die Sänger werden von Mitgliedern der City of London Sinfo- nia begleitet; die Orgel spielt John Scott, die Solovioline Simon Stan- dage. Interessanterweise hat sich Rutter beim Requiem für eine Version aus dem Jahre 1893 entschieden, die ein Libera me sowie ein In paradisum enthält, die man normalerweise nicht zu hören be- kommt. Und die Orgelstimme des Cantique de Jean Racine hat Rutter für Bratschen, Violoncelli, Kontrabässe und Harfe arrangiert. Das funktioniert erstaunlich gut, und sorgt klanglich für Abwechslung.