Die zweite Folge seiner Neueinspie- lungen der Mozart-Violinkonzerte bei dem Label Hänssler Classic hat Frank Peter Zimmermann nunmehr veröffentlicht. Dabei ergänzt er die Konzerte Nr. 2 in D-Dur KV 211 und Nr. 5 in A-Dur KV 219 durch die Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364. Zum Zeitpunkt der Aufnahme spielte Zimmermann noch „seine“ Stradivari, die „Lady Inchiquin“. Mittlerweile musste der Musiker dieses Instrument zurückgeben; es gehörte der WestLB, und Abwickler Portigon war mit den fünf Millionen Euro, die der Geiger als Kaufpreis angeboten hatte, wohl nicht zufrieden.
Der Klang dieser Geige ist in der Tat einzigartig – Zimmermanns Mozart wirkt wie vom Sonnenlicht umglänzt. Das gibt der Musik eine ganz eigene Aura; diese Aufnahme ist wirklich phänomenal. Bei der Sinfonia Concer- tante musiziert Antoine Tamestit als Partner gemeinsam mit Zimmermann – auf einer Viola von Antonio Stradivari, der ältesten noch existierenden, aus dem Jahre 1672. Radoslaw Szulc, Konzertmeister des Kammer- orchesters des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, spielt zudem die Wilhelmj-Stradivari aus dem Jahr 1725. Dieses Zusammen- treffen ist ganz gewiss nicht alltäglich, doch die Einspielung ist in erster Linie deshalb großartig, weil alle Beteiligten grandios musizieren – und das gilt nicht nur für die Solisten. Hinreißend!
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Donnerstag, 5. Mai 2016
Freitag, 25. Juli 2014
Dvorák / Schumann: Cello Concertos (Onyx)
Wie kann man mit Schumanns Violoncello-Konzert Aufsehen erregen? Man lässt das Pathos weg, und schaut statt dessen sehr genau in die Noten. Der spanische Cellist Pablo Ferrández erreichte damit eine Interpretation, die sich durch eine ganz erstaunliche Anmut und Leichtigkeit auszeichnet. Gemeinsam mit den Stuttgarter Philharmonikern unter Radoslaw Szulc gelang ihm so eine Aufnahme, die meiner Meinung nach zu den besten gehört, die derzeit erhältlich sind. Auch das Cellokonzert von Dvorák sowie El cant dels ocells, ein katalanisches Weihnachtslied in einem Arrangement von Pablo Casals, das den Gesang der Vögel an der Krippe des Christkinds schildert, spielt Ferrández sehr hörenswert. Beeindruckend!
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