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Montag, 25. Februar 2013

Calmus Ensemble - touched (Carus)

Das Leipziger Ensemble Calmus hat sich für seine jüngste CD ein ganz besonderes Programm ausgesucht: "Madrigale und Popsongs, klassi- sche Kompositions- und Song- writerkunst: Kann man das ver- binden?", fragen die Sänger im Beiheft - und geben auch gleich selbst die Anwort: "Man kann! Denn thematisch hat sich rein gar nichts geändert: Liebe, Sehnsucht, Schmerz, aber auch Freude, Leichtigkeit und Überschwang. Das, was unser Herz bewegt, was uns berührt, fand seit jeher in Musik seinen überzeugenden Ausdruck." 
So steht hier Michael Jackson neben Adriano Banchieri, Sting neben Henry Purcell, und auf das Lasciatemi morire von Claudio Monte- verdi antwortet Monty Python mit einem Song von Eric Idle Always look on the bright side of life. So sind die Werke auf dieser CD zugleich eine Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte. Oft dominiert der wandlungsfähige Sopran von Anja Pöche; am stärksten singt das Ensemble meines Erachtens aber dort, wo die Arrangements komplex und alle Sänger gleichermaßen gefordert sind. 

Samstag, 25. August 2012

Caroline Adomeit – Bach to Jazz (Oehms Classics)

Von Bachs berühmter E-Dur-Parti- ta BWV 1006 bis hin zu dem nicht weniger bekannten Take Five von Paul Desmond reicht die Auswahl der Werke, die die junge Geigerin Caroline Adomeit für ihre Debüt-CD getroffen hat. „Dieses Album ist eine Liebeserklärung an die Violi- ne, mit der man praktisch alles ausdrücken und spielen kann: von Bachs Partita mit barocken Tän- zen über ungarische Tänze, Ma- zurka, Tarantella, Tango und Folksongs bis zum Jazz-Arrange- ment“, begründet die Musikerin diese etwas ungewöhnliche Kollek- tion. Gemeinsam mit Julian Riem, Klavier, und bei einigen Stücken auch mit Thomas Hastreiter, Percussion, wagt Adomeit von Brahms bis Duke Ellington so manchen Grenzgang. Dabei überzeugt sie mit Fingerfertigkeit, Gestaltungsvermögen – ein bisschen mehr Klang- farbe könnten die Werke allerdings gelegentlich vertragen – und mit einer gehörigen Portion Temperament. Mit musikalischen Reinheits- geboten kann die junge Musikerin, die bei Hermann Krebbers, Kolja Blacher und Ingolf Turban studiert hat, offenbar wenig anfangen. Ihr Kommentar dazu im Beiheft: „Gute Musik kennt keine Grenzen!“