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Samstag, 22. Dezember 2012

Peter Schreier - Lieder zur Weihnacht (Berlin Classics)

In der Dresdner Frauenkirche, damals noch im Rohbau, gab im Dezember 2000 Peter Schreier ein Konzert für den Wiederaufbau des Gotteshauses. Der Sänger, mittler- weile selbst eine Dresdner Legen- de, stellte Weihnachtslieder vor, die üblicherweise nicht den weih- nachtlich geschmückten Stuben erklingen - weil sie musikalisch ziemlich anspruchsvoll sind. Diese Werke von Peter Cornelius, Ernst Pepping, Joseph Haas, Max Reger und Hugo Wolf sind Kunstlieder in jedem Sinne dieses Wortes. Und wenn man hört, wie der Tenor sie gemeinsam mit seinem langjährigen künstlerischen Wegbegleiter Hansjörg Albrecht interpretiert, dann ist man berührt. Man erfreut sich an der hohen Gesangskultur Peter Schreiers, am hochkultivierten Zusammenspiel der beiden Partner - und an der Weihnachtsbotschaft, die sie seinerzeit inmitten von Stahlgerüsten auf der Baustelle ver- kündet haben. Dank sei auch dem Label Berlin Classics, das diesen Mitschnitt nun veröffentlicht hat. 

Sonntag, 9. Dezember 2012

Ein Kind ist uns geboren (Auris Subtilis)

Anspruchsvolle Chorsätze zur Weihnachtszeit präsentiert auf dieser CD der Kammerchor der Kreuzkirche Chemnitz unter Kantor Steffen Walther. Er hat dafür Werke ausgewählt von der Geistlichen Chormusik Heinrich Schütz' (1585 bis 1672) bis zu den Quatre motets pour le temps de Noel von Francis Poulenc (1899 bis 1963). 
Altvertrautes, wie Nun komm, der Heiden Heiland in einem Satz von Johann Hermann Schein (11586 bis 1630), steht neben Überraschen- dem, wie den Chorsätzen von Ernst Pepping (1901 bis 1981), Heinrich Kaminski (1886 bis 1946) und Josef Gabriel Rheinberger (1839 bis 1901), dessen  Drei Adventsmotetten op. 176 erklingen. Und auch lateinische Motetten des 16. Jahrhunderts sind zu hören, wie das berühmte O magnum mysterium von Adrian Willaert (um 1490 bis 1562) oder die Magnificat-Antiphon Hodie Christus natus est in der Vertonung durch Jan Pieterszon Sweelinck (1562 bis 1621). 
Der Kammerchor der Chemnitzer Kreuzkirche singt sauber und ver- siert. Einzig ein wenig mehr Temperament würde man sich vielleicht von den Sängerinnen und Sängern wünschen - und von Kantor Steffen Walther, dass die nächste CD auch klanglich ein wenig Abwechslung bietet.