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Dienstag, 24. Juni 2014
Latin And Spanish Fantasies (Musicaphon)
Maximilian Mangold, Gitarre, und Mirjam Schröder, Harfe, musizie- ren seit 2006 zusammen. Das Duo hat sich in erster Linie der spani- schen Musik verschrieben. Der einzigartige Klang, der sich aus der Kombination der beiden Instru- mente ergibt, bezaubert nicht nur Publikum und Kritiker; er hat auch etliche Komponisten inspiriert. So enthält diese CD ausschließlich Werke, die für das Duo entstanden sind. Mangold und Schröder erweitern ihr Repertoire ständig und bringen jährlich mehrere Kompositionen zur Uraufführung.
Samstag, 4. Mai 2013
Handel: Saul (Coro)
In diesem Oratorium, uraufgeführt 1739, erzählt Georg Friedrich Händel die Geschichte von Saul und David. Das Libretto von Charles Jennens beginnt damit, dass der Hirte David mit dem Kopf des erschlagenen Riesen zum König gebracht wird. Wer die Bibel gelesen hat, der weiß, dass Saul leider wenig beständig ist, und David schon bald nach dem Leben trachtet, auch wenn dieser noch so schön singt. Letztendlich stirbt Saul, und David, der inzwischen mit dessen Tochter Michal verheiratet ist, wird König.
Wer dieses Oratorium auf die Bühne bringen möchte, der benötigt eine große Schar herausragender Solisten. Die Geschichte ist umfangreich, und sie wird durch eine größere Anzahl handelnder Personen betragen und vom Chor kommentiert. Händel muss damals ein exzellentes Ensemble zur Verfügung gestanden haben. Denn alle Solopartien sind fein gezeichnet, und stellen offenbar auch die Stärken dieser Sänger heraus.
Wer dieses Oratorium auf die Bühne bringen möchte, der benötigt eine große Schar herausragender Solisten. Die Geschichte ist umfangreich, und sie wird durch eine größere Anzahl handelnder Personen betragen und vom Chor kommentiert. Händel muss damals ein exzellentes Ensemble zur Verfügung gestanden haben. Denn alle Solopartien sind fein gezeichnet, und stellen offenbar auch die Stärken dieser Sänger heraus.
Harry Christophers hat Saul 2012 mit seinem Ensemble The Sixteen und einer leistungsfähigen Sängerriege aufgeführt. Zu hören sind insbesondere Christopher Purves als Saul, die herausragende Sarah Connolly als David, Rubert Murray als Sauls Sohn Jonathan und Elizabeth Atherton sowie Joélle Harvey als seine Töchter Merab und Michal. Auch die kleineren Partien sowie Chor und Orchester fügen sich sehr hörenswert mit ein; die Aufnahme kann daher wirklich empfohlen werden.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Händel: Große Chorwerke (EMI Classics)
Chormusik hat Georg Friedrich Händel ein Leben lang begleitet. Diese Box aus dem Hause EMI Classics fasst wichtige Werke in mustergültigen Einspielungen zusammen.
Ohne Zweifel das berühmteste davon ist Messiah, hier zu finden in einer Aufnahme aus dem Jahre 1966 mit den Ambrosian Singers und dem English Chamber Orchestra unter Charles Mackeras. Als Händel sein Bestreben, die italienische Oper in England zu etablieren, gescheitert sah, schuf er aus der traditionellen Masque und dem italienischen geistlichen Oratorium ein neues Genre - das er ebenfalls als Oratorium bezeichnete. Doch gesungen wird in engli- scher Sprache, die Handlung entstammt der Bibel, und der Text wird eher deklamiert, er ist nicht länger überwiegend Medium für hoch- virtuosen Gesang. Der Prototyp dafür, das Oratorium Saul aus dem Jahre 1739, war enorm erfolgreich. Dieses Werk ist ebenfalls in der vorliegenden Box enthalten, in einer Aufnahme von 1979/80 mit dem Choir of King's Colege, Cambridge und dem English Chamber Orchestra unter Philip Ledger.
Zum Fest der Heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Musik, führte die Musical Society of London seit 1683 alljährlich eine Ode auf. Auch Händel schrieb eine solche Cäcilienode - Alexander's Feast nach einem Text von John Dryden. Leider geriet das Libretto für eine abendfüllende Vorstellung etwas zu kurz, und deshalb kombinierte Händel das Werk mit anderen Stücken - 1751 beispielsweise mit der Kantate The Choice of Hercules. In dieser Kombination findet es sich auch in der CD-Box, gesungen vom Choir of King's College, Cambrid- ge, einmal in einer Aufnahme aus dem Jahre 1978 mit dem English Chamber Orchestra und einmal in einer Aufzeichnung von 1974 mit der Academy of St Martin in the Fields unter Philip Ledger.
Als Königlicher Hofkomponist hatte Händel zudem Zeremonialmusi- ken zu liefern - so komponierte er 1727 die Coronation Anthems für die Krönung Georgs II., hier eingespielt 1982 mit dem Choir of King's College, Cambridge und dem English Chamber Orchestra unter Philip Ledger. Für Siegesfeiern schuf er 1743 das Dettinger Te Deum , und 1747 das Oratorium Judas Maccabaeus. Sie sind in dieser CD-Box in Aufnahmen aus dem Jahre 1963 mit dem Süddeutschen Madrigalchor und dem Südwestdeutschen Kammerorchester unter Leitung von Wolfgang Gönnenwein bzw. aus dem Jahre 1959 mit dem Chor der
St. Hedwigs-Kathedrale Berlin und den Berliner Philharmonikern unter Karl Forster enthalten.
Als junger Musiker in Rom schrieb Händel, selbst Protestant, zudem katholische Kirchenmusik. So entstand für Kardinal Colonna der Psalm Dixit Dominus. Auch er wurde in diese Box mit aufgenommen, in einer Einspielung mit dem Choir of King's College, Cambridge, von 1982 mit dem English Chamber Orchestra unter David Willcocks.
Auch wenn es mittlerweile natürlich modernere Aufnahmen gibt - diese alten Einspielungen, mit zahlreichen herausragenden Solisten, haben durchaus ihren Charme. Und so freut man sich, dass EMI Classics diese Raritäten wieder aus seinen Archiven geholt hat und nun, sorgsam remastert, dem Musikfreund unter den Tannenbaum legt.
Ohne Zweifel das berühmteste davon ist Messiah, hier zu finden in einer Aufnahme aus dem Jahre 1966 mit den Ambrosian Singers und dem English Chamber Orchestra unter Charles Mackeras. Als Händel sein Bestreben, die italienische Oper in England zu etablieren, gescheitert sah, schuf er aus der traditionellen Masque und dem italienischen geistlichen Oratorium ein neues Genre - das er ebenfalls als Oratorium bezeichnete. Doch gesungen wird in engli- scher Sprache, die Handlung entstammt der Bibel, und der Text wird eher deklamiert, er ist nicht länger überwiegend Medium für hoch- virtuosen Gesang. Der Prototyp dafür, das Oratorium Saul aus dem Jahre 1739, war enorm erfolgreich. Dieses Werk ist ebenfalls in der vorliegenden Box enthalten, in einer Aufnahme von 1979/80 mit dem Choir of King's Colege, Cambridge und dem English Chamber Orchestra unter Philip Ledger.
Zum Fest der Heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Musik, führte die Musical Society of London seit 1683 alljährlich eine Ode auf. Auch Händel schrieb eine solche Cäcilienode - Alexander's Feast nach einem Text von John Dryden. Leider geriet das Libretto für eine abendfüllende Vorstellung etwas zu kurz, und deshalb kombinierte Händel das Werk mit anderen Stücken - 1751 beispielsweise mit der Kantate The Choice of Hercules. In dieser Kombination findet es sich auch in der CD-Box, gesungen vom Choir of King's College, Cambrid- ge, einmal in einer Aufnahme aus dem Jahre 1978 mit dem English Chamber Orchestra und einmal in einer Aufzeichnung von 1974 mit der Academy of St Martin in the Fields unter Philip Ledger.
Als Königlicher Hofkomponist hatte Händel zudem Zeremonialmusi- ken zu liefern - so komponierte er 1727 die Coronation Anthems für die Krönung Georgs II., hier eingespielt 1982 mit dem Choir of King's College, Cambridge und dem English Chamber Orchestra unter Philip Ledger. Für Siegesfeiern schuf er 1743 das Dettinger Te Deum , und 1747 das Oratorium Judas Maccabaeus. Sie sind in dieser CD-Box in Aufnahmen aus dem Jahre 1963 mit dem Süddeutschen Madrigalchor und dem Südwestdeutschen Kammerorchester unter Leitung von Wolfgang Gönnenwein bzw. aus dem Jahre 1959 mit dem Chor der
St. Hedwigs-Kathedrale Berlin und den Berliner Philharmonikern unter Karl Forster enthalten.
Als junger Musiker in Rom schrieb Händel, selbst Protestant, zudem katholische Kirchenmusik. So entstand für Kardinal Colonna der Psalm Dixit Dominus. Auch er wurde in diese Box mit aufgenommen, in einer Einspielung mit dem Choir of King's College, Cambridge, von 1982 mit dem English Chamber Orchestra unter David Willcocks.
Auch wenn es mittlerweile natürlich modernere Aufnahmen gibt - diese alten Einspielungen, mit zahlreichen herausragenden Solisten, haben durchaus ihren Charme. Und so freut man sich, dass EMI Classics diese Raritäten wieder aus seinen Archiven geholt hat und nun, sorgsam remastert, dem Musikfreund unter den Tannenbaum legt.
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