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Samstag, 16. November 2019

Händel: Concerti grossi op. 3 (Hänssler Classic)

„Der Fetisch ,Originalinstrument' hat ausgedient, nicht aber der profund gebildete Fachmann, der ein Orchester in die Tiefendimension der Kompositionen führt. Denn nicht das Instrument macht die Musik, sondern der Kopf!“ Reinhard Goebel ist ein Freund klarer Worte, und klarer Strukturen. Im Beiheft zu dieser CD gibt er einmal mehr eine fundierte Werkseinführung, und seine überlegene Repertoire-Kenntnis kommt natürlich dann auch der Einspielung zugute: Mit Händels Concerti grossi op. 3 beginnt bei Hänssler Classic eine Serie von Neuaufnahmen barocker Musik. Die Berliner Barock Solisten zeigen unter Leitung von Reinhard Goebel, dass auch scheinbar gut bekannte Werke durchaus noch neue Facetten offenbaren können. 

Freitag, 30. August 2019

Händel: Concerti grossi Op. 6 (Pentatone)

Die ersten sechs Concerti grossi op. 6 von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) hat die Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung ihres Konzertmeisters Bernhard Forck neu eingespielt. Diese zweite CD des renommierten Ensembles bei Pentatone ist zugleich der Auftakt zu einer Händel-Trilogie. Denn die zweite Hälfte der Concerti grossi op. 6 sowie die Concerti grossi op. 3 sollen nachfolgend die Reihe komplettieren. 
Darauf kann man sich freuen, denn schon die erste Aufnahme ist exquisit. Das 1982 gegründete Originalklang-Ensemble bietet nicht nur langjährige Erfahrung, sondern auch ein hinreißendes Zusammenspiel mit sagenhafter Präzision und einem fein ausbalancierten Orchesterklang. Von Routine keine Spur – die Einspielung klingt frisch, klar strukturiert, und begeistert durch viele kleine Details. Auch klangtechnisch ist diese CD erstklassig. Meine unbedingte Empfehlung! 

Mittwoch, 31. Mai 2017

Concerti Romani (Dynamic)

Rom war im 17. Jahrhundert eine
der wichtigsten Musikmetropolen Europas. Viele der italienischen Komponisten jener Zeit lebten und wirkten zumindest einige Zeit in der Ewigen Stadt. 

So ließ sich Arcangelo Corelli (1635 bis 1713) in den 1670er Jahren dort nieder; er erwarb sich rasch einen Ruf als ausgezeichneter Violinist und er- hielt so Zugang zu höchsten Kreisen. Er stand im Dienste dreier bedeuten- der Mäzene – Königin Christina von Schweden, Kardinal Benedetto Pamphilj und Kardinal Pietro Ottoboni. Über seine Schüler und mit den wenigen Werken, die er im Druck veröffentlicht hat, beeinflusste er das Musikleben in ganz Europa; Corelli war im gesamten 18. Jahrhundert der am meisten gedruckte Komponist überhaupt. 
Auf dieser CD spielt das Ensemble I Musici Werke seiner Nachfolger, die deutlich machen, wie sehr sein Vorbild imitiert wurde. Zu hören sind neben Corellis Concerto grosso op. 6 Nr. 4 das Concerto grosso op. 5 Nr. 7 seines Schülers Francesco Geminiani (1687 bis 1762), sowie Werke von Pietro Castrucci (1679 bis 1752), Giuseppe Valentini (1681 bis 1753) und Pietro Locatelli (1695 bis 1764). 

Mittwoch, 11. November 2015

Handel Collection (Brilliant Classics)

Eine umfangreiche Box mit Werken von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) ist jüngst bei Brilliant Classics erschienen: Die Händel Edition fasst auf immerhin 65 CD wichtige Kompositionen des weitgereisten Hallensers zusammen. Dabei sind nahezu alle Bereiche seines Schaffens exemplarisch vertreten – bis auf die Opern, die hier ausgespart sind. Von den Oratorien sind neben Messiah und La Resurrezione in dieser Box Jephtha, Israel in Egypt, Judas Maccabaeus, Samson, Theodora, Saul, Solomon und Semele enthalten. Darüber hinaus bietet die Box eine Auswahl an Kantaten und Duetten, Oden, Te Deums und Anthems, zahlreiche Orchesterwerke und Konzerte, die vollständige Kammermusik und sämtliche Stücke für Tasteninstru- mente. 
Zu hören sind beispielsweise die Feuerwerks- und die Wassermusik, die Cembalo-Suiten, die Concerti grossi und die Orgelkonzerte, das Dettinger Te Deum, das Utrechter Te Deum, die Ode for St. Cecilia’s Day, Alexan- der’s Feast und die Krönungshymnen. Doch auch selten aufgeführte frühe deutsche Arien und italienische Kantaten sind in der Box zu finden. 
Die Liste der mitwirkenden Sänger und Instrumentalisten ist lang und illuster. Neben großen Namen, wie Arleen Auger, Alfred Deller oder Susanne Rydén und bekannten Ensembles wie Concerto Köln, Stuttgarter Kammerorchester, Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig, RIAS-Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin oder English Chamber Orchestra sind auch von der Kritik hochgelobte Newcomer wie Erik Bosgraaf, Roberto Loreggian, Massimo Gabba, das Ensemble Contrasto Armonico unter Marco Vitale und das Ensemble Harmonices Mundi unter Claudio Astronio zu hören. Ein Großteil der Aufnahmen der Edition entstand vollständig digital, die älteren Einspielungen wurden durch ein Remastering klanglich aufgewertet. Und selbst wer schon eine ganze Reihe von Aufnahmen der Händelschen Werke sein eigen nennt, der wird in dieser Schatztruhe noch Überraschendes finden. 

Donnerstag, 5. November 2015

Avison: Concerti grossi after Scarlatti (Berlin Classics)

Er lebe, so befand Charles Avison (1709 bis 1770) in seinem Essay on Musical Expression, in einer Zeit, in der „a disproportionate fame hath been the lot of some very indifferent composers“; Schuld daran sei the „false taste of those who hear“, also der gänzliche Mangel an Geschmack bei denen, die Zuhörer sind. Vivaldi und Locatelli verortet Avison in der „first and lowest class“; Hasse und Porpora findet er nicht sehr viel besser, und auch Händel gehört nicht unbedingt zu seinen Favoriten. Gelungen seien hingegen die Werke von Francesco Gemiani – Avisons Lehrer – sowie Domenico Scarlatti (1685 bis 1757), denn „the invention of his subjects or airs and the beautiful chain of modulation in all these pieces are peculiarly his own“, so Avison. „The finest passages are greatly disguised with capricious divisions, yet, upon the whole, are original and masterly.“ 
Und weil das Concerto grosso gerade groß in Mode war, setzte sich Avison, der als Organist in seiner Vaterstadt Newcastle-upon-Tyne wirkte, hin, und kompilierte aus Werken Scarlattis, insbesondere den Essercizii per Gravicembalo, zwölf Stück davon. Das Ensemble Concerto Köln, das in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen feiert, hat sechs dieser Werke nun mit gewohnter Brillanz bei Berlin Classics eingespielt. Und wer sich dafür interessiert, wie Avison bei seiner Bearbeitung vorgegangen ist, der kann sich einen Satz auch im Original anhören und dann vergleichen. 

Sonntag, 6. April 2014

Corelli: The complete Concerti grossi (Zig-Zag Territoires)

Die Concerti grossi op. 6 von Arcangelo Corelli (1653 bis 1713) sind derart bekannt, dass sie wohl jeder Musikfreund mitpfeifen kann. Dennoch haben sich Amandine Beyer und ihr Ensemble Gli Incogniti dafür entschieden, den großen Komponisten zu seinem 300. Todestag durch eine Einspie- lung dieser Werke zu ehren. 
Das ist den Musikern bestens ge- lungen – die Aufnahmen sind fein austariert, dabei aber schwung- voll, musikantisch und hinreißend elegant. An dieser Doppel-CD werden sich ohne Zweifel in Zukunft alle anderen Interpretationen messen lassen müssen. Bravi! 

Mittwoch, 26. März 2014

Händel: Water Music, Concerto grosso op. 6,11 (MDG)

Als Georg Friedrich Händel den Auftrag erhielt, die Wassermusik zu komponieren, muss ihm dies wie ein Geschenk des Himmels erschienen sein. Denn soeben war er mit seiner Opern-Gesellschaft am Haymarket-Theater geschei- tert. Es war zugleich der erste Auftrag Georgs I. Der König freilich wusste, was er an dem Musiker hatte, denn Händel war bereits sein Kapellmeister gewesen, als er noch Kurfürst Georg Ludwig zu Hanno- ver war. 
Nachdem er 1714 den englichen Thron bestiegen hatte, lebte Georg I. eher bescheiden. Höfischer Glanz und Prunk waren seine Sache nicht. Als der King am 17. Juni 1717 das Schiff bestieg, um jene sagenhafte Bootspartie auf der Themse zu starten, die in die Musikgeschichte eingehen sollte, war dies möglicherweise seine Antwort auf die auf- wendige Hofhaltung seines Ältesten, des Prince of Wales. 
Händels Musik für diese prachtvolle Ausfahrt hat die Zeiten über- dauert. Sie gehört noch heute zu den absoluten Publikumsfavoriten, und wurde nun nebst dem Concerto grosso op. 6,11 HWV 329 durch die Hannoversche Hofkapelle bei Dabringhaus und Grimm einge- spielt. Dieses Ensemble begeistert sowohl durch Expertise in der historischen Aufführungspraxis als auch durch seine hinreißende Musizierlust. Mit dieser CD gibt es nun endlich sein Debüt im Bereich der Instrumentalmusik. 
Die Frage, in welcher Folge die einzelnen Tanzsätze aufzuführen seien, haben die Musiker pragmatisch entschieden – zugunsten der klang- lichen Abwechslung. Händel selbst schätzte Überraschungseffekte, und hat sie in seinen Werken gern eingesetzt. So hatte der Komponist seinerzeit eigens für die Wassermusik zwei Jagdhörner aus Deutsch- land importiert. Diese Instrumente, die gleich für zwei Leidenschaften des Adels standen, die Jagd und die musikalische Repräsentation, waren auf dem Kontinent bald sehr beliebt, in England aber damals noch unüblich. 

Samstag, 25. Januar 2014

Corellimania (Accent)

Der Entstehung des Konzerts am Ausgang des Barockzeitalters spürt das Ensemble Harmonie Univer- selle auf dieser CD nach. Die Kindertage der Gattung waren durchaus spannend. So zeigen die Musiker anhand von Veröffent- lichungen des Amsterdamer Notenverlegers Estienne Roger, mit welcher Begeisterung die Werke Arcangelo Corellis (1653 bis 1713) nördlich der Alpen aufge- nommen worden sind. 
So kam in Großbritannien eine regelrechte Corelli-Manie auf; etliche Musiker, wie beispielsweise Francesco Gemiani (1687 bis 1762), orientierten sich daher an diesem Vorbild, und hatten damit großen Erfolg. Florian Deuter, Mónica Waisman und Harmonie Universelle präsentieren auf dieser CD einige solcher Konzerte. Sie haben zudem für drei Concerti grossi aus Corellis op. 6 das Experiment gewagt, Partien für Trompeten und Posaune zu rekonstruieren. Diese Besetzung ist durch zeitgenössische Aufführungsberichte belegt, und sie erweist sich hier als durchaus passend. Musiziert wird gekonnt und überlegt; diese CD ist wirklich rundum gelungen. 

Montag, 27. August 2012

Händel: Concerti Grossi op. 3 (cpo)

Concerto Copenhagen hat sich, seit seinen ersten Konzerten 1991, durch sein Engagement für die historische Aufführungspraxis weit über die Grenzen seiner Heimat Dänemark hinaus einen Namen gemacht. Seit 1999 wird das Ensemble von Lars Ulrik Mortensen geleitet. Er ist auf dieser CD zudem am Cembalo sowie an der Orgel zu hören. 
Aufnahmen der Concerti grossi
op. 3 von Georg Friedrich Händel gibt es bereits, und die Auswahl ist nicht eben gering. Was aber diese CD von all ihren Vorgängern unterscheidet, das ist die Eleganz, mit der hier musiziert wird. Das Concerto Copenhagen interpretiert Händels Werke frisch und geschmeidig. Diese Aufnahme wirkt sehr lebendig, und klingt wirklich bezaubernd. Unbedingt anhören! 

Donnerstag, 5. Januar 2012

Muffat: Propitia Sydera - Concerti grossi (Stradivarius)

Georg Muffat (1653 bis 1704) war ein Schüler von Jean-Baptiste Lully. Er studierte in Ingolstadt Jura, und ging dann auf die Suche nach einer Anstellung. Muffat fand sie schließlich 1678 in Salzburg, als Domorganist und Kammerdiener bei Erzbischof Max Gandolph Graf von Kuenburg. 
Sein Dienstherr scheint den Musi- ker geschätzt zu haben, denn er finanzierte ihm einen längeren Aufenthalt in Italien, wo Muffat bei Bernardo Pasquini, einem der besten Organisten und Cembalisten der damaligen Zeit, "die Welsche Manier auf dem Clavier erlernet". In Rom lernte Muffat unter ande- rem Arcangelo Corelli kennen, der ihn sehr beeindruckte und sein Werk prägte. 
1690 ging Muffat nach Passau an den Hof des Kardinals Fürstbischof Johann Philipp von Lamberg, wo er bis an sein Lebensende als Hof- kapellmeister und Pagenoberhofmeister wirkte. Muffat war ein Mittler zwischen der italienischen und der französischen Musiktradition. Dabei bewies er viel Stilgefühl, wie diese CD beweist: Das Ensemble La Concordanza, das von Irene De Ruvo am Cembalo geleitet wird, hat für Stradivarius einige seiner Werke im italienischen Stil eingespielt. Dabei handelt es sich um vier Concerti grossi und eine Sonata a violino solo - ein Solitär im Werk des Komponisten; vielleicht hat er das Werk für den berühmten Violinvirtuosen Heinrich Ignaz Franz Biber geschrieben, der ebenfalls am Hof in Salzburg wirkte. Stefano Rossi, der erste Geiger von La Concordanza, trägt das Werk hier vor. 
Die Werke Muffats verbinden italienische Leichtigkeit mit französi- scher Eleganz (und gelegentlich, vor allem im Orgelwerk, auch deut- scher Formstrenge). Diese Aufnahme macht uns auf wundervolle Musik aufmerksam, die bislang auch unerklärlichen Gründen nicht die Beachtung gefunden hat, die sie verdient. La Concordanza überzeugt mit einer Interpretation voll Charme und Delikatesse. Bravi! 

Dienstag, 6. Dezember 2011

Barsanti: 6 Concerti Grossi (Dynamic)

Francesco Barsanti (1690 bis 1772) stammte aus Lucca. Wie viele seiner damaligen Musiker- kollegen, ging er ins Ausland: 1714 reiste er gemeinsam mit Francesco Gemiani nach London, und wirkte dann dort an der italienischen Oper als Flötist und Oboist. 
1724 veröffentlichte Barsanti seine ersten Kompositionen, Sonaten für Flöte/Violine und Basso continuo, was ihm einige Aufmerksamkeit und eine Anstellung in Edinburgh einbrachte. Dort schuf er unter anderem seine Concerti grossi op. 3 (1742), seine Ouvertüren op. 4 (1743) und eine Sammlung alter schottischer Volkslieder für Flöte und Basso continuo (1742), die bis heute als eine erstklassige Quelle dieser Melodien gilt. 
1743 kehrte Barsanti nach London zurück. Dort hatte er offenbar unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen zu leiden. Dennoch komponierte er fleißig weiter, unter anderem die Six Concerti Grossi from Giovanni Battista Sammartini's Sonate notturne op. 6, die das Label Dynamic auf dieser CD vorlegt.
Sie wurden 1757 erstmals veröffentlicht, und bedienten den Geschmack des britischen Publikums, das populäre Melodien gern in diversen Varianten und auf den verschiedensten Instrumenten hören wollte. Auch wir können uns heute daran erfreuen, zumal das Ensemble Banchetto Musicale - Il Piacere diese hübsche Musik hier temperamentvoll auf Originalinstrumenten eingespielt hat. 

Freitag, 11. November 2011

Vivaldi: Concerti grossi - Philharmonische Geigen Berlin (MDG)

Geige pur, allerdings im Zusam- menspiel mit dem Cembalo, bietet diese CD des audiophilen Labels Dabringhaus und Grimm. Das Ensemble Philharmonische Geigen Berlin, gegründet 1993 von Laurentius Dinca, soll die Geigen- gruppe der Berliner Philharmoni- ker sicht- und hörbar machen. Das Projekt erinnert an die legendären Zwölf Cellisten - allerdings hätte man sich gewünscht, dass das Repertoire auch dieses Niveau erreicht.
Die zehn Geiger haben einige von Vivaldis populären Concerti grossi für dieses Programm ausgewählt; arrangiert hat diese Werke Gerhard Tittel. Natürlich hatte das Original bis zu vier Violinstimmen - aber sie erklangen zusammen mit Bratschen, Cello und Cembalo. Das Cembalo allein vermag jedoch die tiefen Register klanglich nicht zu füllen, so dass die Musik wirkt, als hätte man Monteverdi-Madrigale aus- schließlich für Soprane arrangiert. Die könnten noch so göttlich singen - das Ergebnis bliebe trotzdem unbefriedigend. 

Freitag, 1. Januar 2010

Handel: Twelve Concerti grossi, op. 6 (L'Oiseau-Lyre)


Ein Nachtrag zum Jubiläumsjahr: Diese Aufnahme präsentiert einen ungewohnten Händel, gespielt mit italienischem Temperament. Das liegt eigentlich nahe; immerhin war der Komponist seinerzeit, zur Ausbildung, geraume Zeit in Italien. In Venedig, Florenz und Rom lernte er zahlreiche Musiker und ihre Werke kennen - unter anderem Corelli, den "Vater" des klassischen Concerto grosso.
Händels Reise nach Italien hat sein Werk und seinen Stil nachhaltig geprägt. So veröffentlichte Händel 1739 ebenfalls zwölf Concerti grossi, um sie - unübersehbar ein kollegialer Gruß - 25 Jahre nach jenen des musikalischen Vorbildes erscheinen zu lassen. Händels Concerti grossi aber sind zugleich weltläufig; das bereitet den Musikern des Ensembles Il Giardino Armonico hörbar Vergnügen. Denn sie springen mit Lust zwischen der steifen höfischen französischen Ouvertüre und der eher schlüpfrigen englischen Hornpipe, sie lassen zur Polonaise aufmarschieren und das Menuett geziert schreiten. Diese Neigung zur Dramatik und zur theatralischen Klangsprache bekommt Händel überraschend gut; seine Musik wirkt frisch und lebendig, derart vom traditionellen Pomp bereinigt. Aus diesem Grunde sei die CD nicht nur Anhängern der historischen Aufführungspraxis empfohlen.