"Il faut que j'avoüe que la pre- mière fois que j'oüis sonner de la sacqueboute, j'admirai presque autant l'addresse de cellui qui s'en servoit que l'artifice de cellui qui l'a inventée; j'acoit que sans diffi- culté l'inventeur mérite beaucoup plus de loüange", schrieb Pierre Trichet 1640 in seinem Traité des instruments de musique. Die Zug- vorrichtung gab dem Instrument, zumindest im Französischen, Spanischen und Englischen, mögli- cherweise seinen Namen. Denn wer die Posaune spielt, der muss in der Tat nicht nur blasen, sondern auch ziehen und drücken - sac- quer und bouter, im Landsknechtjargon.
Im 16. Jahrhundert eroberte das Blasinstrument ganz Europa. Die Posaune erklang in der Kirche ebenso wie im Theater, im Ballsaal ebenso wie im Militärorchester. In Venedig erklang sie gemeinsam mit dem Zink in den Werken von Giovanni Gabrieli, Claudio Monte- verdi oder Heinrich Schütz. Welche Virtuosität die Posaunisten zu Beginn des 17. Jahrhunderts erreichten, davon berichtet diese CD, die einige extrem anspruchsvolle Werke aus jener Zeit mit Stücken kombiniert, die die typischen Klangfarben der Posaune alter Mensur und der Krummzinken besonders gut zur Geltung bringen.
Das Ensemble Les Sacqueboutiers aus Toulouse musiziert gemeinsam mit Michel Becquet, einem renommierten Posaunisten und Sacque- boutier, der nach vielen Berufsjahren als Soloposaunist heute die Abteilung Blechblasinstrumente am Conservatoire National Supé- rieur de Musique in Lyon leitet. Eine wunderschöne CD, die allen Freunden historischer Bläserklänge wärmstens empfohlen wird.
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Freitag, 11. Mai 2012
Donnerstag, 26. Januar 2012
Bach: Sei Suonate à Violino solo & Cembalo concertato (Flora)
Diese Aufnahme stellt die Sonaten für Violine und Cembalo
BWV 1014 - 1019 sowie die Sonate in G-Dur für Violine und Basso continuo BWV 1021 von Johann Sebastian Bach derart unspektaku- lär und uneitel vor, dass dies schon wieder spektakulär wirkt.
Francois Fernandez musiziert auf einer Violine von Andrea Guarneri aus dem Jahre 1670, Benjamin Alard auf einem Cembalo von Anthony Sidey nach einem Instru- ment aus der Silbermann-Schule. Im Continuo lässt sich zudem Philippe Pierlot auf einer Viola da gamba von Thomas Allred aus dem Jahre 1625 hören. Eine sehr harmonische Einspielung, klangschön und so "rund", dass man sich trotz der zeitgenössischen Instrumente an romantische Aufführungstraditionen erinnert glaubt. So schließt sich also der Kreis - und in diesem Falle ist dieses Urteil tatsächlich ein Kompliment. Ausnahmsweise.
BWV 1014 - 1019 sowie die Sonate in G-Dur für Violine und Basso continuo BWV 1021 von Johann Sebastian Bach derart unspektaku- lär und uneitel vor, dass dies schon wieder spektakulär wirkt.
Francois Fernandez musiziert auf einer Violine von Andrea Guarneri aus dem Jahre 1670, Benjamin Alard auf einem Cembalo von Anthony Sidey nach einem Instru- ment aus der Silbermann-Schule. Im Continuo lässt sich zudem Philippe Pierlot auf einer Viola da gamba von Thomas Allred aus dem Jahre 1625 hören. Eine sehr harmonische Einspielung, klangschön und so "rund", dass man sich trotz der zeitgenössischen Instrumente an romantische Aufführungstraditionen erinnert glaubt. So schließt sich also der Kreis - und in diesem Falle ist dieses Urteil tatsächlich ein Kompliment. Ausnahmsweise.
Sonntag, 13. November 2011
Amarante (Flora)
Diese CD präsentiert höfische Musik aus dem Frankreich des
16. Jahrhunderts. Die Werke von Jean-Baptiste Bésard, Nicolas Vallet, Constantin Huygens, Nicolas Hotman, Francois Richard, Michel Lambert und anderen Komponisten werden von Sängerin Céline Scheen sowie Eduardo Egüez, Laute und Theorbe, und Philippe Pierlot, Viola da gamba, stilgerecht vorgestellt. Das schön gestaltete Beiheft geht mit Informationen leider sehr sparsam um, doch die Aufnahme ist durchaus gelungen - und sehr französisch.
16. Jahrhunderts. Die Werke von Jean-Baptiste Bésard, Nicolas Vallet, Constantin Huygens, Nicolas Hotman, Francois Richard, Michel Lambert und anderen Komponisten werden von Sängerin Céline Scheen sowie Eduardo Egüez, Laute und Theorbe, und Philippe Pierlot, Viola da gamba, stilgerecht vorgestellt. Das schön gestaltete Beiheft geht mit Informationen leider sehr sparsam um, doch die Aufnahme ist durchaus gelungen - und sehr französisch.
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