Als kaiserlicher Hofkapellmeister hatte Johann Joseph Fux (1660 bis 1741) nicht nur seine Musiker zu leiten. Zu seinen Aufgaben gehörte es darüber hinaus, Werke für höfische Zeremonien zu komponieren. Und so finden sich in seinem Schaffen neben Opern und Festmusiken, die beispielsweise bei Hochzeiten, Krönungen oder zu Geburtstagen vor großem Publikum aufgeführt wurden, auch Kammermusik, die in den privaten Gemächern der kaiserlichen Familie erklungen ist, sowie zahlreiche geistliche Werke, wie Messen, Vespern, Psalmvertonungen, Oratorien oder Kantaten.
Die enge Verbindung von Kirche und Staat gehörte zu den Grundfesten des Habsburgerreiches; der Kaiser selbst betrachtete Religiosität als oberste Herrschertugend und stellte seine Frömmigkeit demonstrativ zur Schau. Im Gottesdienst verschmolzen kirchliches und fürstliches Zeremoniell – und Karl VI. war ein großer Verehrer der Gottesmutter Maria, was auch im Schaffen seines Hofkapellmeisters Fux sichtbar wird. Auf dieser CD stellt das Ensemble Accentus Austria, geleitet von Thomas Wimmer, Mariengesänge und Gradualsonaten des Komponisten vor. Das Programm ist ebenso erlesen wie das Spiel der Musiker. Und auch wenn beispielsweise der Text des Ave Regina gleich vierfach erklingt – Fux' Vertonungen sind ausgesprochen unterschiedlich und facettenreich. Hana Blažíková singt zudem großartig.
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Dienstag, 3. Oktober 2017
Sonntag, 31. August 2014
Humperdinck: Hänsel und Gretel (MDG)
Am Großherzoglichen Hof-Theater in Weimar erlebte 1893 in der Weihnachtszeit , unter der musika- lischen Leitung von Richard Strauss, eine Oper ihre Premiere, die bis heute alljährlich auf dem Spielplan vieler Ensembles steht: Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, nach einem Text seiner Schwester Adelheid Wette (die für das Libretto die Geschich- te, frei nach den Gebrüdern Grimm, ein wenig geglättet und festkompatibel bearbeitet hat). Im September 2013 hat Dabringhaus und Grimm das Märchenspiel am historischen Ort aufgenommen. Zu hören sind Solisten und Opern- chor des Deutschen Nationaltheaters Weimar sowie der Kinder- und Jugendchor schola cantorum weimar und die Staatskapelle Weimar, dirigiert von Martin Hoff. Alexander Günther ist eine grandiose Hexe, ansonsten ist das Niveau gutes Stadttheater.
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