Wie klingt Weihnachten, rings um den Erdball? Der MDR Rundfunk- chor vereint Sängerinnen und Sänger aus zehn Ländern – und ist somit das perfekte Ensemble, um die Vielfalt an Traditionen zu erkunden, die weltweit mit dem Fest verbunden sind. Auf dieser CD lädt der MDR Rundfunkchor nun bereits zum zweiten Male dazu ein, Schätze aus vielen Regionen zu entdecken.
27 Weihnachtslieder haben die Profis aus Leipzig unter Leitung von Philipp Ahmann eingespielt. Darunter sind Klassiker, wie Macht hoch die Tür, allerdings in einem modernen Satz von Graham Buckland, Ich steh an deiner Krippen hier in dem bekannten Choralsatz von Johann Sebastian Bach aus dem Weihnachtsoratorium, oder Es kommt ein Schiff geladen in einem Chorsatz von Max Reger. Es erklingen aber auch Lieder aus Russland, Frankreich, England, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark, Italien, Armenien, Venezuela, von den Bermudas, aus den USA, Japan und sogar, in Ersteinspielung, ein Lied aus Korea, das extra für diese CD entstanden ist.
Im Beiheft berichten Chorsänger, was sie an den einzelnen Liedern begeistert. Und auch der Zuhörer wird begeistert sein, denn die Leipziger musizieren auf höchstem Niveau. Mit dieser CD bestätigt der MDR Rundfunkchor einmal mehr seinen hohen Rang als eines der besten professionellen Ensembles Europas.
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Dienstag, 5. Dezember 2017
Dienstag, 25. April 2017
Glaubensbekenntnisse (Genuin)
Die erste CD des MDR Rundfunk- chores unter seinem neuen künstle- rischen Leiter Risto Joost ist russischer geistlicher Musik gewidmet. Für einen estnischen Dirigenten ist das ein ebenso ungewöhnliches Repertoire wie für die in Leipzig ansässige Sängerschar, die in ihrer Mehrheit ganz sicher nicht dem russisch-orthodoxen Glaubenskreis zugehörig sein dürfte.
Dort hat der Gesang eine bedeutende Tradition, denn im orthodoxen Gottesdienst werden keine von Menschenhand erbauten Instrumente genutzt. Nur die Stimme, als ein Teil von Gottes Schöpfung, darf dort erklingen. Und so sind im Laufe der Jahrhunderte im Osten großartige Chorwerke entstanden, von denen der Westen so gut wie nichts weiß. Nur selten berühren sich diese doch sehr unterschiedlichen kirchenmusika- lischen Welten.
„Lang habe ich nicht eine solch liebliche Harmonie gehört“, schwärmte einst ein Zeitgenosse: „So zarte Stimmen! Solch eine Musik! Solch einen Ausdruck auf allen Gesichtern!“ Diese Begeisterung galt der Musik von Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski (1751 bis 1825). Er kam schon als Siebenjähriger nach St. Petersburg, wo er Mitglied der Hofsängerkapelle wurde. Ausgebildet wurde der talentierte Knabe vor allem von Hofkapell- meister Baldassare Galuppi, und als dieser nach Venedig zurückkehrte, durfte sein Zögling ihn begleiten. Zehn Jahre lernte und wirkte Bortnjanski in Italien, bis er 1779 zurückgerufen wurde.
Zunächst war er als Cembalist bei Hofe tätig; 1784 wurde er dann Kapell- meister des Thronfolgers, für den er unter anderem Opern komponierte. Nachdem sein Dienstherr als Zar Pawel I. die Herrschaft übernommen hatte, wurde Bortnjanski schließlich Leiter der Hofsängerkapelle, die er auf ein legendäres Niveau brachte. Für dieses Ensemble schuf er zahlreiche liturgische A-cappella-Chorwerke.
Der Kirchengesang am Zarenhof beeindruckte den preußischen König Friedrich Wilhelm III. derart, dass er Musik für den Gottesdienst nach dem Vorbild Bortnjanskis vertonen ließ. Werke des russischen Komponisten gehörten zudem zum Repertoire sowohl des Berliner Staats- und Dom- chores wie auch etlicher deutscher Kirchenchöre und Gesangsvereine. So prägte Bortnjanski die evangelische Kirchenmusik jener Zeit wesentlich mit – umso erstaunlicher ist es, dass er heute im Westen weitgehend vergessen ist.
Auf dieser CD sind der Cherubinische Lobgesang Nr. 7 sowie zwei seiner Konzerte zu hören. Diese ausdrucksstarken Werke basieren auf Psalmversen, und verknüpfen den östlichen Chorklang mit westlichen Elementen. Der MDR Rundfunkchor singt Bortnjanskis Musik mit der gewohnten Professionalität. Allerdings ist das Klangbild insgesamt stark durch die Oberstimmen dominiert; die Mittelstimmen wünscht man sich präsenter und die Bässe dominanter. Einen russischen Chor zu imitieren, das wird einem westlichen Ensemble ohnehin nicht gelingen.
Alfred Schnittke (1934 bis 1998) verbrachte einen großen Teil seines Lebens in der Sowjetunion. Sein Vater, ein jüdischer Journalist aus Frankfurt/Main, der 1926 dorthin floh, und seine Mutter, eine Wolga- deutsche, die als Lehrerin arbeitete, waren Kommunisten, so dass Schnittke zur Kirche zunächst keine Beziehung hatte.
Schnittke absolvierte seine musikalische Ausbildung in Wien und am Moskauer Konservatorium. Dort unterrichtete er auch selbst, bevor er sich dann ab 1973 aufs Komponieren konzentrierte. In den 70er Jahren begann auch seine Auseinandersetzung mit dem Glauben; Kirchenmusik hat Schnittke aber nur sehr wenig geschrieben. Grundlage seines Concerto für Chor, das auf dieser CD erklingt, ist das Buch der traurigen Lieder des armenischen Mystikers Gregor von Narek aus dem 10. Jahrhundert – ein großer Text, voll Tiefe und Weisheit. Schnittke lässt seine Vertonung zwischen Meditation und dramatischen Ausbrüchen oszillieren. Musika- lisch ist das äußerst spannend, und sängerisch ist das ohne Zweifel eine enorme Herausforderung, die der MDR Rundfunkchor aber ohne Abstriche hervorragend bewältigt. Das ist große Chorkunst.
Dort hat der Gesang eine bedeutende Tradition, denn im orthodoxen Gottesdienst werden keine von Menschenhand erbauten Instrumente genutzt. Nur die Stimme, als ein Teil von Gottes Schöpfung, darf dort erklingen. Und so sind im Laufe der Jahrhunderte im Osten großartige Chorwerke entstanden, von denen der Westen so gut wie nichts weiß. Nur selten berühren sich diese doch sehr unterschiedlichen kirchenmusika- lischen Welten.
„Lang habe ich nicht eine solch liebliche Harmonie gehört“, schwärmte einst ein Zeitgenosse: „So zarte Stimmen! Solch eine Musik! Solch einen Ausdruck auf allen Gesichtern!“ Diese Begeisterung galt der Musik von Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski (1751 bis 1825). Er kam schon als Siebenjähriger nach St. Petersburg, wo er Mitglied der Hofsängerkapelle wurde. Ausgebildet wurde der talentierte Knabe vor allem von Hofkapell- meister Baldassare Galuppi, und als dieser nach Venedig zurückkehrte, durfte sein Zögling ihn begleiten. Zehn Jahre lernte und wirkte Bortnjanski in Italien, bis er 1779 zurückgerufen wurde.
Zunächst war er als Cembalist bei Hofe tätig; 1784 wurde er dann Kapell- meister des Thronfolgers, für den er unter anderem Opern komponierte. Nachdem sein Dienstherr als Zar Pawel I. die Herrschaft übernommen hatte, wurde Bortnjanski schließlich Leiter der Hofsängerkapelle, die er auf ein legendäres Niveau brachte. Für dieses Ensemble schuf er zahlreiche liturgische A-cappella-Chorwerke.
Der Kirchengesang am Zarenhof beeindruckte den preußischen König Friedrich Wilhelm III. derart, dass er Musik für den Gottesdienst nach dem Vorbild Bortnjanskis vertonen ließ. Werke des russischen Komponisten gehörten zudem zum Repertoire sowohl des Berliner Staats- und Dom- chores wie auch etlicher deutscher Kirchenchöre und Gesangsvereine. So prägte Bortnjanski die evangelische Kirchenmusik jener Zeit wesentlich mit – umso erstaunlicher ist es, dass er heute im Westen weitgehend vergessen ist.
Auf dieser CD sind der Cherubinische Lobgesang Nr. 7 sowie zwei seiner Konzerte zu hören. Diese ausdrucksstarken Werke basieren auf Psalmversen, und verknüpfen den östlichen Chorklang mit westlichen Elementen. Der MDR Rundfunkchor singt Bortnjanskis Musik mit der gewohnten Professionalität. Allerdings ist das Klangbild insgesamt stark durch die Oberstimmen dominiert; die Mittelstimmen wünscht man sich präsenter und die Bässe dominanter. Einen russischen Chor zu imitieren, das wird einem westlichen Ensemble ohnehin nicht gelingen.
Alfred Schnittke (1934 bis 1998) verbrachte einen großen Teil seines Lebens in der Sowjetunion. Sein Vater, ein jüdischer Journalist aus Frankfurt/Main, der 1926 dorthin floh, und seine Mutter, eine Wolga- deutsche, die als Lehrerin arbeitete, waren Kommunisten, so dass Schnittke zur Kirche zunächst keine Beziehung hatte.
Schnittke absolvierte seine musikalische Ausbildung in Wien und am Moskauer Konservatorium. Dort unterrichtete er auch selbst, bevor er sich dann ab 1973 aufs Komponieren konzentrierte. In den 70er Jahren begann auch seine Auseinandersetzung mit dem Glauben; Kirchenmusik hat Schnittke aber nur sehr wenig geschrieben. Grundlage seines Concerto für Chor, das auf dieser CD erklingt, ist das Buch der traurigen Lieder des armenischen Mystikers Gregor von Narek aus dem 10. Jahrhundert – ein großer Text, voll Tiefe und Weisheit. Schnittke lässt seine Vertonung zwischen Meditation und dramatischen Ausbrüchen oszillieren. Musika- lisch ist das äußerst spannend, und sängerisch ist das ohne Zweifel eine enorme Herausforderung, die der MDR Rundfunkchor aber ohne Abstriche hervorragend bewältigt. Das ist große Chorkunst.
Sonntag, 4. Dezember 2016
Musikalisches Forellenmenü (Genuin)
Vorweihnachtliches Spezialmenü mit dem Consortium Vocale Leipzig: Das Ensemble, das aus Mitgliedern des MDR-Rundfunkchors besteht, serviert unter Chefkoch Michael Gläser Variationen von der Forelle – auf den Punkt gegart und sorgsam abgeschmeckt. Auf der Speisekarte steht Schuberts Forelle; die Varianten haben sich Franz Schöggl (1930 bis 1982), der eine sehr österreichische Speisenfolge angerichtet hat, und Wolfram Langner (*1956) ausge- dacht, der auch mitteldeutsche Einflüsse mit einbringt. Seine Neue Launige Forelle, die ebenso wie das Vorbild von Schöggl auf dieser CD in Weltersteinspielung zu hören ist, umfasst unter anderem eine Reforma- tionsforelle, eine Bachforelle, eine Weihnachtsforelle, eine Träumerische Forelle frei nach Schumann, eine Böhmische Knödelforelle, sowie Forella moderna – offenbar ein Rezept aus der Molekularküche – und Forelle blau, selbsterklärend.
In Schöggls Zyklus finden sich zum Beispiel Eine kleine Nachtforelle, frei nach Mozart, neben dem Freifisch nach Weber, dem Fischerchor à la Wagner, der Gebirgsforelle am späten Abend (sehr hörenswert!) oder dem Fischfang mit Lis(z)t. Musikalische Mimikry vom Allerfeinsten; Freunde der klassischen Musik werden vermutlich schmunzeln, auch wenn ganz sicher hier nicht jeder Ton bierernst gemeint ist.
Damit aber der Klamauk nicht überhand nehme, umrahmen die beiden Launigen Forellen Schuberts Originale. Zu hören sind also auch der vierte Satz aus dem Forellenquintett, einmal in der Originalversion und einmal in einer Bearbeitung für Klavier zu vier Händen, gespielt von Heidrun Clemen und Heiko Reintzsch. Und zentral in der Mitte, zu betrachten wahlweise als Dreh- und Angelpunkt oder aber als Symmetrieachse, erklingt Schuberts Lied Die Forelle, gesungen von Ulrike Fulde, mit Heiko Reintzsch am Klavier. Na dann – wohl bekomm's!
In Schöggls Zyklus finden sich zum Beispiel Eine kleine Nachtforelle, frei nach Mozart, neben dem Freifisch nach Weber, dem Fischerchor à la Wagner, der Gebirgsforelle am späten Abend (sehr hörenswert!) oder dem Fischfang mit Lis(z)t. Musikalische Mimikry vom Allerfeinsten; Freunde der klassischen Musik werden vermutlich schmunzeln, auch wenn ganz sicher hier nicht jeder Ton bierernst gemeint ist.
Damit aber der Klamauk nicht überhand nehme, umrahmen die beiden Launigen Forellen Schuberts Originale. Zu hören sind also auch der vierte Satz aus dem Forellenquintett, einmal in der Originalversion und einmal in einer Bearbeitung für Klavier zu vier Händen, gespielt von Heidrun Clemen und Heiko Reintzsch. Und zentral in der Mitte, zu betrachten wahlweise als Dreh- und Angelpunkt oder aber als Symmetrieachse, erklingt Schuberts Lied Die Forelle, gesungen von Ulrike Fulde, mit Heiko Reintzsch am Klavier. Na dann – wohl bekomm's!
Montag, 23. November 2015
Strålande Jul - Strahlende Weihnacht (Genuin)
Der MDR Rundfunkchor, geleitet von seinem Ersten Gastdirigenten Philipp Ahmann, hat bei Genuin eine CD mit Weihnachtsliedern veröffentlicht. Die Mitglieder des Chores haben dafür Lieder aus ihrer Heimat ausgewählt. Das bringt reichlich Abwechslung, denn das renommierte Ensemble be- steht aus 73 Sängerinnen und Sän- gern verschiedenster Nationalitäten – und so enthält diese Einspielung neben bekannten deutschen Liedern wie Machet die Tore weit oder Vom Himmel hoch Weihnachtslieder aus der ganzen Welt. Gesungen wird durchweg a cappella; die unterschiedlichen Weihnachtsbräuche und Traditionen werden auch in der Musik hörbar. So ist El cant des ocells zu hören; mit diesem katalanischen Weihnachtslied beendete der berühmte Cellist Pau Casals im Exil alle seine Konzerte. Es wurde dadurch zur heim- lichen katalanischen Hymne. Außerdem erklingen Stücke aus Schweden und Dänemark, Frankreich, Ungarn, Italien, Brasilien, Griechenland, der Ukraine, Polen, England, und den USA.
Dienstag, 5. April 2011
Mendelssohn: Elias (Naxos)
Felix Mendelssohn Bartholdy, hochdramatisch: Das Wort Orato- rium ist für Elias zu schwach. Dieses Werk, ein regelrechtes Bibliodrama, schuf Mendelssohn nach einer Textkompilation aus dem Buch der Könige, geschrieben von seinem Freund Julius Schub- ring, Pastor in Dessau.
Der Komponist war von den Orga- nisatoren des Festivals gebeten worden, bei den Festspielen 1846 in Birmingham die künstlerische Leitung zu übernehmen - und dort ein neues Werk vorzustellen. Die Direktion lehnte er ab, den Komposi- tionsauftrag allerdings akzeptierte er - und so erklang der Elias erstmals am 26. August 1846 in Birmingham. Das Werk sorgte für Furore; 1847 folgten weitere Aufführungen in London, und nach Leipzig zurückgekehrt, begann Mendelssohn dann mit den Proben für die deutsche Uraufführung. Sie wurde schließlich von Niels Wilhelm Gade geleitet, denn Mendelssohn war am 4. November 1847 nach mehreren Schlaganfällen gestorben.
Im englischen Sprachraum blieb der Elias immer beliebt; in Deutsch- land ist er es heute wieder - wohl jeder Chor freut sich darüber, dieses Werk singen zu dürfen. Die Anleihen bei Bach, für dessen Passionen sich Mendelssohn sehr eingesetzt hatte, sind unüberhörbar. Dennoch ist der Elias ganz Romantik - in seinen expressiven Chören ebenso wie in den mitreißenden Ensembles, den oftmals wuchtigen, machtvollen Partien der Solisten und der Klangsprache des Orchesters.
In der vorliegenden Aufnahme mit dem MDR Rundfunkchor und dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl steht die Dramatik klar im Vordergrund. Der Chor erweist sich als überaus stimmstark; doch auch die fünf Solisten, auf die hier die ursprünglich sechs wesentli- chen Solopartien verteilt sind, singen sehr hörenswert - allen voran Ruth Ziesak mit ihrem kristallklaren Sopran, Claudia Mahnke mit einem wunderschönen, dunkel timbrierten Mezzo, Luise Müller als "Knaben"sopran, sowie der Bassist Ralf Lukas als fulminanter Elias, und Christoph Genz, Tenor. Immer wieder sind auch Chorsolisten zu hören; leider erfährt hier man keine Namen.
Der Komponist war von den Orga- nisatoren des Festivals gebeten worden, bei den Festspielen 1846 in Birmingham die künstlerische Leitung zu übernehmen - und dort ein neues Werk vorzustellen. Die Direktion lehnte er ab, den Komposi- tionsauftrag allerdings akzeptierte er - und so erklang der Elias erstmals am 26. August 1846 in Birmingham. Das Werk sorgte für Furore; 1847 folgten weitere Aufführungen in London, und nach Leipzig zurückgekehrt, begann Mendelssohn dann mit den Proben für die deutsche Uraufführung. Sie wurde schließlich von Niels Wilhelm Gade geleitet, denn Mendelssohn war am 4. November 1847 nach mehreren Schlaganfällen gestorben.
Im englischen Sprachraum blieb der Elias immer beliebt; in Deutsch- land ist er es heute wieder - wohl jeder Chor freut sich darüber, dieses Werk singen zu dürfen. Die Anleihen bei Bach, für dessen Passionen sich Mendelssohn sehr eingesetzt hatte, sind unüberhörbar. Dennoch ist der Elias ganz Romantik - in seinen expressiven Chören ebenso wie in den mitreißenden Ensembles, den oftmals wuchtigen, machtvollen Partien der Solisten und der Klangsprache des Orchesters.
In der vorliegenden Aufnahme mit dem MDR Rundfunkchor und dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl steht die Dramatik klar im Vordergrund. Der Chor erweist sich als überaus stimmstark; doch auch die fünf Solisten, auf die hier die ursprünglich sechs wesentli- chen Solopartien verteilt sind, singen sehr hörenswert - allen voran Ruth Ziesak mit ihrem kristallklaren Sopran, Claudia Mahnke mit einem wunderschönen, dunkel timbrierten Mezzo, Luise Müller als "Knaben"sopran, sowie der Bassist Ralf Lukas als fulminanter Elias, und Christoph Genz, Tenor. Immer wieder sind auch Chorsolisten zu hören; leider erfährt hier man keine Namen.
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