Auch der King’s College Choir aus Cambridge und die Academy of Ancient Music haben unter Leitung von Stephen Cleobury eine Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion veröffentlicht. Ausgewählt wurde dafür die erste Fassung aus dem Jahre 1724.
Den Herren Choristern zu lauschen, das ist nicht durchweg ein Vergnügen; Koloraturen insbesondere sind ihre Stärke nicht. Diese Schwäche aber gleicht die Einspielung durch die vorzüglichen Musiker und durch ein exzellentes Solistenensemble wieder aus. Die Sängerinnen und Sänger, wie Sophie Bevan, Sopran, Iestyn Davies, Altus, Ed Lyon, Tenor-Arien oder Roderick Williams, Bass-Arien und Pilatus machen diesen Live-Mitschnitt aus dem King's College interesssant. Als Christus ist Neal Davies zu hören, und wie James Gilchrist die Partie des Evangelisten gestaltet, das ist wirklich großartig. Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Johannes-Passion aus Cambridge letztendlich als ein faszinierendes Hörerlebnis erweist.
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Montag, 24. April 2017
Sonntag, 27. Dezember 2015
Händel: Der Messias (BR Klassik)
Schon eine öffentliche Probe bewog seinerzeit die Kritiker zu Lobes- hymnen – und zur Uraufführung am 13. April 1742 in Dublin wurde darum gebeten, dass die Damen doch auf das Tragen von Reifröcken verzichten mögen, damit ausreichend Platz im Saal ist für die herbeiströmenden Zu- hörer. Bis heute gehört Der Messias zu den Publikumsfavoriten. Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) hat für dieses Oratorium ein Libretto von Charles Jennens (1700 bis 1773) vertont, das ausschließlich Texte aus der Bibel und dem Book of Common Prayer verwendet – eine weise Strategie, um Auseinandersetzungen mit der ziemlich konservativen Geistlichkeit aus dem Wege zu gehen; auch aus der Marketingperspektive war das clever, schließlich kannte diese Verse seinerzeit jedermann. Dank der Textpassagen, die überwiegend aus dem Alten Testament stammen, erlebt das Publikum das Leben Jesu als erfüllte Vorhersagen der Propheten.
Wie das Publikum, so lieben auch Musiker dieses Oratorium. Peter Dijkstra hat Händels Werk nun mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem B'Rock Belgischen Kammerorchester Gent eingespielt. Er verabschiedet sich möglicherweise bereits mit dieser Aufnahme von dem Ensemble, das er seit 2005 geleitet hat, denn Dijkstra wechselt zum Nederlands Kamer- koor. Ab der Saison 2016/17 wird daher Howard Arman Künstlerischer Leiter des erfolgreichen Münchner Profi-Chores.
Für jeden Chor ist Händels Messias eine dankbare Aufgabe. Denn das Oratorium enthält eine Vielzahl großartiger Chöre. Sie haben große Bedeutung für die Struktur des Werkes, und sind auch sehr populär – von And he shall purify the sons of Levi über For unto us a child is born über das berühmte Hallelujah! bis hin zum abschließenden Amen, einer gran- diosen Fuge. Natürlich sind auch unter den Arien etliche barocke „Super- hits“. Die Soli werden gesungen von Julia Doyle, Sopran, Lawrence Zazzo, Countertenor, Steve Davislim, Tenor, und Neal Davies, Bassbariton.
Um es kurz zu machen: Der Chor des Bayerischen Rundfunks singt wirk- lich gut. Aber von den Solisten wird leider keiner ein Star werden, und auch das Orchester spielt nicht in der Champions League. Wer damit leben kann, der findet hier eine solide Aufnahme. Neben den beiden Musik-CD enthält die Box eine dritte Silberscheibe mit einer sehr gelungenen Werk- einführung von Markus Vanhoefer. Dieser umfassende Hör-Essay mit vielen Musikbeispielen macht diese Edition wertvoll, und empfehlenswert. Wer sich für Händels Arbeitsweise und für die Entstehung seiner Oratorien interessiert, der kann hier sehr viel lernen.
Wie das Publikum, so lieben auch Musiker dieses Oratorium. Peter Dijkstra hat Händels Werk nun mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem B'Rock Belgischen Kammerorchester Gent eingespielt. Er verabschiedet sich möglicherweise bereits mit dieser Aufnahme von dem Ensemble, das er seit 2005 geleitet hat, denn Dijkstra wechselt zum Nederlands Kamer- koor. Ab der Saison 2016/17 wird daher Howard Arman Künstlerischer Leiter des erfolgreichen Münchner Profi-Chores.
Für jeden Chor ist Händels Messias eine dankbare Aufgabe. Denn das Oratorium enthält eine Vielzahl großartiger Chöre. Sie haben große Bedeutung für die Struktur des Werkes, und sind auch sehr populär – von And he shall purify the sons of Levi über For unto us a child is born über das berühmte Hallelujah! bis hin zum abschließenden Amen, einer gran- diosen Fuge. Natürlich sind auch unter den Arien etliche barocke „Super- hits“. Die Soli werden gesungen von Julia Doyle, Sopran, Lawrence Zazzo, Countertenor, Steve Davislim, Tenor, und Neal Davies, Bassbariton.
Um es kurz zu machen: Der Chor des Bayerischen Rundfunks singt wirk- lich gut. Aber von den Solisten wird leider keiner ein Star werden, und auch das Orchester spielt nicht in der Champions League. Wer damit leben kann, der findet hier eine solide Aufnahme. Neben den beiden Musik-CD enthält die Box eine dritte Silberscheibe mit einer sehr gelungenen Werk- einführung von Markus Vanhoefer. Dieser umfassende Hör-Essay mit vielen Musikbeispielen macht diese Edition wertvoll, und empfehlenswert. Wer sich für Händels Arbeitsweise und für die Entstehung seiner Oratorien interessiert, der kann hier sehr viel lernen.
Montag, 9. Juni 2014
Your tuneful voice - Handel Oratorio Arias (Vivat)
Was die Besetzung von Partien in seinen Werken anging, war Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) offenbar flexibel. Es ist belegt, dass dieselben Rollen von Tenören, Kastraten und Countertenören, ja, gelegentlich sogar von Altistinnen gesungen wurden. Beweise dafür liefert Donald Burrows in einem faszinierenden Aufsatz im Beiheft zu dieser CD. Dem Komponisten war es offenbar egal, ob es ein italienischer oder ein englischer Sänger war, ob er von der Opernbühne oder aus einem Kirchenchor kam, ja, selbst das Geschlecht war zweitrangig, wenn die einzige wichtige Voraussetzung stimmte: a tuneful voice, eine klangvolle Stimme sollte erklingen. Countertenor Iestyn Davies verfügt zweifels- frei über eine solche. Auf dieser CD singt er Arien aus Händels Orato- rien. Begleitet wird er dabei durch The King's Consort.
Montag, 2. Juli 2012
Arias for Guadagni (Hyperion)
Die Paraderolle des Kastraten Gae- tano Guadagni (1728 bis 1792) war der Orpheus - Gluck hat seine Oper Orfeo ed Euridice für diesen Sänger geschaffen, was nicht ohne Risiko war: "Die Rolle passte ihm wie an- gegossen", meinte Textdichter Calzabigi, "in anderer Hand wäre sie eine Katastrophe gewesen."
Und obwohl sich das Traumteam Gluck-Calzabigi-Guadagni schon wenig später, nach dem Misserfolg der Oper Telemaco, in der der Kastrat ebenfalls die Titelrolle sang, erledigt hatte, behielt der Sänger die Partie des Orpheus mehr als 20 Jahre lang in seinem Repertoire. Dass er sich mit dieser Figur derart identifizierte, mag auch in seiner Biographie begründet liegen.
Guadagni stammte aus einer Musikerfamilie; auch die drei Schwe- stern und sein Bruder waren Opernsänger. Der Kastrat begann seine Karriere 1746 als Mitglied des renommierten Chores der Basilika des Heiligen Antonius zu Padua. Zugleich sang er aber mit Begeisterung Opern, was dazu führte, dass er seine Stelle in der cappella bald wieder verlor. 1748 kam der Sänger mit einer Buffa-Truppe nach London. Sie ging dort bald bankrott, doch Guadagni wurde Händel vorgestellt, der von seiner Stimme sehr angetan war.
Diese CD enthält eine Reihe von Arien, die der Komponist speziell für den Kastraten geschrieben hat. Sie zeigen, dass er keineswegs nur die Phrasierung und das Legato-Singen in großen Bögen exzellent beherrschte. Auch Koloraturen und Verzierungen wusste er offenbar kunstvoll zu gestalten.
In den europäischen Musikmetropolen wurde Guadagni bald schon gefeiert. So sang er unter anderem in Paris und Versaille, in Wien, München - und in Padua, wo er 1768 in Gnaden wieder aufgenommen und mit einem Gehalt ausgestattet wurde, das deutlich über dem des Konzertmeisters Tartini und auch des Kapellmeisters Valotti lag. An seinen Konzertreisen störte sich nun niemand mehr. Guadagni war ein Star. Davon profitierte seine Wahlheimat Padua, denn der Künst- ler glänzte nicht nur mit seinem Gesang an den großen Kirchenfesten. Er stiftete zudem große Summen und kümmerte sich um städtische Projekte.
Auch Iestyn Davies begann seine Karriere in einem Chor: Er war choral scholar im St. John's College der Cambridge University, wo er zunächst Archäologie und Anthropologie studierte, bevor er sich dazu entschloss, an die Royal Acadamy of Music zu wechseln. Mittlerweile hat der Countertenor bedeutende Partien an etlichen wichtigen Opernhäusern dieser Welt gesungen. Mit dem Ensemble Arcangelo unter Jonathan Cohen hat Davies bereits Kantaten von Porpora aufgenommen; die Guadagni-Arien führen diese erfreuliche Zusammenarbeit nun in der denkbar schönsten Weise weiter. Hier sind Partner am Werk, die aufeinander hören, und miteinander gestalten - und das Ergebnis begeistert einmal mehr. Die eingestreute Orchester-Sinfonie in D-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach zeigt zudem, dass auch Arcangelo durchaus spannende Akzente zu setzen versteht. Von diesen jungen Musikern darf man noch viel erwarten.
Und obwohl sich das Traumteam Gluck-Calzabigi-Guadagni schon wenig später, nach dem Misserfolg der Oper Telemaco, in der der Kastrat ebenfalls die Titelrolle sang, erledigt hatte, behielt der Sänger die Partie des Orpheus mehr als 20 Jahre lang in seinem Repertoire. Dass er sich mit dieser Figur derart identifizierte, mag auch in seiner Biographie begründet liegen.
Guadagni stammte aus einer Musikerfamilie; auch die drei Schwe- stern und sein Bruder waren Opernsänger. Der Kastrat begann seine Karriere 1746 als Mitglied des renommierten Chores der Basilika des Heiligen Antonius zu Padua. Zugleich sang er aber mit Begeisterung Opern, was dazu führte, dass er seine Stelle in der cappella bald wieder verlor. 1748 kam der Sänger mit einer Buffa-Truppe nach London. Sie ging dort bald bankrott, doch Guadagni wurde Händel vorgestellt, der von seiner Stimme sehr angetan war.
Diese CD enthält eine Reihe von Arien, die der Komponist speziell für den Kastraten geschrieben hat. Sie zeigen, dass er keineswegs nur die Phrasierung und das Legato-Singen in großen Bögen exzellent beherrschte. Auch Koloraturen und Verzierungen wusste er offenbar kunstvoll zu gestalten.
In den europäischen Musikmetropolen wurde Guadagni bald schon gefeiert. So sang er unter anderem in Paris und Versaille, in Wien, München - und in Padua, wo er 1768 in Gnaden wieder aufgenommen und mit einem Gehalt ausgestattet wurde, das deutlich über dem des Konzertmeisters Tartini und auch des Kapellmeisters Valotti lag. An seinen Konzertreisen störte sich nun niemand mehr. Guadagni war ein Star. Davon profitierte seine Wahlheimat Padua, denn der Künst- ler glänzte nicht nur mit seinem Gesang an den großen Kirchenfesten. Er stiftete zudem große Summen und kümmerte sich um städtische Projekte.
Auch Iestyn Davies begann seine Karriere in einem Chor: Er war choral scholar im St. John's College der Cambridge University, wo er zunächst Archäologie und Anthropologie studierte, bevor er sich dazu entschloss, an die Royal Acadamy of Music zu wechseln. Mittlerweile hat der Countertenor bedeutende Partien an etlichen wichtigen Opernhäusern dieser Welt gesungen. Mit dem Ensemble Arcangelo unter Jonathan Cohen hat Davies bereits Kantaten von Porpora aufgenommen; die Guadagni-Arien führen diese erfreuliche Zusammenarbeit nun in der denkbar schönsten Weise weiter. Hier sind Partner am Werk, die aufeinander hören, und miteinander gestalten - und das Ergebnis begeistert einmal mehr. Die eingestreute Orchester-Sinfonie in D-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach zeigt zudem, dass auch Arcangelo durchaus spannende Akzente zu setzen versteht. Von diesen jungen Musikern darf man noch viel erwarten.
Samstag, 26. Mai 2012
Porpora Cantatas (Hyperion)
Das Ölgemälde von Philip Mercier, das wir als Coverbild dieser CD sehen, hängt in der National Por- trait Gallery in London. Es zeigt ein Konzert auf einer Freilichtbühne in Kew Gardens um 1733, mit über- aus illustren Musikern: Die Mando- line spielt Prinzessin Caroline Eli- sabeth, am Violoncello sehen wir Frederick Louis, den Prinzen von Wales, und am Cembalo seine Schwester Anne, die zukünftige Prinzessin von Oranien. Dem Vortrag lauscht mit einem Buch in der Hand Prinzessin Amelia Sophie. Die Szene erscheint durchaus realistisch.
Friedrich Ludwig, der älteste Sohn des britischen Königs Georgs II. August, war ein leidenschaftlicher Musikfreund. Er förderte die Opera of the Nobility (und machte damit Händel und seinem King's Theatre das Leben schwer), und er spielte mit Begeisterung Cello. Besonders gern musizierte er offenbar gemeinsam mit dem Kastraten Farinelli, der sang und sich dabei auch am Cembalo begleitete. Er kam 1734 nach London, wo er in einer Truppe um seinem früheren Lehrer Nicola Antonio Porpora, zu der auch Senesino gehörte, mit Händels Ensemble konkurrierte. Drei Jahre später waren beide Opern-Unter- nehmen pleite, und der Sänger zog weiter.
Für Farinelli dürften vermutlich die vorliegenden Kantaten Porporas entstanden sein. Sie beruhen auf Texten Metastasios, sind erstmals 1735 im Druck erschienen und Prince Frederick of Wales gewidmet. Die Kantaten nutzen die virtuosen Gesangskünste der Sänger, aber sie sind keine akrobatischen Nummernprogramme. Countertenor Iestyn Davies hat hörbar Vergnügen an den Einfällen Proporas, und seinem Gesang lauscht man zunehmend mit Begeisterung. Denn dies ist eine schöne Stimme, die sehr klug und blitzsauber geführt ist. Davies wird begleitet vom Ensemble Arcangelo unter Leitung von Jonathan Cohen, der obendrein den markanten Cello-Part übernimmt. Eine Entdeckung! und vielleicht können die Musiker ja demnächst mit einer weiteren CD auch die ersten sechs Kantaten dieser Sammlung vorstellen - das erscheint doch sehr lohnend.
Friedrich Ludwig, der älteste Sohn des britischen Königs Georgs II. August, war ein leidenschaftlicher Musikfreund. Er förderte die Opera of the Nobility (und machte damit Händel und seinem King's Theatre das Leben schwer), und er spielte mit Begeisterung Cello. Besonders gern musizierte er offenbar gemeinsam mit dem Kastraten Farinelli, der sang und sich dabei auch am Cembalo begleitete. Er kam 1734 nach London, wo er in einer Truppe um seinem früheren Lehrer Nicola Antonio Porpora, zu der auch Senesino gehörte, mit Händels Ensemble konkurrierte. Drei Jahre später waren beide Opern-Unter- nehmen pleite, und der Sänger zog weiter.
Für Farinelli dürften vermutlich die vorliegenden Kantaten Porporas entstanden sein. Sie beruhen auf Texten Metastasios, sind erstmals 1735 im Druck erschienen und Prince Frederick of Wales gewidmet. Die Kantaten nutzen die virtuosen Gesangskünste der Sänger, aber sie sind keine akrobatischen Nummernprogramme. Countertenor Iestyn Davies hat hörbar Vergnügen an den Einfällen Proporas, und seinem Gesang lauscht man zunehmend mit Begeisterung. Denn dies ist eine schöne Stimme, die sehr klug und blitzsauber geführt ist. Davies wird begleitet vom Ensemble Arcangelo unter Leitung von Jonathan Cohen, der obendrein den markanten Cello-Part übernimmt. Eine Entdeckung! und vielleicht können die Musiker ja demnächst mit einer weiteren CD auch die ersten sechs Kantaten dieser Sammlung vorstellen - das erscheint doch sehr lohnend.
Freitag, 26. August 2011
Symphonic Sgt. Pepper (RPO)
Das Royal Philharmonic Orchestra kann auch U-Musik - und wie! Hier erklingt das komplette legendäre Sgt. Pepper's-Album der Beatles, vom RPO unter Nick Davies ge- meinsam mit den Metro Voices eingespielt - einem Chor, der schon in mehr als hundert Film-Sound- tracks zu hören ist, und bei zahllo- sen Aufnahmen von Popstars.
Natürlich eignet sich Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band, das zu den ersten Konzeptalben der Pop- geschichte gehört und 1967 bereits am Tage seines Erscheinens genügend Verkäufe für eine Goldene Schallplatte errreichte, hervorragend für ein solches Cross-Over-Pro- jekt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass bereits am originalen Beatles-Album ein Orchester mitgewirkt hat. Der Sound also ist ohnehin durch die klassischen Orchesterinstrumente maßgeblich mit geprägt. Mike Townend machte sich das zunutze, und brachte die Beatles-Klassiker in schmissigen Arrangements auf den musikalischen Punkt. Und weil's soo schön swingt, gibt's gleich noch fünf weitere Beatles-Evergreens als Bonus. Freunden der eher leichten Muse dürfte diese CD gefallen.
Natürlich eignet sich Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band, das zu den ersten Konzeptalben der Pop- geschichte gehört und 1967 bereits am Tage seines Erscheinens genügend Verkäufe für eine Goldene Schallplatte errreichte, hervorragend für ein solches Cross-Over-Pro- jekt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass bereits am originalen Beatles-Album ein Orchester mitgewirkt hat. Der Sound also ist ohnehin durch die klassischen Orchesterinstrumente maßgeblich mit geprägt. Mike Townend machte sich das zunutze, und brachte die Beatles-Klassiker in schmissigen Arrangements auf den musikalischen Punkt. Und weil's soo schön swingt, gibt's gleich noch fünf weitere Beatles-Evergreens als Bonus. Freunden der eher leichten Muse dürfte diese CD gefallen.
Freitag, 5. August 2011
Bach: Easter & Ascension Oratorios (Linn Records)
Noch ein Nachtrag zum Thema Ostern - hier ist noch eine schöne Einspielung von Bachs Oster-Oratorium Kommt, eilet und laufet BWV 249 und Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11, oftmals auch als Himmelfahrts-Oratorium bezeich- net. Es musiziert das Retrospect Ensemble unter Matthew Halls; die Soli singen Carolyn Sampson, Iestyn Davies, James Gilchrist und Peter Harvey. Abgesehen von der Tatsache, dass hier ein Counter- tenor die Alt-Arien singt, bringt die Aufnahme aber nicht wirklich etwas Neues, was man so noch nicht gehört hätte.
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