Das Verbier Festival, hoch in den Schweizer Alpen, führt seit seiner Gründung in den 90er Jahren etab- lierte Musiker und den künstlerischen Nachwuchs zusammen. Mit seiner freundlich-intimen Atmosphäre ist es aber auch ein ideales Experimentier- feld für die Kammermusik, und das perfekte Forum für das Lied. Gern bringen die Organisatoren dafür Musiker zusammen, die zuvor in dieser Formation noch nicht gemein- sam aufgetreten sind.
Auf dieser CD ist ein solches Konzert zu erleben. Es vereinte ein Quartett von Gesangsstars und zwei große Pianisten: Zu hören sind Andrea Rost, Magdalena Kožená, Matthew Polenzani und Thomas Quasthoff, sowie James Levine und Yefim Bronfman am Konzertflügel. Der Mitschnitt entstand im Jahre 2003. Auf dem Programm standen Werke von Johannes Brahms – jeder dieser hochkarätigen Solisten singt alleine einige wenige Lieder, begleitet von James Levine. Sie korrespondieren mit den Liebes- lieder-Walzern und den Neuen Liebeslieder-Walzern, vorgetragen vom gesamten Ensemble. Bei der Deutschen Grammophon wurde der Live-Mit- schnitt nun zum ersten Mal veröffentlicht.
Man wird feststellen, dass längst nicht jeder Opernstar auch ein begnade- ter Liedsänger ist. Thomas Quasthoff freilich bietet eine Interpretation der 5 Lieder op. 94, die keine Wünsche offen lässt. Das ist schier atemberau- bend. Bei den Liebeslieder-Walzern mischen sich die höchst unterschied- lichen Stimmen zu einem durchaus interessanten Gesamtklang; und die Pianisten erweisen sich als ebenso kenntnisreiche wie passionierte Lied- begleiter. Was für ein Ereignis!
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Donnerstag, 30. Juni 2016
Montag, 20. April 2015
Stellwagen-Orgel zu St. Marien, Stralsund - Die Norddeutsche Orgelkunst Vol. 4 (MDG)
Die vierte CD der Reihe „Norddeut- sche Orgelkunst“ beschäftigt sich mit Orgelmusik aus Lüneburg. Nach Lübeck, Danzig und Hamburg rückt somit eine Stadt in den Blick, die nicht gerade als musikalisches Zentrum gilt. Was also, einmal abgesehen von der Nähe zu Hamburg, bewog seinerzeit den 14jährigen Johann Sebastian Bach, aus dem thüringischen Ohrdruf in die Fremde zu ziehen? Einen Freitisch hätte der Waisenknabe mit der schönen Sopranstimme ganz sicher auch an einer Lateinschule im heimatlichen Thüringen bekommen können.
Was also fand der junge Bach in Lüneburg vor? Die Lateinschule am ehemaligen Michaeliskloster, die Jugendliche aus dem Bürgertum auf das Studium vorbereitete, befand sich direkt neben der Ritterakademie, in der der Nachwuchs des Adels lernte. Sie verfügte über eine der größten Chorbibliotheken evangelischer Kantoreien. Direkt am Marktplatz hatten die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg erst vor kurzem ein neues Residenzschloss errichtet. Dort wurde garantiert auch musiziert – ebenso wie in den vier Großkirchen der Stadt.
Martin Rost, Kantor und Organist an der Marienkirche zu Stralsund, hat für die vorliegende Einspielung Orgelmusik aus Lüneburg herausgesucht. So erklingen die vier überlieferten Orgelwerke von Johann Steffens (1559/60 bis 1616). Er wirkte als Kantor an St. Johannis, und gilt als einer der Ahnväter der norddeutschen Orgelschule. Peter Morhard (um 1635 bis 1685) war Organist an St. Michaelis. Auf der CD sind drei Stücke von ihm zu hören. An St. Lamberti musizierte Christian Flor (1626 bis 1697), mög- licherweise der berühmteste Lüneburger Organist; seine drei erhaltenen Orgelwerke spielt Rost ebenfalls.
Georg Böhm (1661 bis 1733) verknüpfte in seinen Werken mitteldeutsche und norddeutsche Musiziertraditionen. Der Musiker, der aus Gotha stammt und in Jena studiert hat, war Organist an St. Johannis. Es wird vermutet, dass er zu den Lehrern Bachs gehörte. Sein Schaffen ist, anders als das seiner Kollegen, relativ gut belegt. Einer seiner Amtsnachfolger, Johann Christoph Schmügel (1727 bis 1798), Sohn eines Organisten aus dem mecklenburgischen Pritzier, ein Schüler Telemanns, ist ebenfalls mit Musikbeispielen vertreten. Er folgt in den hier gespielten zwei Werken wohl eher süddeutschen Vorbildern.
Und natürlich hat Rost auch frühe Werke Bachs für diese Einspielung herausgesucht. Der Organist musiziert an der Stellwagen-Orgel der Marienkirche in Stralsund – ein großartiges Instrument, errichtet von dem Lübecker Orgelmacher Friedrich Stellwagen (1603 bis 1660) als Krönung seines Lebenswerkes und zu Beginn dieses Jahrtausends sorgsam wieder restauriert. So ist es möglich, dass diese Orgel-CD mit dem Signal des Calcantenglöckchens beginnt, gefolgt vom geräuschvollen Aufseufzen der Balganlage. Das ist nicht nur ein Showeffekt. Das Beiheft bestätigt, dass den Orgelwind für die Aufnahmen tatsächlich „statt des Orgelmotors in authentischer Weise die durch Calcanten betätigten 12 Keilbälge“ geliefert haben. Das Glöckchen sendet unmissverständlich das Signal: Hier wird mit Sorgfalt, Leidenschaft und Sachverstand musiziert. Rost spielen zu hören, ist immer wieder ein Erlebnis.
Was also fand der junge Bach in Lüneburg vor? Die Lateinschule am ehemaligen Michaeliskloster, die Jugendliche aus dem Bürgertum auf das Studium vorbereitete, befand sich direkt neben der Ritterakademie, in der der Nachwuchs des Adels lernte. Sie verfügte über eine der größten Chorbibliotheken evangelischer Kantoreien. Direkt am Marktplatz hatten die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg erst vor kurzem ein neues Residenzschloss errichtet. Dort wurde garantiert auch musiziert – ebenso wie in den vier Großkirchen der Stadt.
Martin Rost, Kantor und Organist an der Marienkirche zu Stralsund, hat für die vorliegende Einspielung Orgelmusik aus Lüneburg herausgesucht. So erklingen die vier überlieferten Orgelwerke von Johann Steffens (1559/60 bis 1616). Er wirkte als Kantor an St. Johannis, und gilt als einer der Ahnväter der norddeutschen Orgelschule. Peter Morhard (um 1635 bis 1685) war Organist an St. Michaelis. Auf der CD sind drei Stücke von ihm zu hören. An St. Lamberti musizierte Christian Flor (1626 bis 1697), mög- licherweise der berühmteste Lüneburger Organist; seine drei erhaltenen Orgelwerke spielt Rost ebenfalls.
Georg Böhm (1661 bis 1733) verknüpfte in seinen Werken mitteldeutsche und norddeutsche Musiziertraditionen. Der Musiker, der aus Gotha stammt und in Jena studiert hat, war Organist an St. Johannis. Es wird vermutet, dass er zu den Lehrern Bachs gehörte. Sein Schaffen ist, anders als das seiner Kollegen, relativ gut belegt. Einer seiner Amtsnachfolger, Johann Christoph Schmügel (1727 bis 1798), Sohn eines Organisten aus dem mecklenburgischen Pritzier, ein Schüler Telemanns, ist ebenfalls mit Musikbeispielen vertreten. Er folgt in den hier gespielten zwei Werken wohl eher süddeutschen Vorbildern.
Und natürlich hat Rost auch frühe Werke Bachs für diese Einspielung herausgesucht. Der Organist musiziert an der Stellwagen-Orgel der Marienkirche in Stralsund – ein großartiges Instrument, errichtet von dem Lübecker Orgelmacher Friedrich Stellwagen (1603 bis 1660) als Krönung seines Lebenswerkes und zu Beginn dieses Jahrtausends sorgsam wieder restauriert. So ist es möglich, dass diese Orgel-CD mit dem Signal des Calcantenglöckchens beginnt, gefolgt vom geräuschvollen Aufseufzen der Balganlage. Das ist nicht nur ein Showeffekt. Das Beiheft bestätigt, dass den Orgelwind für die Aufnahmen tatsächlich „statt des Orgelmotors in authentischer Weise die durch Calcanten betätigten 12 Keilbälge“ geliefert haben. Das Glöckchen sendet unmissverständlich das Signal: Hier wird mit Sorgfalt, Leidenschaft und Sachverstand musiziert. Rost spielen zu hören, ist immer wieder ein Erlebnis.
Mittwoch, 10. September 2014
Chopin: 24 Préludes (Oehms Classics)
Kann man die 24 Préludes op. 28 von Frédéric Chopin (1810 bis 1849), komponiert für das Klavier, auf der Orgel spielen? Diese Frage beantwor- tete schon Louis Lefébure-Wély (1817 bis 1869); der renommierte Organist spielte mehrere Werke Chopins während des Trauergottesdienstes für den verstorbenen Komponisten in der Pariser Kirche La Madeleine.
Gunther Rost stellt bei Oehms Clas- sics die kompletten Préludes in einer Version für Orgel vor. Er musiziert an der Orgel der Stiftsbasilika Kevelaer. Dieses Instrument wurde in den Jahren 1905 bis 1907 durch den Kölner Orgelbauer Ernst Seifert errichtet, sowie 1926 teilweise umgebaut und erweitert. Im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit schwer beschädigt, wird die Seifert-Orgel seit den 80er Jahren schrittweise wiederhergestellt. Sie verfügt heute über 135 Register und gehört damit bereits zu den größten Orgeln überhaupt. 14 weitere sollen noch eingebaut werden, um den Klang von 1926 zu rekonstruieren.
Gunther Rost hat Chopins Préludes auf dieses gigantische spätromantische Instrument übertragen, indem er – bei Beibehaltung des originalen Noten- textes – die Klangfarben der unterschiedlichen Register nutzt. Dabei agiert der Organist erstaunlich zurückhaltend, er meidet allzu kühne klangliche Experimente. Das Ergebnis vermag nicht durchweg zu überzeugen. Es hat spannende Momente. Aber man vermisst insgesamt die klare Diktion des Flügels, all die Akzente und Feinheiten. Die Orgel wirkt mitunter ziemlich schwerfällig, statt Regentropfen gibt's Klangbrei. Schade.
Gunther Rost stellt bei Oehms Clas- sics die kompletten Préludes in einer Version für Orgel vor. Er musiziert an der Orgel der Stiftsbasilika Kevelaer. Dieses Instrument wurde in den Jahren 1905 bis 1907 durch den Kölner Orgelbauer Ernst Seifert errichtet, sowie 1926 teilweise umgebaut und erweitert. Im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit schwer beschädigt, wird die Seifert-Orgel seit den 80er Jahren schrittweise wiederhergestellt. Sie verfügt heute über 135 Register und gehört damit bereits zu den größten Orgeln überhaupt. 14 weitere sollen noch eingebaut werden, um den Klang von 1926 zu rekonstruieren.
Gunther Rost hat Chopins Préludes auf dieses gigantische spätromantische Instrument übertragen, indem er – bei Beibehaltung des originalen Noten- textes – die Klangfarben der unterschiedlichen Register nutzt. Dabei agiert der Organist erstaunlich zurückhaltend, er meidet allzu kühne klangliche Experimente. Das Ergebnis vermag nicht durchweg zu überzeugen. Es hat spannende Momente. Aber man vermisst insgesamt die klare Diktion des Flügels, all die Akzente und Feinheiten. Die Orgel wirkt mitunter ziemlich schwerfällig, statt Regentropfen gibt's Klangbrei. Schade.
Mittwoch, 23. November 2011
Weihnachtslieder (Berlin Classics)
Ein Weihnachts-Klassiker aus dem Jahre 1975 ist nun bei Berlin Classics wieder erhältlich: Weih- nachtslieder mit dem legendären Tenor Peter Schreier, dem Thoma- nerchor Leipzig und der Staats- kapelle Dresden unter Thomas- kantor Hans-Joachim Rotzsch, mit Hans Otto, weiland Domorganist zu Freiberg, an der Orgel und Monika Rost, Gitarre.
Die Arrangements, die den Sänger und die Sängerknaben zumeist in Form musikalischer Dialoge agieren lassen, sind modern, aber nicht avantgardistisch. Wer also eine schöne Zusammenstellung der hier- zulande traditionell üblichen Weihnachtslieder sucht, dem sei diese CD wärmstens empfohlen.
Die Arrangements, die den Sänger und die Sängerknaben zumeist in Form musikalischer Dialoge agieren lassen, sind modern, aber nicht avantgardistisch. Wer also eine schöne Zusammenstellung der hier- zulande traditionell üblichen Weihnachtslieder sucht, dem sei diese CD wärmstens empfohlen.
Sonntag, 10. April 2011
Stellwagen-Orgel (1659) zu St. Marien Stralsund; Rost (MDG)
Wie köstlich! Eine Orgel-CD, die mit dem Signal des Calcantenglöck- chens beginnt, gefolgt vom Atem- geräusch der Balganlage - das ist geradezu nostalgisch. Und im Beiheft liest man dann, das den Orgelwind für dieses Orgelporträt tatsächlich "statt des Orgelmotors in authentischer Weise die durch Calcanten betätigten 12 Keilbälge" geliefert haben. Und auch sonst stellt man bald fest, dass hier durchweg sachkundige Hände am Werk waren.
Martin Rost ist ohne Zweifel einer der profiliertesten Organisten und Orgelsachverständigen seiner Generation. Er setzt sich seit vielen Jahren für die Restaurierung historischer Orgeln ein, und hat bislang mehr als 80 derartige Projekte fachlich begleitet. Ihm verdanken wir zudem die Wiederentdeckung der verloren geglaubten Archivalien über den Bau der Stellwagen-Orgel der Marienkirche in Stralsund. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme sowie vergleichende Unter- suchungen an weiteren Orgeln ermöglichte die Restaurierung dieses kostbaren Instrumentes in den Jahren 2003 bis 2008 - mit dem Ziel der Wiederherstellung des Orgelwerkes in dem Zustand, in dem der Orgelbauer es einst an die Kirchgemeinde übergeben hatte.
Der Lübecker Friedrich Stellwagen (1603 bis 1660) hat in der Stral- sunder Marienkirche sein größtes und wohl auch schönstes Instru- ment errichtet. Wenige Monate vor seinem Tod, im Oktober 1659, vollendet, war es mit 51 klingenden Registern, verteilt auf Hauptwerk, Oberpositiv, Rückpositiv und Pedal Höhepunkt und Abschluss seines Lebenswerkes. Durch Kriegsgeschehen, nicht immer sachgemäße Umbauten und mangelhafte Instandhaltung erlitt die Stellwagen-Orgel im Laufe der Jahrhunderte etliche Blessuren. 1943 wurde sie aus der Kirche entfernt, und in einem Gutshaus eingelagert. Während St. Marien den Krieg ohne Schäden überstand, lässt sich das von der Orgel nicht gerade sagen. Dennoch erreichte der damalige Organist Dr. Dietrich W. Prost in den 50er Jahren die Wiederherstellung des Instrumentes.
Die Stellwagen-Orgel ist letztendlich die einzige große Barockorgel, die in einer der norddeutschen Backstein-Basiliken erhalten geblieben ist. In Werkaufbau und Klangkonzept gleicht sie ihren berühmten Schwestern in der Lübecker Marienkirche und der Hamburger Katharinenkirche, die heute beide nicht mehr existieren. Martin Rost hat für sein Orgelporträt neben Werken Dietrich Buxtehudes, der als Inbegriff norddeutscher Orgelkunst gilt, auch die seiner Vorgänger Peter Hasse, Franz Tunder, sowie seiner Schüler Nicolaus Bruhns, Johann Sebastian Bach und Christian Schiefferdecker ausgewählt. Daran demonstriert er einerseits die Klangvarianten und Möglich- keiten der Stellwagen-Orgel; andererseits aber auch die Entwicklung der Orgelmusik innerhalb von gut hundert Jahren. Eine rundum gelungene CD, die einen beeindruckenden Klangeindruck vermittelt.
Martin Rost ist ohne Zweifel einer der profiliertesten Organisten und Orgelsachverständigen seiner Generation. Er setzt sich seit vielen Jahren für die Restaurierung historischer Orgeln ein, und hat bislang mehr als 80 derartige Projekte fachlich begleitet. Ihm verdanken wir zudem die Wiederentdeckung der verloren geglaubten Archivalien über den Bau der Stellwagen-Orgel der Marienkirche in Stralsund. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme sowie vergleichende Unter- suchungen an weiteren Orgeln ermöglichte die Restaurierung dieses kostbaren Instrumentes in den Jahren 2003 bis 2008 - mit dem Ziel der Wiederherstellung des Orgelwerkes in dem Zustand, in dem der Orgelbauer es einst an die Kirchgemeinde übergeben hatte.
Der Lübecker Friedrich Stellwagen (1603 bis 1660) hat in der Stral- sunder Marienkirche sein größtes und wohl auch schönstes Instru- ment errichtet. Wenige Monate vor seinem Tod, im Oktober 1659, vollendet, war es mit 51 klingenden Registern, verteilt auf Hauptwerk, Oberpositiv, Rückpositiv und Pedal Höhepunkt und Abschluss seines Lebenswerkes. Durch Kriegsgeschehen, nicht immer sachgemäße Umbauten und mangelhafte Instandhaltung erlitt die Stellwagen-Orgel im Laufe der Jahrhunderte etliche Blessuren. 1943 wurde sie aus der Kirche entfernt, und in einem Gutshaus eingelagert. Während St. Marien den Krieg ohne Schäden überstand, lässt sich das von der Orgel nicht gerade sagen. Dennoch erreichte der damalige Organist Dr. Dietrich W. Prost in den 50er Jahren die Wiederherstellung des Instrumentes.
Die Stellwagen-Orgel ist letztendlich die einzige große Barockorgel, die in einer der norddeutschen Backstein-Basiliken erhalten geblieben ist. In Werkaufbau und Klangkonzept gleicht sie ihren berühmten Schwestern in der Lübecker Marienkirche und der Hamburger Katharinenkirche, die heute beide nicht mehr existieren. Martin Rost hat für sein Orgelporträt neben Werken Dietrich Buxtehudes, der als Inbegriff norddeutscher Orgelkunst gilt, auch die seiner Vorgänger Peter Hasse, Franz Tunder, sowie seiner Schüler Nicolaus Bruhns, Johann Sebastian Bach und Christian Schiefferdecker ausgewählt. Daran demonstriert er einerseits die Klangvarianten und Möglich- keiten der Stellwagen-Orgel; andererseits aber auch die Entwicklung der Orgelmusik innerhalb von gut hundert Jahren. Eine rundum gelungene CD, die einen beeindruckenden Klangeindruck vermittelt.
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