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Mittwoch, 6. Dezember 2017
Berliner Philharmoniker - The Christmas Album (Deutsche Grammophon)
Feiern Sie Weihnachten mit den Berliner Philharmonikern!, lädt die Deutsche Grammophon ein – und hat dazu aus den Archiven legendäre Interpretationen von Barock-Klassikern herausgesucht. Zu hören sind die Weihnachtskonzerte von Arcangelo Corelli, Giuseppe Torelli, Francesco Manfredini und Pietro Antonio Locatelli. Komplettiert wird das Programm durch Kanon und Gigue von Johann Pachelbel, Der Winter aus Vivaldis Vier Jahreszeiten – der Solopart wird gespielt von Konzertmeister Michel Schwalbé – und durch Bachs berühmtes Air. Da kommt garantiert Weihnachtsstimmung auf. Und die Aufnahmen mit den Berliner Philhar- monikern unter Herbert vom Karajan sind noch immer hörenswert.
Samstag, 27. Juli 2013
Italienisches um Bach (Christophorus)
Concerti für drei Trompeten, Pauken und Orgel? Joachim Schäfer stellt auf dieser CD mit seinem Trompetenensemble gleich drei Arrangements für eine solche Besetzung vor. Und man muss sagen – so, wie sie hier vorgetragen werden, klingen diese Bearbeitungen absolut schlüssig. Auch dort, wo Schäfer allein die Solotrompete bläst, begleitet von Judit Izsák und Matthias Eisenberg an Orgel und Cembalo, darf sich der Zuhörer über eine gelungene CD freuen. Die Musiker – zu hören sind zudem Arne Lagemann und Kiichi Yotsumoto, Trompete, Frank Hiesler an den Pauken, und bei einem Concerto nach BWV 249 auch Wolfdietrich Wagner und Yuka Inoue an Violoncello und Kontrabass – überzeugen durch Virtuosität und Musizierlust. „Italienisches um Bach“, das ist eine stimmungsvolle CD, die perfekt zu einem lauen Sommerabend passt.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Weihnachtskonzerte (Capriccio)
Aus Bologna stammt der Brauch, Weihnachten mit einem Konzert zu feiern. Dort gab es eine riesige Basilika mit einem Orchester, in dem an Feiertagen mehr als hun- dert Musiker spielten - was die Gottesdienste ohne Zweifel zu einem Ereignis werden ließ.
Der Raum aber hatte ein beträcht- liches Echo, und die Musiker waren wohl teilweise auch nicht beson- ders versiert. Das führte dazu, dass die Tutti prägnante, gravitätische Partien bekamen - und Solisten die bewegten, verzierten Abschnitte. Musiker aus Bologna aber führten diesen Brauch auch andernorts ein, wenn sie eine Stelle annahmen - und so wurden diese barocken Konzerte "fatto per la notte di natale" mit ihrer kunstvoll imitierten Hirtenmusik auch in Rom, in Wien, in Dresden, Amsterdam, ja, selbst in London Mode.
Diese CD versammelt Weihnachtskonzerte von Arcangelo Corelli, Pietro Antonio Locatelli, Giuseppe Torelli, Francesco Onofrio Manfre- dini, Johann Melchior Molter und Gregor Joseph Werner. Auch Georg Friedrich Händel ist mit seiner Pastorale aus dem Messias vertreten. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1992. Es musiziert das Neue Berliner Kammerorchester unter Michael Erxleben, der gemeinsam mit Knut Zimmermann auch die Violinsoli spielt. An der Orgel zu hören ist Hans-Peter Kirchberg. Von der melancholisch-misslunge- nen Hülle sollte man sich nicht abschrecken lassen; die CD ist durch- aus hörenswert.
Der Raum aber hatte ein beträcht- liches Echo, und die Musiker waren wohl teilweise auch nicht beson- ders versiert. Das führte dazu, dass die Tutti prägnante, gravitätische Partien bekamen - und Solisten die bewegten, verzierten Abschnitte. Musiker aus Bologna aber führten diesen Brauch auch andernorts ein, wenn sie eine Stelle annahmen - und so wurden diese barocken Konzerte "fatto per la notte di natale" mit ihrer kunstvoll imitierten Hirtenmusik auch in Rom, in Wien, in Dresden, Amsterdam, ja, selbst in London Mode.
Diese CD versammelt Weihnachtskonzerte von Arcangelo Corelli, Pietro Antonio Locatelli, Giuseppe Torelli, Francesco Onofrio Manfre- dini, Johann Melchior Molter und Gregor Joseph Werner. Auch Georg Friedrich Händel ist mit seiner Pastorale aus dem Messias vertreten. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1992. Es musiziert das Neue Berliner Kammerorchester unter Michael Erxleben, der gemeinsam mit Knut Zimmermann auch die Violinsoli spielt. An der Orgel zu hören ist Hans-Peter Kirchberg. Von der melancholisch-misslunge- nen Hülle sollte man sich nicht abschrecken lassen; die CD ist durch- aus hörenswert.
Mittwoch, 30. November 2011
The Concerto Köln Christmas Album (Berlin Classics)
Nun ist es da, das lang erwartete Weihnachtsalbum des Ensembles Concerto Köln. Und es enthält nahezu komplett die barocken Werke, die seit einigen Jahren regelmäßig auf den diversen CD zum Fest erscheinen: Das berühm- te Concerto grosso g-Moll, von Arcangelo Corelli Fatto per la notte di Natale, sowie die Weih- nachtskonzerte von Antonio Vivaldi und Giuseppe Torelli, und natürlich die Sinfonia aus Bachs Weihnachtsoratorium. "Bei diesen Standards haben wir einfach nur versucht, unseren höchst eigenen klanglichen Zugriff zu entwickeln und mit Temperament etwas bei- zusteuern, ohne uns dabei auf den Sockel zu stellen", erläutert Martin Sandhoff, Soloflötist und künstlerischer Leiter des Ensembles.
So gänzlich entsagen freilich können die Kölner der Suche nach ver- gessenen Schätzen nicht; und deshalb ergänzen sie dieses Programm um einige der selten gespielten Noels pour les instruments von Marc-Antoine Charpentier, die Sinfonia pastorale D-Dur von Johann Stamitz, die Sonata natalis C-Dur von Pavel Josef Vejvanovský und das entzückende Konzert für Mandoline, zwei Violinen, Streicher und Basso continuo von Antonio Vivaldi.
Musiziert wird frisch und munter, aber nicht hastig und hektisch. Concerto Köln spielt die bekannten Stücke mit der gleichen Sorgfalt wie die Entdeckungen - beseelt, leichtfüßig und dynamisch differen- ziert. So kommt auch beim Hörer Weihnachtsstimmung auf. Bravi!
So gänzlich entsagen freilich können die Kölner der Suche nach ver- gessenen Schätzen nicht; und deshalb ergänzen sie dieses Programm um einige der selten gespielten Noels pour les instruments von Marc-Antoine Charpentier, die Sinfonia pastorale D-Dur von Johann Stamitz, die Sonata natalis C-Dur von Pavel Josef Vejvanovský und das entzückende Konzert für Mandoline, zwei Violinen, Streicher und Basso continuo von Antonio Vivaldi.
Musiziert wird frisch und munter, aber nicht hastig und hektisch. Concerto Köln spielt die bekannten Stücke mit der gleichen Sorgfalt wie die Entdeckungen - beseelt, leichtfüßig und dynamisch differen- ziert. So kommt auch beim Hörer Weihnachtsstimmung auf. Bravi!
Dienstag, 14. Dezember 2010
Noel - Angèle Dubeau & La Pietà (Analekta)
Streichermusik zur Weihnachtszeit hat die kanadische Violinistin Angèle Dubeau mit ihrem Damen- ensemble La Pietà eingespielt. Diese CD enthält Klassiker wie das Concerto in E-Dur Per il santissimo natale von Antonio Vivaldi, das Concerto a Quatro in Forma di Pastorale Per santissimo natale von Giuseppe Torelli oder das ebenfalls sehr bekannte Concerto Pastorale in G-Dur von Johann Melchior Molter, aber auch vertraute und weniger bekannte, aber darum nicht weniger schöne Weihnachtslieder aus aller Welt in ansprechenden Arrangements. Wer sich beim Blick in das Flockengewirbel nach einer handwerklich rundum soliden, klangschönen CD sehnt, auf der zur Abwechslung einmal nicht gesungen wird, der wird an dieser Einspielung seine Freude haben.
Samstag, 13. November 2010
Italienische Weihnacht - Solokonzerte und Concerti grossi (Naxos)
Festliche Musik gehört zu Weih- nachten. Das galt ganz besonders für das Zeitalter des Barock, mit seiner emblematischen Kunst- auffassung: Mit Pauken und Trompeten feierte man die Ankunft des Jesuskindleins als den Einzug eines Königs - und Flöten, Oboen und Geigen erinnern bis heute an die Hirten im Felde, die damals nach Bethlehem eilten.
Das Kölner Kammerorchester unter Christian Ludwig hat für diese CD Werke zusammengestellt, wie sie um 1700 bei Hofe zu Weihnachten erklungen sein könnten. Die Italienische Weihnacht beginnt prachtvoll mit der Sonate Nr. 1 in F-Dur für Trompete und Orchester von Pietro Baldassare, gefolgt vom Concerto grosso in C-Dur op. 3 Nr. 12 von Francesco Onofrio Manfre- dini, bekannt auch als Concerto per il Santissimo Natale. Es folgen zwei Flötenkonzerte von Antonio Vivaldi und Giovanni Battista Sammartini, die dem Solisten extreme Virtuosität abverlangen. Hier brilliert Daniel Rothert, der nicht nur flinke Finger zeigt, sondern auch durch seinen Sinn für Phrasierung und durch schöne Töne be- geistert.
Die junge serbische Musikerin Laura Vukobratovic, Solotrompeterin des Nationaltheaters Mannheim, überzeugt ebenfalls durch Virtuosi- tät. Die Sonate in D-Dur von Giuseppe Torelli für Trompete und Orchester kennt man allerdings von Aufnahmen des sächsischen Startrompeters Ludwig Güttler - und an seine überlegene Gestaltung, an seinen strahlenden Klang reicht sie (noch) nicht ganz heran.
Höhepunkt und Abschluss der CD ist ein berühmtes Weihnachts- konzert, das Concerto grosso f-Moll op. 1 Nr. 8 von Pietro Antonio Locatelli, das mit einer ergreifenden Pastorale endet - und endgültig für Weihnachtsstimmung sorgt. Wer barocken Glanz rings um den Baum verbreiten möchte, dem sei diese blitzsauber musizierte Einspielung empfohlen.
Samstag, 6. November 2010
Weihnachten am Münchner Hof (Oehms Classics)
Die Hofkapelle München, 1992 wiedergegründet und seit 2009 geleitet von dem Barockgeiger Rüdiger Lotter, hat sich der Erschließung von Werken aus der reichen süddeutschen Musik- tradition verschrieben. Das meint sowohl die italienische geprägte Musik am Hofe der Wittelsbacher, als auch die der Mannheimer Schule.
Mit dieser CD stellt das Ensemble Werke vor, wie sie am Münchner Hof in der Weihnachtszeit zum Anfang des 18. Jahrhunderts erklungen sein könnten. Besonderes Bonbon: Drei Weihnachtslieder nebst Passacaglia D-Dur von Esaias Reusner (1636 bis 1679), der als erster bedeutender deutscher Komponist für die Laute gilt.
Doch auch die anderen Werke, die für die CD ausgewählt wurden, verbreiten besinnliche Stimmung - vom Concerto C-Dur, op. 5 Nr. 5 von Evaristo Felice Dall'Abaco, mit der wunderbar gespielten Solo- Oboe von Stefan Schilli, über die Sonate Nr. 3 h-Moll "Die Geburt Jesu Christi" aus den Mysteriensonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, vorgetragen von Rüdiger Lotter, Violine, mit Olga Watts, Truhen- orgel, Bachs Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068, und das traum- haft schöne Concerto pastorale von Johann Christoph Pez mit Eva Fegers und Anne-Suse Enßle, Blockflöten, bis hin zum Concerto grosse g-Moll, op. 8 Nr. 6 von Giuseppe Torelli, auch als Weihnachts- konzert bekannt, mit Rüdiger Lotter und Susanne Schütz, Solo-Violi- ne. Barocker Wohlklang für Genießer - wer eine eher ruhige, aber doch stimmungsvolle CD zum Fest sucht, dem sei diese sehr empfoh- len.
Samstag, 6. März 2010
Musique baroque à la Cour Royale (K&K )
Barockmusik - nicht vom Königs- hof, sondern aus dem Kloster Maulbronn, gespielt dort im Mai 2001 in einem der berühmten Klosterkonzerte vom Wolfgang Bauer Consort. Auf dieser CD ist jeder Ton live; das schafft gigantisch Flair, was wiederum die nicht immer blitzsauberen Töne der Tutti-Streicher sowie einige andere Makelchen zu lässlichen Sünden werden lässt.
Das Wolfgang Bauer Consort - das sind in diesem Falle Wolfgang Bauer, Trompete, Clemens Weigel, Violoncello, und Thomas Strauss am Cembalo sowie Sebastian Hamann, Solovioline, Verena Sommer und Gerhard Urban, Violinen, Ingrid Albert, Viola, Thomas Jauch, Kontrabass, plus die Gastsolisten Ingo Goritzki, Oboe und Heidrun Laukemann, Flöte. Diese Mini-Besetzung spielt Torellis Sonata in D-Dur, G. 1, Bachs A-Dur-Konzert BWV 1055/R, die Sonate Nr. 3 für Violine und Cembalo BWV 1016 und das Brandenburgische Konzert Nr. 2 in F-Dur, BWV 1047, die Sinfonia avanti il Barcheggio von Alessandro Stradella - und zum guten Ende das Sanssouci Trio "Momente eines königlichen Themas", eigens für das Ensemble komponiert von Bernhard Krol. Ein abwechslungsreiches Programm, mit vielen strahlenden Trompetensoli, aber auch traumhaft schönen Streicherpassagen, exzellent gespielten Holzbläser-Partien und einem stets ausgewogenen, zuverlässigen und temperamentvollen Continuo. Kurz und gut: Diese CD kann empfohlen werden.
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