Diese Aufnahme einiger Motetten von Gottfried August Homilius hat Hermann Max mit der Rheinischen Kantorei vor mehr als 30 Jahren bei MDG vorgelegt. Damit begann die Wiederentdeckung des damals nahezu vergessenen Komponisten.
Die Rheinische Kantorei beeindruckt mit einer Interpretation, die die Einzigartigkeit dieser Werke zwischen barocker Rhetorik und frühklassischer Individualität herausstellt. Die verdienstvolle Einspielung aus dem Jahre 1983, seinerzeit nur auf Vinyl erschienen und lang vergriffen, ist nun dank einer sorgfältig aufbereiteten CD-Neu- ausgabe wieder zugänglich.
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Montag, 14. Dezember 2015
Dienstag, 21. April 2015
Ries: Der Sieg des Glaubens (cpo)
„Mein Oratorium ist so aufge- nommen worden, daß das ganze Haus gezittert hat – es ist das größte und effektvollste Werk, was ich geschrieben habe, aber die Aufnahme hätte ich mir so nicht denken können, alles war rein toll, und wahrer Jubel herrschte überall“, berichtete Ferdinand Ries (1784 bis 1838) nach der Uraufführung in einem Brief an seinen Bruder Joseph. Dabei war der Komponist zunächst nicht sehr begeistert, als er den Auftrag erhielt, ein Oratorium für das Niederrheinische Musikfest in Aachen 1829 zu schreiben. Das Libretto lieferte der im Rheinland geschätzte Johann Baptist Rosseau, der wie Ries und sein Jugendfreund Beethoven aus Bonn stammte.
Der Sieg des Glaubens hat, ähnlich wie beispielsweise Haydns Jahres- zeiten, keinerlei Bezug zur Bibel. Rosseau verzichtet zudem auf eine durchgehende Handlung; sein Text erscheint als philosophischer Diskurs über die Macht des Glaubens und die Kraft der Gnade. Den Chören der Gläubigen wird dabei ein Chor der Ungläubigen entgegengesetzt, der sich auf Kampf und Eisen beruft. Er hat eher wenig zu sagen – doch um ihn zum Einlenken zu bringen, bedarf es eines Wunders. Und so schweben denn der Engel des Glaubens und der Seraph der Liebe, umgeben von Harfen- klängen, zur Erde hernieder.
Ries entrinnt der Kitschgefahr durch seine kraftvolle Musik und eine Vielzahl von gekonnt formierten Ensembles. Man hört es schon, dass der Komponist ein Schüler Beethovens war. Die Rheinische Kantorei, das Solistenqartett Christiane Libor, Wiebke Lehmkuhl, Markus Schäfer und Markus Flaig sowie Das Kleine Konzert haben nun unter Hermann Max Der Sieg des Glaubens erstmalig seit 1829 wieder aufgeführt. Es ist kaum zu glauben, doch dieses Oratorium scheint seit der Aachener Premiere tatsächlich nicht mehr erklungen zu sein.
Der Sieg des Glaubens hat, ähnlich wie beispielsweise Haydns Jahres- zeiten, keinerlei Bezug zur Bibel. Rosseau verzichtet zudem auf eine durchgehende Handlung; sein Text erscheint als philosophischer Diskurs über die Macht des Glaubens und die Kraft der Gnade. Den Chören der Gläubigen wird dabei ein Chor der Ungläubigen entgegengesetzt, der sich auf Kampf und Eisen beruft. Er hat eher wenig zu sagen – doch um ihn zum Einlenken zu bringen, bedarf es eines Wunders. Und so schweben denn der Engel des Glaubens und der Seraph der Liebe, umgeben von Harfen- klängen, zur Erde hernieder.
Ries entrinnt der Kitschgefahr durch seine kraftvolle Musik und eine Vielzahl von gekonnt formierten Ensembles. Man hört es schon, dass der Komponist ein Schüler Beethovens war. Die Rheinische Kantorei, das Solistenqartett Christiane Libor, Wiebke Lehmkuhl, Markus Schäfer und Markus Flaig sowie Das Kleine Konzert haben nun unter Hermann Max Der Sieg des Glaubens erstmalig seit 1829 wieder aufgeführt. Es ist kaum zu glauben, doch dieses Oratorium scheint seit der Aachener Premiere tatsächlich nicht mehr erklungen zu sein.
Sonntag, 7. Dezember 2014
Melani: Marienvesper (cpo)
Alessandro Melani (1639 bis 1703) war der Sohn eines Glöckners aus dem norditalienischen Städtchen Pistoia. Er wurde – wie auch seine sechs Brüder – zum Musiker ausgebildet. Im Jahre 1667 wurde er Kapellmeister an der Kathedrale seiner Heimatstadt; er ging aber noch im selben Jahr nach Rom, dieweil sein Gönner als Clemens IX. den Papstthron bestieg. So wurde Melani Kapellmeister an der vom Papst bevorzugten Kirche Santa Maria Maggiore. 1672 wechselte er dann an die französische Kirche in Rom, San Luigi dei Francesi. Dort wirkte er den Rest seines Lebens.
Alessandro Melani war ein bedeutender Komponist von Opern; er schuf aber auch eine Vielzahl an Werken aus dem Bereich der geistlichen Musik. Eine Auswahl davon stellt cpo nun auf einer CD vor. Ausgewählt wurden dafür Vesper-Kompositionen, festliche Werke, aufwendig vertont und von repräsentativem Charakter. Sie wurden zu einer Marienvesper gruppiert; an zwei Fehlstellen, für die keine Werke Melanis überliefert sind, wurden Vertonungen von Giuseppe Ottavio Pitoni (1657 bis 1743) eingefügt.
Die moderne Erstaufführung dieser Marienvesper hat Hermann Max über- nommen, mit Solisten der Rheinischen Kantorei und dem Instrumental- ensemble Das Kleine Konzert. Die Aufnahme ist aber trotz der vielen renommierten Sänger und Musiker nicht besonders gut gelungen. Das liegt zum einen daran, dass die Sopran-Solopartien zwar ziemlich schwierig, dennoch aber deutlich erkennbar für Knabenstimmen geschrieben worden sind. Der Klang der Frauenstimmen, und seien sie noch so schlank geführt, passt in diesem Falle wirklich nicht. Zum anderen wird routiniert und zumeist ziemlich flott musiziert. Auch dies erscheint mir hier nicht korrekt, das zu schnelle Tempo ruiniert für meinen Geschmack zu oft die Wirkung der Musik. Schade.
Alessandro Melani war ein bedeutender Komponist von Opern; er schuf aber auch eine Vielzahl an Werken aus dem Bereich der geistlichen Musik. Eine Auswahl davon stellt cpo nun auf einer CD vor. Ausgewählt wurden dafür Vesper-Kompositionen, festliche Werke, aufwendig vertont und von repräsentativem Charakter. Sie wurden zu einer Marienvesper gruppiert; an zwei Fehlstellen, für die keine Werke Melanis überliefert sind, wurden Vertonungen von Giuseppe Ottavio Pitoni (1657 bis 1743) eingefügt.
Die moderne Erstaufführung dieser Marienvesper hat Hermann Max über- nommen, mit Solisten der Rheinischen Kantorei und dem Instrumental- ensemble Das Kleine Konzert. Die Aufnahme ist aber trotz der vielen renommierten Sänger und Musiker nicht besonders gut gelungen. Das liegt zum einen daran, dass die Sopran-Solopartien zwar ziemlich schwierig, dennoch aber deutlich erkennbar für Knabenstimmen geschrieben worden sind. Der Klang der Frauenstimmen, und seien sie noch so schlank geführt, passt in diesem Falle wirklich nicht. Zum anderen wird routiniert und zumeist ziemlich flott musiziert. Auch dies erscheint mir hier nicht korrekt, das zu schnelle Tempo ruiniert für meinen Geschmack zu oft die Wirkung der Musik. Schade.
Freitag, 24. Mai 2013
Telemann: Gott Zebaoth in deinem Namen (cpo)
Die Rheinische Kantorei und das Barockorchester Das Kleine Kon- zert haben, geleitet von ihrem Gründer Hermann Max, schon so manche barocke Rarität wieder- entdeckt. Die Konzerte der Musiker und Sänger gehören regelmäßig zu den Höhepunkten einschlägiger Musikfestivals im In- und Ausland.
Diese CD enthält den Mitschnitt eines Konzertes, dass sie im März 2006 zu den 18. Magdeburger Telemann-Festtagen gegeben haben. Solisten des Abends waren Veronika Winter, Jenny Haecker, Lena Susanne Norin, Jan Kobow und Ekkehard Abele.
Auf dem Programm des Abends standen drei Kantaten von Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767). Weine nicht! Siehe, es hat über- wunden der Löwe nach einem Text von Tobias Heinrich Schubart ist für den ersten Ostertag bestimmt. Diese Kantate vereint theatralische Momente – die Tenor-Arie Zürne nur, du alte Schlange würde auch in der Oper begeistern – mit dem festlichen Klang der Pauken und Trom- peten sowie dem Choralgesang, der die Gemeinde mit einbindet.
Auf dem Programm des Abends standen drei Kantaten von Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767). Weine nicht! Siehe, es hat über- wunden der Löwe nach einem Text von Tobias Heinrich Schubart ist für den ersten Ostertag bestimmt. Diese Kantate vereint theatralische Momente – die Tenor-Arie Zürne nur, du alte Schlange würde auch in der Oper begeistern – mit dem festlichen Klang der Pauken und Trom- peten sowie dem Choralgesang, der die Gemeinde mit einbindet.
Sie verachten das Gesetz des Herrn Zebaoth entstammt einem Kantatenjahrgang nach Texten von Erdmann Neumeister, der unter dem Titel Musicalisches Lob Gottes in der Gemeinde des Herrn 1742 bis 1744 in Nürnberg im Partiturdruck erschienen ist. Für das Kirchenjahr 1736/37 vertonte Telemann die Poetischen Sonn- und Fest-Tages-Betrachtungen von Gottfried Behrndt. Die Kantate Gott Zebaoth in deinem Namen sinniert über das irdische und das himmlische Leben; die Texte sind durchweg Geschmackssache, aber Telemanns Musik entschädigt reich für eventuelles Leiden an der Dichtung. Und die Interpretation durch die Solisten sowie die in diesem Falle ziemlich schlank besetzten Ensembles überzeugt.
Samstag, 12. Mai 2012
Johann Christoph Friedrich Bach: Die Kindheit Jesu (Capriccio)
Johann Christoph Friedrich Bach (1732 bis 1795), der zweitjüngste Sohn Johann Sebastian Bachs, ging 1750 an den Hof der Grafen zu Schaumburg-Lippe nach Bücke- burg, wo er bis an sein Lebensende wirkte. War er zunächst als Cam- mer-Musicus angestellt, wurde er 1759 zum Concert-Meister der etwa 15köpfigen Hofkapelle, und verantwortete in dieser Funktion das gesamte musikalische Ge- schehen an dem norddeutschen Hof.
Das Ensemble war durch venezianische Musiker geprägt. Bach hatte die italienische Musiktradition mit Sicherheit in Dresden erlebt, setzte in Bückeburg jedoch eigene Akzente. So stand er mit seinem Bruder Carl Philipp Emanuel Bach, insbesondere nach dessen Übersiedlung nach Hamburg, in engem Kontakt, und übernahm auch künstlerisch so manche Idee, was seinen Stil deutlich in Richtung Empfindsamkeit wandelte.
1771 wurde der Dichter und Theologe Johann Gottfried Herder nach Bückeburg berufen. Auch das brachte Bach so manche Anregung. So schrieb Herder 1772 Die Kindheit Jesu. Er nannte das Werk Ein biblisches Gemälde, und sandte es als Weihnachtsgabe an seine Braut Caroline Flachsland nach Darmstadt. Zugleich aber gab er es dem Musiker zur Vertonung, und so erklang das fertige Opus im Februar 1773 erstmals am Bückeburger Hof. Kleine Kostprobe: "Er bricht! Der Himmel bricht! O Licht!" Herders Text ist, selbst für damalige Ver- hältnisse, eher viel Gefühl als, nun ja, Verstand. Bachs Musik ist aber besser.
Wie weit sich der Bach-Sohn von seinem Vater und Lehrer entfernt hat, zeigt noch eindeutiger die vierstimmige Motette zu dem bekann- ten Kirchenlied Wachet auf, ruft uns die Stimme. Der Bückeburger Bach schuf sie ein halbes Jahrhundert nachdem sein Vater die gleichnamige Kantate komponiert hatte. Es ist ein kühnes Werk, das so gar nichts hat von der Galanterie beispielsweise eines Mozart, der etwa zur gleichen Zeit seine Krönungsmesse geschrieben hat. Musikwissenschaftler stehen etwas ratlos vor diesem Monument, das einige Anleihen beim Werk des Thomaskantors nicht verleugnet, diese zugleich aber durch moderne Klänge ergänzt, die Bach junior erstaunlicherweise mit dem alten, kontrapunktischen Stil einbin- det. Es ist Hermann Max und seines Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert zu verdanken, dass wir die beiden Werke heute in sehr ordentlichen Aufnahmen aus dem Jahre 1988 auf CD vorliegen haben.
Das Ensemble war durch venezianische Musiker geprägt. Bach hatte die italienische Musiktradition mit Sicherheit in Dresden erlebt, setzte in Bückeburg jedoch eigene Akzente. So stand er mit seinem Bruder Carl Philipp Emanuel Bach, insbesondere nach dessen Übersiedlung nach Hamburg, in engem Kontakt, und übernahm auch künstlerisch so manche Idee, was seinen Stil deutlich in Richtung Empfindsamkeit wandelte.
1771 wurde der Dichter und Theologe Johann Gottfried Herder nach Bückeburg berufen. Auch das brachte Bach so manche Anregung. So schrieb Herder 1772 Die Kindheit Jesu. Er nannte das Werk Ein biblisches Gemälde, und sandte es als Weihnachtsgabe an seine Braut Caroline Flachsland nach Darmstadt. Zugleich aber gab er es dem Musiker zur Vertonung, und so erklang das fertige Opus im Februar 1773 erstmals am Bückeburger Hof. Kleine Kostprobe: "Er bricht! Der Himmel bricht! O Licht!" Herders Text ist, selbst für damalige Ver- hältnisse, eher viel Gefühl als, nun ja, Verstand. Bachs Musik ist aber besser.
Wie weit sich der Bach-Sohn von seinem Vater und Lehrer entfernt hat, zeigt noch eindeutiger die vierstimmige Motette zu dem bekann- ten Kirchenlied Wachet auf, ruft uns die Stimme. Der Bückeburger Bach schuf sie ein halbes Jahrhundert nachdem sein Vater die gleichnamige Kantate komponiert hatte. Es ist ein kühnes Werk, das so gar nichts hat von der Galanterie beispielsweise eines Mozart, der etwa zur gleichen Zeit seine Krönungsmesse geschrieben hat. Musikwissenschaftler stehen etwas ratlos vor diesem Monument, das einige Anleihen beim Werk des Thomaskantors nicht verleugnet, diese zugleich aber durch moderne Klänge ergänzt, die Bach junior erstaunlicherweise mit dem alten, kontrapunktischen Stil einbin- det. Es ist Hermann Max und seines Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert zu verdanken, dass wir die beiden Werke heute in sehr ordentlichen Aufnahmen aus dem Jahre 1988 auf CD vorliegen haben.
Dienstag, 8. Mai 2012
Carl Philipp Emanuel Bach: Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu (Phoenix)
Eine "Rührung des Gemütes" zu erzielen, das war im 18. Jahr- hundert das Ziel des Oratoriums. Waren Musiker und Textdichter in früheren Jahren bestrebt, mög- lichst nah am biblischen Text ein Geschehen zu vermitteln, so erhielt die Reflexion zunehmend mehr Gewicht - bis sie schließlich übermächtig wurde. Der Evangelist verschwand, die Empfindung rückte in den Mittelpunkt.
Diese Entwicklung zeigt sich auch an den drei großen Oratorien Carl Philipp Emanuel Bachs; Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu aus den Jahren 1777/78 ist das letzte davon. Den Textdichter dieses Oratoriums lernte Carl Philipp Emanuel Bach in Berlin kennen: Karl Wilhelm Ramler (1725 bis 1798), gepriesen als der "deutsche Horaz", war Lehrer am Kadettenkorps Friedrichs II. Er schuf noch einen weiteren Oratorientext, der insbesondere in der Vertonung durch Carl Heinrich Graun berühmt wurde - Der Tod Jesu.
Mit Carl Philipp Emanuel Bach war Ramler befreundet, und auch nach Bachs Berufung nach Hamburg 1768 blieben die beiden im engen Kontakt. In der Hansestadt, wo er der Nachfolger seines verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann im Amte des städtischen Musikdirek- tors und Cantor Johannei wurde, widmete sich Bach pflichtgemäß der Kirchenmusik. Nebenher aber veranstaltete er eine große Zahl an Konzerten, in denen er als Cembalovirtuose glänzte, und eigene Wer- ke vorstellte. Für diese öffentlichen Konzerte stand ihm zudem, anders als in der Kirche, ein exzellentes Orchester und eine versierte Sängerschar zur Verfügung.
Das galt auch für Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, das 1778 uraufgeführt wurde. Das Werk fand großen Beifall, und erklang bald auch andernorts. So dirigierte Mozart 1788 drei Aufführungen in Wien. Hermann Max, der das Werk mit seiner Rheinischen Kantorei und dem Ensemble Das Kleine Konzert 1986 eingespielt hat, kombi- niert es mit der Osterkantate Gott hat den Herrn auferwecket aus dem Jahre 1756. Es wird vermutet, dass sich Friedrichs Konzert- cembalist damit auswärts präsentiert hat - so ist bekannt, das er 1755 eine Bewerbung nach Leipzig geschickt hat; Thomaskantor wurde aber Johann Friedrich Doles.
Diese Entwicklung zeigt sich auch an den drei großen Oratorien Carl Philipp Emanuel Bachs; Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu aus den Jahren 1777/78 ist das letzte davon. Den Textdichter dieses Oratoriums lernte Carl Philipp Emanuel Bach in Berlin kennen: Karl Wilhelm Ramler (1725 bis 1798), gepriesen als der "deutsche Horaz", war Lehrer am Kadettenkorps Friedrichs II. Er schuf noch einen weiteren Oratorientext, der insbesondere in der Vertonung durch Carl Heinrich Graun berühmt wurde - Der Tod Jesu.
Mit Carl Philipp Emanuel Bach war Ramler befreundet, und auch nach Bachs Berufung nach Hamburg 1768 blieben die beiden im engen Kontakt. In der Hansestadt, wo er der Nachfolger seines verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann im Amte des städtischen Musikdirek- tors und Cantor Johannei wurde, widmete sich Bach pflichtgemäß der Kirchenmusik. Nebenher aber veranstaltete er eine große Zahl an Konzerten, in denen er als Cembalovirtuose glänzte, und eigene Wer- ke vorstellte. Für diese öffentlichen Konzerte stand ihm zudem, anders als in der Kirche, ein exzellentes Orchester und eine versierte Sängerschar zur Verfügung.
Das galt auch für Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, das 1778 uraufgeführt wurde. Das Werk fand großen Beifall, und erklang bald auch andernorts. So dirigierte Mozart 1788 drei Aufführungen in Wien. Hermann Max, der das Werk mit seiner Rheinischen Kantorei und dem Ensemble Das Kleine Konzert 1986 eingespielt hat, kombi- niert es mit der Osterkantate Gott hat den Herrn auferwecket aus dem Jahre 1756. Es wird vermutet, dass sich Friedrichs Konzert- cembalist damit auswärts präsentiert hat - so ist bekannt, das er 1755 eine Bewerbung nach Leipzig geschickt hat; Thomaskantor wurde aber Johann Friedrich Doles.
Dienstag, 24. April 2012
Johann Ernst Bach: Passionsoratorium (Capriccio)
Darüber, was die Musikwirtschaft dem Publikum typischerweise serviert, kann man immer wieder staunen. Klingende Passionsbe- richte gehörten schon zu Schütz' Zeiten zum festen Repertoire der vorösterlichen Kirchenmusik. Jeder Komponist, der auf sich hielt, hat dazu Werke beigetragen. Über die Jahrhunderte sind so ganze Bibliotheken an Passionen entstanden. Allein Georg Philipp Telemann schuf gut 30 derartige Kompositionen. Selbst Ludwig van Beethoven schrieb Christus am Ölberg. Doch dann wurden die Passionen von Johann Sebastian Bach wiederentdeckt - und damit verschwanden alle anderen Werke dieser Gattung, sozusagen sang- und klanglos, aus den Kirchen.
Selbst wenn in den vergangenen Jahren einige dieser verstummten Passionsmusiken auf CD eingespielt worden sind, so prägen Bachs Werke erstaunlicherweise nach wie vor das vorösterliche Konzert- programm. Das ist gleich aus mehreren Gründen schade. Denn zum einen ist längst nicht jede Kantorei in der Lage, eine Bach-Passion angemessen aufzuführen. Zum anderen fehlt dem Musikleben dadurch jene Tiefe, die das Verständnis der Werke eigentlich erst ermöglicht.
Und dem Publikum entgehen Entdeckungen, wie sie der CD-Markt für Neugierige längst bereithält. Dazu gehört ohne Zweifel dieses Passionsoratorium von Johann Ernst Bach (1722 bis 1777), einem Neffen, Patensohn und Schüler des legendären Thomaskantors. Er wirkte als Organist in Eisenach, und wurde 1756 zum Hofkapell- meister von Herzog Ernst August Constantin ernannt. Die Weimar-Eisenachische Hofkapelle wurde allerdings schon zwei Jahre später nach dem Tod des Herzogs wieder aufgelöst. Die Lebensgeschichte dieses Komponisten, der ganz offensichtlich größten Wert auf die Kirchenmusik gelegt hat, bleibt uns weitgehend unbekannt. Sein Werk aber zeigt, dass er sein Handwerk exzellent beherrschte, und eine Fuge ebenso souverän einzusetzen wusste wie verwegene harmo- nische Wendungen und Melodien, die man nicht wieder aus dem Ohr bekommt.
Hermann Max hat mit seiner Rheinischen Kantorei und dem Kleinen Konzert sowie einigen sehr ordentlich singenden Solisten 1989 für Capriccio nicht nur das Passionsoratorium, sondern auch Das Ver- trauen der Christen auf Gott, eine Ode auf den 77. Psalm für Tenor, Chor und Orchester, sowie Meine Seele erhebt den Herrn, eine Motette für Soli, vierstimmigen Chor, Streicher und Basso continuo, eingespielt. Die Noten wurden eigens für diese Aufnahme nach den Originalquellen erstellt. Für die nimmermüde Suche nach vergesse- nen Schätzen, die in Archiven und Bibliotheken schlummern, gebührt Hermann Max höchster Dank. Ohne das Engagement solcher Pioniere der "Alten" Musik wäre unser Wissen und unser Repertoire noch schmaler.
Selbst wenn in den vergangenen Jahren einige dieser verstummten Passionsmusiken auf CD eingespielt worden sind, so prägen Bachs Werke erstaunlicherweise nach wie vor das vorösterliche Konzert- programm. Das ist gleich aus mehreren Gründen schade. Denn zum einen ist längst nicht jede Kantorei in der Lage, eine Bach-Passion angemessen aufzuführen. Zum anderen fehlt dem Musikleben dadurch jene Tiefe, die das Verständnis der Werke eigentlich erst ermöglicht.
Und dem Publikum entgehen Entdeckungen, wie sie der CD-Markt für Neugierige längst bereithält. Dazu gehört ohne Zweifel dieses Passionsoratorium von Johann Ernst Bach (1722 bis 1777), einem Neffen, Patensohn und Schüler des legendären Thomaskantors. Er wirkte als Organist in Eisenach, und wurde 1756 zum Hofkapell- meister von Herzog Ernst August Constantin ernannt. Die Weimar-Eisenachische Hofkapelle wurde allerdings schon zwei Jahre später nach dem Tod des Herzogs wieder aufgelöst. Die Lebensgeschichte dieses Komponisten, der ganz offensichtlich größten Wert auf die Kirchenmusik gelegt hat, bleibt uns weitgehend unbekannt. Sein Werk aber zeigt, dass er sein Handwerk exzellent beherrschte, und eine Fuge ebenso souverän einzusetzen wusste wie verwegene harmo- nische Wendungen und Melodien, die man nicht wieder aus dem Ohr bekommt.
Hermann Max hat mit seiner Rheinischen Kantorei und dem Kleinen Konzert sowie einigen sehr ordentlich singenden Solisten 1989 für Capriccio nicht nur das Passionsoratorium, sondern auch Das Ver- trauen der Christen auf Gott, eine Ode auf den 77. Psalm für Tenor, Chor und Orchester, sowie Meine Seele erhebt den Herrn, eine Motette für Soli, vierstimmigen Chor, Streicher und Basso continuo, eingespielt. Die Noten wurden eigens für diese Aufnahme nach den Originalquellen erstellt. Für die nimmermüde Suche nach vergesse- nen Schätzen, die in Archiven und Bibliotheken schlummern, gebührt Hermann Max höchster Dank. Ohne das Engagement solcher Pioniere der "Alten" Musik wäre unser Wissen und unser Repertoire noch schmaler.
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Wilhelm Friedemann Bach: Kantaten (Capriccio)
Wilhelm Friedemann Bach (1710 bis 1784) war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. Er lernte das Violinspiel bei Johann Gottlieb Graun; Unterricht im Fach Kompo- sition sowie im Orgel- und Cemba- lospiel dürfte ihm sein Vater gege- ben haben.
Nach einem Studium der Fächer Jura, Mathematik und Philosophie an der Leipziger Universität wirkte Bach zunächst als Organist an der Dresdner Sophienkirche. 1746 wurde er Musikdirektor und Orga- nist an der Marienkirche in Halle/Saale. Leider kam er mit der Obrig- keit nicht zurecht. Das Kirchenkollegium rügte ihn wegen seines "ungebührlich bezeigeten Betragens, und seiner Vergessenheit der schuldigen Subordination".
1764 kündigte der "Hallesche Bach" seine Anstellung auf, ohne eine Alternative zur Hand zu haben. Mit 53 Jahren wurde der Musiker, der von Zeitgenossen für sein Orgelspiel und seine Improvisationskunst gerühmt wurde, zum freischaffenden Künstler. Sein schwieriger Charakter und sein angeschlagener Ruf erschwerten ihm zunehmend das Dasein; seine letzten Jahre muss er in großer Armut verbracht haben.
Seine Werke waren lange aus dem Konzertsaal verschwunden. Viele davon galten als verschollen, und einige wurden erst Ende der 90er Jahre wiederentdeckt. Desto erfreulicher ist es, dass schon Anfang der 90er Jahre Hermann Max mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert sowie hochklassigen Solisten vier Kantaten von Wilhelm Friedemann Bach aus dessen Hallescher Zeit eingespielt hat. Zu hören sind Barbara Schlick, Sopran, Claudia Schubert, Alt, Wilfried Jochens, Tenor und Stephan Schreckenberger, Bass.
Das Label Capriccio macht diese Aufnahmen nun mit einer Doppel-CD wieder zugänglich. Enthalten sind Lasset uns ablegen die Werke der Finsternis zum 1. Advent, Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste zum Johannistag, Erzittert und fallet zum Ostersonntag sowie Dies ist der Tag, Sinfonia und Kantate zu Pfingsten. Auch wenn der "Hallesche Bach" vielfach als rückwärtsgewandt, kantig und spröde gilt - diese Kantaten sind zwar wuchtig, aber auch erstaunlich empfindsam und für ihre Zeit modern. Insofern lohnt es sich, diese Musik zu entdecken.
Nach einem Studium der Fächer Jura, Mathematik und Philosophie an der Leipziger Universität wirkte Bach zunächst als Organist an der Dresdner Sophienkirche. 1746 wurde er Musikdirektor und Orga- nist an der Marienkirche in Halle/Saale. Leider kam er mit der Obrig- keit nicht zurecht. Das Kirchenkollegium rügte ihn wegen seines "ungebührlich bezeigeten Betragens, und seiner Vergessenheit der schuldigen Subordination".
1764 kündigte der "Hallesche Bach" seine Anstellung auf, ohne eine Alternative zur Hand zu haben. Mit 53 Jahren wurde der Musiker, der von Zeitgenossen für sein Orgelspiel und seine Improvisationskunst gerühmt wurde, zum freischaffenden Künstler. Sein schwieriger Charakter und sein angeschlagener Ruf erschwerten ihm zunehmend das Dasein; seine letzten Jahre muss er in großer Armut verbracht haben.
Seine Werke waren lange aus dem Konzertsaal verschwunden. Viele davon galten als verschollen, und einige wurden erst Ende der 90er Jahre wiederentdeckt. Desto erfreulicher ist es, dass schon Anfang der 90er Jahre Hermann Max mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert sowie hochklassigen Solisten vier Kantaten von Wilhelm Friedemann Bach aus dessen Hallescher Zeit eingespielt hat. Zu hören sind Barbara Schlick, Sopran, Claudia Schubert, Alt, Wilfried Jochens, Tenor und Stephan Schreckenberger, Bass.
Das Label Capriccio macht diese Aufnahmen nun mit einer Doppel-CD wieder zugänglich. Enthalten sind Lasset uns ablegen die Werke der Finsternis zum 1. Advent, Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste zum Johannistag, Erzittert und fallet zum Ostersonntag sowie Dies ist der Tag, Sinfonia und Kantate zu Pfingsten. Auch wenn der "Hallesche Bach" vielfach als rückwärtsgewandt, kantig und spröde gilt - diese Kantaten sind zwar wuchtig, aber auch erstaunlich empfindsam und für ihre Zeit modern. Insofern lohnt es sich, diese Musik zu entdecken.
Sonntag, 4. Dezember 2011
Geistliche Musik der Bach Familie (Capriccio)
Für diese 5-CD-Box hat das Label Capriccio das hauseigene Archiv durchsucht - und darin viel Hörenswertes gefunden. Da wären dann also drei CD mit Aufnahmen, die von der Rheinischen Kantorei und dem Orchester Das Kleine Konzert unter Hermann Max mit diversen Solisten eingespielt worden sind. Hier finden sich Raritäten wie die Osterkantate Gott hat den Herrn auferwecket Wq 244, Heilig Wq 217 für Solo-Alt, zwei vierstimmige Chöre und zwei Orchester sowie die Kantate Anbetung dem Erbarmer Wq 243 von Carl Philipp Emanuel Bach (1714 bis 1788).
Von Johann Ernst Bach (1722 bis 1777) stammt die Motette Meine Seele erhebt den Herrn sowie Das Vertrauen der Christen auf Gott, Eine Ode auf den 77. Psalm für Tenor, Chor und Orchester. Johann Christoph Friedrich Bach (1732 bis 1795) ist vertreten mit Wachet auf, rufet uns die Stimme, einer Motette für vierstimmigen Chor und Basso continuo. Wilhelm Friedemann Bach (1710 bis 1784) schuf Erzittert und fallet, eine Kantate zum Ostersonntag, und Johann Ludwig Bach (1677 bis 1731) Gedenke meiner, mein Gott, eine Motette zu 8 Stimmen und Basso continuo, sowie eine Trauermusik. Der Dresdner Kammerchor sowie das Ensemble La Stagione Frankfurt unter Michael Schneider steuern ein Tantum ergo T 209/7 für vier Solostimmen, Chor und Orchester von Johann Christian Bach (1735 bis 1782) bei.
Motetten und einige Choralsätze sowie die Chorsätze zum Magnificat von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) singt der Rostocker Motettenchor, begleitet von den Instrumentalsolisten der Capella Fidicina Leipzig; diese Aufnahme dirigierte Hartwig Eschenburg. Die Capella Fidicina Leipzig unter ihrem Leiter Hans Grüss sowie eine Vielzahl von Solisten sind auch zu hören auf einer CD mit Kantaten aus dem Alt-Bachischen Archiv - Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ und Ach wie sehnlich wart' ich der Zeit von Johann Michael Bach (1648 bis 1694), Siehe, wie fein und lieblich ist von Georg Christoph Bach (1642 bis 1697) und Meine Freundin, du bist schön, eine Hochzeitskantate von Johann Christoph Bach (1642 bis 1703). Zwar sind die einzelnen Interpretationen von unterschiedlicher Qualität, doch eine solche Sammlung ist rar und reizvoll - und die Box sei daher hier empfohlen.
Von Johann Ernst Bach (1722 bis 1777) stammt die Motette Meine Seele erhebt den Herrn sowie Das Vertrauen der Christen auf Gott, Eine Ode auf den 77. Psalm für Tenor, Chor und Orchester. Johann Christoph Friedrich Bach (1732 bis 1795) ist vertreten mit Wachet auf, rufet uns die Stimme, einer Motette für vierstimmigen Chor und Basso continuo. Wilhelm Friedemann Bach (1710 bis 1784) schuf Erzittert und fallet, eine Kantate zum Ostersonntag, und Johann Ludwig Bach (1677 bis 1731) Gedenke meiner, mein Gott, eine Motette zu 8 Stimmen und Basso continuo, sowie eine Trauermusik. Der Dresdner Kammerchor sowie das Ensemble La Stagione Frankfurt unter Michael Schneider steuern ein Tantum ergo T 209/7 für vier Solostimmen, Chor und Orchester von Johann Christian Bach (1735 bis 1782) bei.
Motetten und einige Choralsätze sowie die Chorsätze zum Magnificat von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) singt der Rostocker Motettenchor, begleitet von den Instrumentalsolisten der Capella Fidicina Leipzig; diese Aufnahme dirigierte Hartwig Eschenburg. Die Capella Fidicina Leipzig unter ihrem Leiter Hans Grüss sowie eine Vielzahl von Solisten sind auch zu hören auf einer CD mit Kantaten aus dem Alt-Bachischen Archiv - Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ und Ach wie sehnlich wart' ich der Zeit von Johann Michael Bach (1648 bis 1694), Siehe, wie fein und lieblich ist von Georg Christoph Bach (1642 bis 1697) und Meine Freundin, du bist schön, eine Hochzeitskantate von Johann Christoph Bach (1642 bis 1703). Zwar sind die einzelnen Interpretationen von unterschiedlicher Qualität, doch eine solche Sammlung ist rar und reizvoll - und die Box sei daher hier empfohlen.
Samstag, 19. November 2011
Johann Ludwig Bach: Trauermusik (Capriccio)
Johann Ludwig Bach (1677 bis 1731), der "Meininger Bach", war der Sohn des Organisten Johann Jacob Bach aus Thal bei Eisenach. Er lernte am Gymnasium in Gotha, und wurde 1699 als "Hoboist und Laquai" Mitglied der Meininger Hofkapelle. 1711 wurde er zum Kapellmeister ernannt, und er wirkte in dieser Position bis an sein Lebensende.
Nur wenige seiner Werke sind überliefert. So sind 18 seiner Kantaten erhalten, weil Johann Sebastian Bach, der seinen weitläufigen Verwandten sehr schätzte, sie 1726 in Leipzig aufführte. Auch die Missa brevis Allein Gott in der Höh sei Ehr fand sich im Nachlass des Thomaskantors. Elf Motetten von Johann Ludwig Bach wurden in zwei Sammelbänden in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar aufbewahrt.
Das ambitionierteste Werk, das uns heute vorliegt, ist jedoch die Trauermusik, die der Kapellmeister 1724 für seinen Dienstherrn, Herzog Ernst Ludwig von Sachsen-Meiningen komponierte. Der Text dafür beruht auf einem Strophenlied, dass der Herzog, der eher Dichtkunst und Frömmigkeit zuneigte als der Staatskunst und dem Militär, für diesen Zweck selbst verfasst hatte. Diese Trauermusik steht auch im Mittelpunkt der vorliegenden Drei-CD-Box, die Aufnahmen aus dem Jahre 1998 wieder zugänglich machen. Damals hatte Hermann Max mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert sowie einer Vielzahl exzellenter Solisten diesen musikalischen Schatz gehoben. Die Box enthält zudem eine Auswahl aus den Motetten und Kantaten sowie die Missa brevis.
Nur wenige seiner Werke sind überliefert. So sind 18 seiner Kantaten erhalten, weil Johann Sebastian Bach, der seinen weitläufigen Verwandten sehr schätzte, sie 1726 in Leipzig aufführte. Auch die Missa brevis Allein Gott in der Höh sei Ehr fand sich im Nachlass des Thomaskantors. Elf Motetten von Johann Ludwig Bach wurden in zwei Sammelbänden in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar aufbewahrt.
Das ambitionierteste Werk, das uns heute vorliegt, ist jedoch die Trauermusik, die der Kapellmeister 1724 für seinen Dienstherrn, Herzog Ernst Ludwig von Sachsen-Meiningen komponierte. Der Text dafür beruht auf einem Strophenlied, dass der Herzog, der eher Dichtkunst und Frömmigkeit zuneigte als der Staatskunst und dem Militär, für diesen Zweck selbst verfasst hatte. Diese Trauermusik steht auch im Mittelpunkt der vorliegenden Drei-CD-Box, die Aufnahmen aus dem Jahre 1998 wieder zugänglich machen. Damals hatte Hermann Max mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert sowie einer Vielzahl exzellenter Solisten diesen musikalischen Schatz gehoben. Die Box enthält zudem eine Auswahl aus den Motetten und Kantaten sowie die Missa brevis.
Freitag, 28. Oktober 2011
Telemann: Der Tag des Gerichts (Capriccio)
Am 1. November 1755 verheerte ein schweres Erdbeben Lissabon, gefolgt von zahlreichen Bränden und einer 30 Meter hohen Flut- welle. Mehr als 60.000 Einwohner kamen dabei ums Leben. Die Stadt Hamburg sandte zwei Schiffe mit Hilfsgütern, und ordnete für den März 1756 einen außerordentli- chen Buß-, Fast- und Bettag an.
Für den Gottesdienst an diesem Tage schuf Georg Philipp Telemann seine Donner-Ode. Später ergänzte er dieses Werk noch um einen zweiten Teil, der ausgiebig Gottes Herrlichkeit preist. Der erste Teil aber schildert darüber hinaus in deutlicher Klangsprache, wie "die Stimme Gottes" die Meere erschüttert und die Zedern zerschmettert. "Sie stürzt die stolzen Gebirge zusammen; / der Erdkreis wankt, wenn er sie hört: / hört des Donners Stimme, die Flammen / rund um sich sprüht, zerschlägt, zerstört."
Auch Der Tag des Gerichts droht mit Pauken und Trompeten das Ende der Welt an, und schildert dann in vier Betrachtungen, was Gläubigen und Ungläubigen bevorsteht. Textdichter Christian Wilhelm Alers schuf dafür Figuren wie den Spötter, die Vernunft, die Religion oder die Andacht, sowie Chöre der Gläubigen, der Laster, der Seligen und der Himmlischen - und Telemann gab ihnen eine Stimme. Er setzte die Vision der Apokalypse, die die Theologen seinerzeit ebenso beschäftigte wie das Kirchenvolk, einfallsreich und ausdrucks- stark in Musik um.
Die Doppel-CD enthält zudem Telemanns Kantate Der Herr ist König - eine Psalm-Motette, die Bach seinerzeit in Leipzig abschreiben ließ; möglicherweise hat er dieses Werk seines Jugendfreundes 1725 sogar mit den Thomanern aufgeführt. Mit ihren prächtigen Chorfugen wirkt diese Kantate vergleichsweise konventionell.
Hermann Max, der mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert zu den Pionieren der historischen Aufführungs- praxis gehört, hat Anfang der 90er Jahre alle drei Werke eingespielt. Dabei wirkten exzellente Solisten mit - die Sopranistinnen Ann Monoyios und Babara Schlick, David Cordier und Axel Köhler, Altus, Wilfried Jochens, Tenor, sowie Harry van der Kamp, Hans-Georg Wimmer und Stephan Schreckenberger, Bass. Das Label Capriccio macht diese schönen Aufnahmen nun wieder zugänglich.
Für den Gottesdienst an diesem Tage schuf Georg Philipp Telemann seine Donner-Ode. Später ergänzte er dieses Werk noch um einen zweiten Teil, der ausgiebig Gottes Herrlichkeit preist. Der erste Teil aber schildert darüber hinaus in deutlicher Klangsprache, wie "die Stimme Gottes" die Meere erschüttert und die Zedern zerschmettert. "Sie stürzt die stolzen Gebirge zusammen; / der Erdkreis wankt, wenn er sie hört: / hört des Donners Stimme, die Flammen / rund um sich sprüht, zerschlägt, zerstört."
Auch Der Tag des Gerichts droht mit Pauken und Trompeten das Ende der Welt an, und schildert dann in vier Betrachtungen, was Gläubigen und Ungläubigen bevorsteht. Textdichter Christian Wilhelm Alers schuf dafür Figuren wie den Spötter, die Vernunft, die Religion oder die Andacht, sowie Chöre der Gläubigen, der Laster, der Seligen und der Himmlischen - und Telemann gab ihnen eine Stimme. Er setzte die Vision der Apokalypse, die die Theologen seinerzeit ebenso beschäftigte wie das Kirchenvolk, einfallsreich und ausdrucks- stark in Musik um.
Die Doppel-CD enthält zudem Telemanns Kantate Der Herr ist König - eine Psalm-Motette, die Bach seinerzeit in Leipzig abschreiben ließ; möglicherweise hat er dieses Werk seines Jugendfreundes 1725 sogar mit den Thomanern aufgeführt. Mit ihren prächtigen Chorfugen wirkt diese Kantate vergleichsweise konventionell.
Hermann Max, der mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert zu den Pionieren der historischen Aufführungs- praxis gehört, hat Anfang der 90er Jahre alle drei Werke eingespielt. Dabei wirkten exzellente Solisten mit - die Sopranistinnen Ann Monoyios und Babara Schlick, David Cordier und Axel Köhler, Altus, Wilfried Jochens, Tenor, sowie Harry van der Kamp, Hans-Georg Wimmer und Stephan Schreckenberger, Bass. Das Label Capriccio macht diese schönen Aufnahmen nun wieder zugänglich.
Dienstag, 13. September 2011
Schein: Fontana d'Israel (Capriccio)
Johann Hermann Schein (1586 bis 1630) gehört mit Heinrich Schütz und Samuel Scheidt zu den sagen- umwobenen "drei großen Sch" der mitteldeutschen Musik zu Beginn des 17. Jahrhunderts.
Schein war der Sohn eines Pastors aus Grünhain im Erzgebirge. Nach dem Tode seines Vaters zog die Mutter mit ihm nach Dresden, wo er als Alumnus im Knabenchor der Dresdner Hofkapelle unterkam. Dort musizierte er unter Rogier Michael, bis er in den Stimmbruch kam, und seine Ausbildung in "Schulpforta" fortsetzen konnte. Nach Abschluss der Fürstenschule ging Schein 1608 an die Universität in Leipzig, um dort Jura zu studieren. Doch statt Akten zu wälzen, begann der Jüngling zu komponieren. Nach dem Examen wirkte er zunächst als Musiklehrer in Weißenfels und als Hofkapellmeister in Weimar. 1615 wurde Schein dann Nachfolger von Sethus Calvisius im Amt des Thomaskantors und städtischen Musikdirektors in Leipzig.
Auf der vorliegenden Doppel-CD hat Hermann Max mit seiner Rhei- nischen Kantorei die Fontana d'Israel eingespielt, Israelis Brünnlein Auserlesener Krafft Sprüchlein Altes und newen Testaments - Scheins bei weitem wichtigstes Werk, im Druck erschienen 1623. Die Aufnahme macht deutlich, dass man diese Sammlung geistlicher Krafftsprüchlein aufgrund ihrer überragenden musikalischen Qualität durchaus neben Schütz' Kleine geistliche Konzerte setzen kann. Die 26 Vokalwerke sind aber wahrscheinlich weniger zum Gebrauch im Gottesdienst als vielmehr als Gelegenheitswerke sowie zum häusli- chen Musizieren entstanden. Dem trägt auch die Interpretation durch die Rheinische Kantorei Rechnung - obwohl die Besetzung des Conti- nuos ganz sicher den Rahmen der Hausmusik sprengt. Variatio delec- tat. Und langweilig ist diese Einspielung wahrlich nicht.
Schein war der Sohn eines Pastors aus Grünhain im Erzgebirge. Nach dem Tode seines Vaters zog die Mutter mit ihm nach Dresden, wo er als Alumnus im Knabenchor der Dresdner Hofkapelle unterkam. Dort musizierte er unter Rogier Michael, bis er in den Stimmbruch kam, und seine Ausbildung in "Schulpforta" fortsetzen konnte. Nach Abschluss der Fürstenschule ging Schein 1608 an die Universität in Leipzig, um dort Jura zu studieren. Doch statt Akten zu wälzen, begann der Jüngling zu komponieren. Nach dem Examen wirkte er zunächst als Musiklehrer in Weißenfels und als Hofkapellmeister in Weimar. 1615 wurde Schein dann Nachfolger von Sethus Calvisius im Amt des Thomaskantors und städtischen Musikdirektors in Leipzig.
Auf der vorliegenden Doppel-CD hat Hermann Max mit seiner Rhei- nischen Kantorei die Fontana d'Israel eingespielt, Israelis Brünnlein Auserlesener Krafft Sprüchlein Altes und newen Testaments - Scheins bei weitem wichtigstes Werk, im Druck erschienen 1623. Die Aufnahme macht deutlich, dass man diese Sammlung geistlicher Krafftsprüchlein aufgrund ihrer überragenden musikalischen Qualität durchaus neben Schütz' Kleine geistliche Konzerte setzen kann. Die 26 Vokalwerke sind aber wahrscheinlich weniger zum Gebrauch im Gottesdienst als vielmehr als Gelegenheitswerke sowie zum häusli- chen Musizieren entstanden. Dem trägt auch die Interpretation durch die Rheinische Kantorei Rechnung - obwohl die Besetzung des Conti- nuos ganz sicher den Rahmen der Hausmusik sprengt. Variatio delec- tat. Und langweilig ist diese Einspielung wahrlich nicht.
Sonntag, 22. Mai 2011
Telemann: Lukas Passion 1748 (cpo)
In seiner Funktion als Cantor Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg hatte Georg Philipp Telemann unter anderem die Passionsmusik für die Hansestadt zu liefern und zu leiten. Dabei wechselte jährlich das Evangelium, das als Grundlage für die musikali- sche Gestaltung der Gottesdienste diente. Man könnte aber auch sagen: Alle vier Jahre war derselbe Bibeltext zu vertonen. Telemann freilich bereitete es keine Schwierigkeiten, dennoch für Abwechslung zu sorgen. So ließ er den Bericht des Evangelisten an sehr unter- schiedlichen Punkten einsetzen und enden; und auch die Arien sowie die Kirchenliedversen, die das Evangelium kommentierten, boten vielfältige Möglichkeiten zur Variation.
Von Invocavit bis Judica erklang die Passion dann in den fünf Haupt- und acht Nebenkirchen, jeweils in zwei Teilen, vor und nach der Predigt. 52 Passionen und Passionskantaten von Telemann listet das Werkverzeichnis auf. Anlässlich der 20. Magdeburger Telemann-Festtage wurde das letzte derartige Werk vorgestellt, das noch im Archiv seiner Wiederentdeckung harrte: Die Lukas-Passion aus dem Jahre 1748, neu ediert von Carsten Lange am Zentrum für Telemann- Pflege und -Forschung Magdeburg.
Hermann Max und seine Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert haben das Werk im März 2010 erstmals wieder auf- geführt. Der Live-Mitschnitt dieses Konzertes durch MDR Figaro erschien nun bei cpo. Neben den Solisten Veronika Winter, Sopran, Anne Bierwirth, Alt, Julian Podger, Tenor, Clemens Heinrich, Bass/Jesus und Matthias Vieweg, Bass/Arien und Pilatus, sind etliche Mitglieder der Rheinischen Kantorei in kleineren Partien zu hören. Das Ensemble ist in diesem Falle mit 16 professionellen Sängern besetzt. Die Aufnahme ist sehr gelungen; sie erfreut nicht zuletzt durch eine hohe Textverständlichkeit.
Von Invocavit bis Judica erklang die Passion dann in den fünf Haupt- und acht Nebenkirchen, jeweils in zwei Teilen, vor und nach der Predigt. 52 Passionen und Passionskantaten von Telemann listet das Werkverzeichnis auf. Anlässlich der 20. Magdeburger Telemann-Festtage wurde das letzte derartige Werk vorgestellt, das noch im Archiv seiner Wiederentdeckung harrte: Die Lukas-Passion aus dem Jahre 1748, neu ediert von Carsten Lange am Zentrum für Telemann- Pflege und -Forschung Magdeburg.
Hermann Max und seine Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert haben das Werk im März 2010 erstmals wieder auf- geführt. Der Live-Mitschnitt dieses Konzertes durch MDR Figaro erschien nun bei cpo. Neben den Solisten Veronika Winter, Sopran, Anne Bierwirth, Alt, Julian Podger, Tenor, Clemens Heinrich, Bass/Jesus und Matthias Vieweg, Bass/Arien und Pilatus, sind etliche Mitglieder der Rheinischen Kantorei in kleineren Partien zu hören. Das Ensemble ist in diesem Falle mit 16 professionellen Sängern besetzt. Die Aufnahme ist sehr gelungen; sie erfreut nicht zuletzt durch eine hohe Textverständlichkeit.
Dienstag, 14. Dezember 2010
Bach: Weihnachtsoratorium; Max (cpo)
Viel und vieles wurde geschrieben über das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Darauf verweist auch Hermann Max im Beiheft zu der vorliegenden Super Audio-Doppel-CD. Leider begibt er sich in seinem Text ziemlich rasch ins Reich der Spekulation - dabei bietet Bachs Notentext doch so viel interessantes; ob Bach "modern" komponieren wollte, erscheint mir angesichts dieses gewaltigen Werkes hingegen eher eine von jenen Fragen, wie sie heute vorzugsweise die Kollegen vom Boulevard stellen.
Warum also noch eine weitere Einspielung des Weihnachtsorato- riums, das im CD-Regal schon in etlichen Aufnahmen zu finden ist - und einige davon sind ja gar nicht schlecht. Das innovative Aufzeich- nungsverfahren mag sicher für einige Technikfreaks ein Kaufargu- ment sein. Doch ist die neue Aufnahme besser als ihre Vorgänger? Bringt sie neue Ideen, zeigt sie Strukturen auf, ist sie von besonderer musikalischer Qualität?
Neugierig startet man den Player - und erschrickt sofort über die Dominanz und den ungewohnt flachen Klang der Pauken. Willkommen im Reich der historical correctness. Nun ja - die Rheinische Kantorei ist bei dieser Interpretation gerade einmal mit 16 Sängerinnen und Sängern besetzt. Und das Barockorchester Das Kleine Konzert spielt ebenfalls mit schlanker Besetzung, wobei aber das Continuo jeweils mit Violoncello, Violone, Fagott, Orgel und Cembalo vergleichsweise üppig ausgestattet ist.
Die Chöre nimmt Max zügig, aber nicht flüchtig. Der Chor singt ge- schmeidig, und hat keine Mühe, diesen Tempi zu folgen. Veronika Winter, Sopran, Wiebke Lehmkuhl, Alt, Jan Kobow, Tenor und Markus Flaig, Bass, singen klangschön und solide, aber nicht umwer- fend. Am meisten beeindruckt mich Jan Kobow dort, wo er die Partie des Evangelisten singt. Die Arien sind ansonsten durchweg sehr konventionell gestaltet; insbesondere bei der Wahl der Tempi ist Max von beeindruckender Inkonsequenz (Beispiel: Frohe Hirten - die Aufforderung, zu eilen, dürfte ganz sicher niemand ernst nehmen, wenn sie so lässig-tänzerisch vorgetragen wird). Vom Orchester sind leider nicht nur schöne Töne zu hören - Originalklang hin, Barock- musik her, das ist keine Entschuldigung, Profis müssen das bringen. Tut mir leid, aber diese Aufnahme kann ich nicht empfehlen.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Graupner: Frohlocke, werte Christenheit (cpo)
In Darmstadt war es in der Ad- ventszeit 1727 "nebelig und kalt", schrieb Hofkapellmeister Christoph Graupner (1683 bis 1760) seinerzeit in einem Brief. Vize-Hofkapellmeister Gottfried Grünewald war seit längerem erkrankt. Das war ein Problem, denn Grünewald war zugleich der einzige Vokal-Bassist der Hof- kapelle.
So musste Graupner nicht nur sämtliche Werke für die Feiertage alleine liefern und die Auffüh- rungen leiten. Er musste sich außerdem etwas einfallen lassen, um das Fehlen des Sängers zu kompensieren: Wie bringt man einen Chor zum Klingen, ohne Bass? Am zweiten Feiertag aber feierte obendrein sein Dienstherr, Landgraf Ernst Ludwig, Geburtstag, so dass die Kirchen- kantate an diesem Tage besonders prächtig auszufallen hatte.
Graupner löste das Problem, indem er Weihnachtskantaten kompo- nierte, die mit der in der Tat sehr ungewöhnlichen Besetzung Sopran - Alt - Tenor auskommen - und trotzdem so gut klingen, dass man längere Zeit fasziniert lauscht, bevor man bemerkt, dass diesem Ensemble eigentlich die tiefste Stimme fehlt. Eines dieser kuriosen Werke, die Kantate Von Gott will ich nicht lassen, erklingt auf dieser CD - wobei allerdings im Choral dann doch ein Bassist mitsingt; wer damals diese Partie übernommen hat, das wird wohl ein Geheimnis bleiben.
Die vier anderen Weihnachtskantaten Graupners, die für diese CD ausgewählt wurden, sind durchweg nach 1740 entstanden. Sie zeigen den Darmstädter Hofkapellmeister als überaus versierten Musiker, der auf Pauken und Trompeten verzichten kann - und mit Eleganz und Virtuosität überzeugt.
Das gilt auch für die Musiker, die auf dieser CD zu hören sind: Veronika Winter, Sopran, Franz Vitzthum, Alt, Jan Kobow, Tenor und Markus Flaig, Bass ergeben ein überaus stimmiges Ensemble, das gemeinsam mit dem etablierten Barockorchester Das Kleine Konzert unter Hermann Max durch engagiertes Musizieren und präzise Klangrede begeistert. Bravi!
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