Dies ist keine gewöhnliche Vivaldi-Einspielung: Mit dem Album „La Venezia di Anna Maria“ erinnern Midori Seiler und das Concerto Köln an Anna Maria dal Violin. Als Findelkind kam sie in Venedig ins Ospedale della Pietà. Im Waisenhaus wuchs sie auf, und dort erhielt sie eine ausgezeichnete Ausbildung. Fleiß und Talent machten Anna Maria zu einer Violinvirtuosin von europäischem Rang.
Es gab damals wenig Möglichkeiten für eine Frau, im Musikerberuf tätig zu werden. Umso interessanter ist der Einblick, den diese CD in das Repertoire gibt, das den erstklassigen Ensembles der vier venezianischen Ospedali seinerzeit zu einem derart exzellenten Ruf verholfen hat. Kaum ein Besucher der Stadt jedenfalls dürfte damals darauf verzichtet haben, den Mädchen und Frauen zuzu- hören, wenn sie in der Kirche musizierten.
Obwohl Anna Maria (vermutlich 1696 bis 1782) nach heutigen Maßstäben ein Star war, ist über sie als Person erstaunlich wenig bekannt. Wir wissen, dass sie zwei Mal eine jeweils bessere Geige erhielt; ab 1720 wurde sie zudem maestra genannt – sie begann also, selbst zu unterrichten. 1721 hörte Johann Christoph Nemeitz ihr Spiel und meinte, dass die Geigerin „von Virtuosen unseres Geschlechts wenig ihres gleichen hat“. Zeitgenos- sen schrieben sogar Lobgedichte auf sie.
Dennoch blieb die Musikerin ihr ganzes Leben im Ospedale della Pietà. Antonio Vivaldi, ihr Lehrer und Mentor, komponierte fast 30 Concerti per Anna Maria. Eine große Anzahl davon findet sich in ihrem „Spielbuch“, ihrer Notenkollektion, die Midori Seiler zu dieser Einspielung inspirierte.
Die Geigerin, die seit 2017 wieder als Professorin an der Musikhochschule in Weimar lehrt, hat gemeinsam mit Concerto Köln für dieses Projekt vier Concerti per Anna Maria von Vivaldi ausgewählt – RV 260, RV 308, RV 270a und RV 248 – und dazu die Konzerte RV 120, RV 158 sowie die Sinfonia in F-Dur RV 140.
Komplettiert wird das Programm durch ein Concerto a Quattro in g-Moll von Baldassare Galuppi und ein Concerto in B-Dur von Tomaso Albinoni. Concerto Köln gestaltet den Orchesterpart, wo es sich anbietet, durch den Einsatz von Blasinstrumenten farbig. Dies scheint auch in Venedig seiner- zeit üblich gewesen zu sein. Auch zwei Harfen sind dazu aufgeboten; die Orchestrierung übernahm Lorenzo Alpert, Fagottist und künstlerischer Leiter des Ensembles. Midori Seiler ist mit dem Orchester seit vielen Jahren vertraut. Diese enge Verbundenheit prägt auch die Aufnahme. Sie zeigt enorme künstlerische Reife, fernab jeder Oberflächlichkeit, Effekt- hascherei und Eitelkeit. Faszinierend.
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Samstag, 8. September 2018
Dienstag, 26. Juni 2018
Light Divine (Signum Classics)
Dies ist die zweite und vermutlich auch letzte CD, auf der der norwegische Knabensopran Aksel Rykkvin zu hören ist. Schon seine Debüt-Aufnahme, mit Arien von Bach, Händel und Mozart, sorgte für Aufsehen. Nun interpretiert der junge Sänger, der Mitglied des Knabenchores der Kathedrale von Oslo ist, erneut einige Arien Händels; das Programm wird ergänzt durch Werke von Tomaso Albinoni, Philipp Jakob Ritter und Jean-Philippe Rameau.
Begleitet wird er dabei von dem norwegischen MIN Ensemble unter Leitung von Mark Bennett, der zudem die Besetzung des Kammermusikensembles kraftvoll durch Pauken und Barocktrompeten erweitert. Rykkvin singt sehr schön und auch klug; allerdings ist er jetzt im Stimmbruch und wird seine Karriere in Zukunft wohl als Bariton fortsetzen.
Begleitet wird er dabei von dem norwegischen MIN Ensemble unter Leitung von Mark Bennett, der zudem die Besetzung des Kammermusikensembles kraftvoll durch Pauken und Barocktrompeten erweitert. Rykkvin singt sehr schön und auch klug; allerdings ist er jetzt im Stimmbruch und wird seine Karriere in Zukunft wohl als Bariton fortsetzen.
Freitag, 8. Juni 2018
Baroque Twitter (Deutsche Harmonia Mundi)
Nein, es geht ausnahmsweise einmal nicht um Mobiltelefone und Kurz- nachrichten. Die Imitation von Vogelgesängen gehört vielmehr zu den beliebten Sujets der Barockzeit. Dass es aber derart viele barocke Arien und Konzerte gibt, die vom Gezwitscher geprägt sind, das ist wirklich erstaunlich.
In diesem Blog haben wir bereits mehrfach Alben vorgestellt, die sich den kunstvoll imitierten Vogel- gesängen widmen. Nuria Rial und Maurice Steger haben nun gemeinsam mit dem Kammer- orchester Basel eine CD eingespielt, die zu weiteren Entdeckungen einlädt. Die spanische Sängerin und der Flötenvirtuose begeistern mit einem sorgsam zusammengestellten Programm, das neben einigen bekannten Werken auch etliche Kostbarkeiten enthält, die bislang in Archiven geschlummert haben.
So erklingen neben Arien von Andrea Stefano Fiorè, Leonardo Vinci, Francesco Gasparini, Pietro Torri, Tomaso Albinoni, Johann Adolf Hasse, Antonio Vivaldi und Alessandro Scarlatti – teils mit, teils ohne Flötenpart – auch Sonaten und Konzerte von Francesco Mancini, Charles Dieupart und Antonio Vivaldi.
Der schlanke, bewegliche Sopran von Nuria Rial harmoniert dabei aufs Beste mit dem Klang von Stegers Blockflöten. Und das Kammerorchester Basel, geleitet von seinem Konzertmeister Stefano Barneschi, ist den beiden Solisten ein kongenialer Partner. Hinreißend!
In diesem Blog haben wir bereits mehrfach Alben vorgestellt, die sich den kunstvoll imitierten Vogel- gesängen widmen. Nuria Rial und Maurice Steger haben nun gemeinsam mit dem Kammer- orchester Basel eine CD eingespielt, die zu weiteren Entdeckungen einlädt. Die spanische Sängerin und der Flötenvirtuose begeistern mit einem sorgsam zusammengestellten Programm, das neben einigen bekannten Werken auch etliche Kostbarkeiten enthält, die bislang in Archiven geschlummert haben.
So erklingen neben Arien von Andrea Stefano Fiorè, Leonardo Vinci, Francesco Gasparini, Pietro Torri, Tomaso Albinoni, Johann Adolf Hasse, Antonio Vivaldi und Alessandro Scarlatti – teils mit, teils ohne Flötenpart – auch Sonaten und Konzerte von Francesco Mancini, Charles Dieupart und Antonio Vivaldi.
Der schlanke, bewegliche Sopran von Nuria Rial harmoniert dabei aufs Beste mit dem Klang von Stegers Blockflöten. Und das Kammerorchester Basel, geleitet von seinem Konzertmeister Stefano Barneschi, ist den beiden Solisten ein kongenialer Partner. Hinreißend!
Dienstag, 1. März 2016
Ensemble Triologie - Vol. 1: soundscapes (Encora)
Kristina Lisner, Mandoline, Melanie Hunger, Mandoline und Mandola, und Markus Sich, Gitarre, haben sich beim Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Wuppertal kennengelernt. Die drei Musiker sind Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe; sie wurden 2013 mit einem Stipendium der Yehudi Menuhin Stiftung ausgezeichnet.
Seit 2012 musizieren die Zupfinstru- mente-Spezialisten gemeinsam als Ensemble trioLogie. Auf dieser CD führen sie durch Klanglandschaften, die sehr viel Abwechslung bieten. Es erklingen „neben Kompositionen bedeu- tender Mandolinenmeister wie Silvio Ranieri oder Raffaele Calace vor allem selbst arrangierte und selten gehörte Werke der letzten Jahrhun- derte bis heute“, schreiben die Musiker im Beiheft. „Mit soundscapes erschließen wir uns eigene Wege fernab ausgetretener musikalischer Pfade.“
Und auf „vol.1“ folgt typischerweise „vol.2“; das erfolgreiche Trio plant also langfristig. Das ist erfreulich, denn diese Debüt-CD begeistert durch stilistische Vielfalt, viele klangliche Facetten und Farben, und exzellent musiziert wird natürlich auch. Bravi! und weiter so, die nächste CD wird schon mit Neugier erwartet.
Seit 2012 musizieren die Zupfinstru- mente-Spezialisten gemeinsam als Ensemble trioLogie. Auf dieser CD führen sie durch Klanglandschaften, die sehr viel Abwechslung bieten. Es erklingen „neben Kompositionen bedeu- tender Mandolinenmeister wie Silvio Ranieri oder Raffaele Calace vor allem selbst arrangierte und selten gehörte Werke der letzten Jahrhun- derte bis heute“, schreiben die Musiker im Beiheft. „Mit soundscapes erschließen wir uns eigene Wege fernab ausgetretener musikalischer Pfade.“
Und auf „vol.1“ folgt typischerweise „vol.2“; das erfolgreiche Trio plant also langfristig. Das ist erfreulich, denn diese Debüt-CD begeistert durch stilistische Vielfalt, viele klangliche Facetten und Farben, und exzellent musiziert wird natürlich auch. Bravi! und weiter so, die nächste CD wird schon mit Neugier erwartet.
Dienstag, 24. November 2015
Sospiri d'amanti (Deutsche Harmonia Mundi)
Die Mandoline gilt heute weithin als ein Instrument für Freaks; lange Zeit hatte sie ihre Nische entweder in Folkbands, oder aber im Zupfinstru- mentenorchester. Dabei wurde die Mandoline einst sogar bei Hofe gespielt. Auf dieser CD präsentiert das Ensemble Artemandoline unter der Leitung von Juan Carlos Muñoz gemeinsam mit der Sopranistin Nuria Rial Musik aus jener Zeit.
Um 1750 stand die italienische Oper beinahe in ganz Europa hoch im Kurs – lediglich in Frankreich konnte sie sich nicht durchsetzen. Doch von Neapel bis Wien und von Madrid bis nach St. Petersburg dominierte Musik aus Italien. Etwa zur gleichen Zeit entwickelte sich die Mandoline zu einem populären höfischen Instrument. Sie erklang in Konzerten und Serenaden ebenso wie in der Oper, in Kantaten, ja selbst in Oratorien. Man kann davon ausgehen, dass eine enorme Menge Gesangsstücke, die durch eine Mandoline begleitet werden, spätestens mit dem Beginn der Romantik dem Archivschlaf anheimgefallen sind.
Das ist ein Verlust, wie diese CD beweist. Artemandoline hat für diese Aufnahme nicht nur zwei hinreißende, virtuose Concerti per mandolino von Carlo Arrigoni (1697 bis 1744) und von Johann Adolf Hasse (1699 bis 1783) herausgesucht, sondern auch jede Menge hörenswerte Arien von namhaften Komponisten von Johann Joseph Fux über Antonio Caldara, Georg Friedrich Händel bis hin zu Wolfgang Amadeus Mozart, überwie- gend in Weltersteinspielungen. Musiziert wird gekonnt und mit Hingabe; Nuria Rial begeistert mit ihrem strahlenden, schlank geführten Sopran bei exzellenter Textverständlichkeit.
Um 1750 stand die italienische Oper beinahe in ganz Europa hoch im Kurs – lediglich in Frankreich konnte sie sich nicht durchsetzen. Doch von Neapel bis Wien und von Madrid bis nach St. Petersburg dominierte Musik aus Italien. Etwa zur gleichen Zeit entwickelte sich die Mandoline zu einem populären höfischen Instrument. Sie erklang in Konzerten und Serenaden ebenso wie in der Oper, in Kantaten, ja selbst in Oratorien. Man kann davon ausgehen, dass eine enorme Menge Gesangsstücke, die durch eine Mandoline begleitet werden, spätestens mit dem Beginn der Romantik dem Archivschlaf anheimgefallen sind.
Das ist ein Verlust, wie diese CD beweist. Artemandoline hat für diese Aufnahme nicht nur zwei hinreißende, virtuose Concerti per mandolino von Carlo Arrigoni (1697 bis 1744) und von Johann Adolf Hasse (1699 bis 1783) herausgesucht, sondern auch jede Menge hörenswerte Arien von namhaften Komponisten von Johann Joseph Fux über Antonio Caldara, Georg Friedrich Händel bis hin zu Wolfgang Amadeus Mozart, überwie- gend in Weltersteinspielungen. Musiziert wird gekonnt und mit Hingabe; Nuria Rial begeistert mit ihrem strahlenden, schlank geführten Sopran bei exzellenter Textverständlichkeit.
Freitag, 9. Oktober 2015
La serenissima - Venetian Church Sonatas by Albinoni and Vivaldi (Genuin)
Wer diese CD anhört, der ahnt, warum die Stadt Venedig den Beinamen La Serenissima erhielt. Die Camerata degli amici unter Leitung des Oboisten Jaime González spielen die Sonate a tre, op. 1 von Tomaso Giovanni Albinoni (1671 bis 1751) und zwei Oboensonaten RV 81 und RV 53 von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741). Dabei entschied sich das Ensemble, Albinonis Triosonaten mit zwei Oboen aufzuführen, ergänzt durch ein farbenreiches Continuo, das in wechselnder Besetzung durch Fagott, Violoncello, Laute, Theorbe und Barockgitarre sowie Cembalo und Orgel gestaltet wird. Albinonis Werke sind durchweg Sonate da chiesa, Vivaldis Sonaten ähneln eher Konzerten. Doch sie alle zeichnen sich durch Heiterkeit und Klangpracht aus, und bieten den Musikern reichlich Gelegenheit, im Zusammenspiel zu brillieren. Daran haben González und seine Mitstreiter hörbar Vergnügen – und der Zuhörer auch. Bravi!
Samstag, 21. Februar 2015
Concerti veneziani per oboe (Arcana)
Die Oboe begann ihre Karriere im
17. Jahrhundert in Frankreich, wo sie aus der Schalmei hervorgegangen ist. Sie war bei Hofe bald ebenso gefragt wie als Militärinstrument. Und was dem französischen König behagte, das wollten natürlich auch all die anderen Herrscher Europas haben. So war die Oboe bald weit verbreitet. Um 1690 wurde sie dann auch in Italien gespielt. Etwa zum gleichen Zeitpunkt entstand in Italien das concerto, eine innovative Form des Musizierens, bei der Soli und Tutti einander abwechselten, begleitet vom Basso continuo. Und die Oboe erhielt in diesen neuartigen Werken umgehend ihren attraktiven Platz.
Barock-Oboist Alfredo Bernardini hat auf dieser CD mit seinem Ensemble Zefiro einige der schönsten Konzerte zusammengestellt, die damals in der Musikmetropole Venedig für die Oboe geschrieben wurden. Neben bekannten Werken von Antonio Vivaldi, Tomaso Albinoni, Giuseppe Sammartini und Alessandro oder Benedetto Marcello – letzteres weiß man wohl nicht so genau – finden sich auch zwei Konzerte von Giovanni Benedetto Platti (1697 bis 1763) sowie von Diogenio Bigaglia (vermutlich 1676 bis 1745). Platti wirkte nach 1722 am Hofe des Fürstbischofs von Bamberg und Würzburg. Bigaglia war Benediktiner. Er lebte im Kloster
S. Giorgio Maggiore auf der gleichnamigen venezianischen Insel, und hat dort eine Vielzahl von Musikstücken geschaffen.
Zefiro musiziert in solistischer Besetzung; nur das Continuo ist mitunter mehrfach besetzt. Das bringt zum einen Klangfarbe, zum anderen verstärkt es das Fundament, was dem Gesamtklang zugute kommt. Die Musiker spielen auf Originalen oder aber Nachbauten historischer Instrumente aus der Entstehungszeit der Konzerte. Bernardini lässt eine Oboe erklingen, die der Mailänder Instrumentenbauer Giovanni Maria Anciuti 1730 angefertigt hat. Er beeindruckt durch einen schönen, runden Ton, und lässt seine Oboe so richtig singen. Auch die anderen Mitglieder des kleinen Ensem- bles musizieren versiert und temperamentvoll. Ein schönes Album, das einen sonnigen Tag so richtig zum Strahlen bringen kann.
17. Jahrhundert in Frankreich, wo sie aus der Schalmei hervorgegangen ist. Sie war bei Hofe bald ebenso gefragt wie als Militärinstrument. Und was dem französischen König behagte, das wollten natürlich auch all die anderen Herrscher Europas haben. So war die Oboe bald weit verbreitet. Um 1690 wurde sie dann auch in Italien gespielt. Etwa zum gleichen Zeitpunkt entstand in Italien das concerto, eine innovative Form des Musizierens, bei der Soli und Tutti einander abwechselten, begleitet vom Basso continuo. Und die Oboe erhielt in diesen neuartigen Werken umgehend ihren attraktiven Platz.
Barock-Oboist Alfredo Bernardini hat auf dieser CD mit seinem Ensemble Zefiro einige der schönsten Konzerte zusammengestellt, die damals in der Musikmetropole Venedig für die Oboe geschrieben wurden. Neben bekannten Werken von Antonio Vivaldi, Tomaso Albinoni, Giuseppe Sammartini und Alessandro oder Benedetto Marcello – letzteres weiß man wohl nicht so genau – finden sich auch zwei Konzerte von Giovanni Benedetto Platti (1697 bis 1763) sowie von Diogenio Bigaglia (vermutlich 1676 bis 1745). Platti wirkte nach 1722 am Hofe des Fürstbischofs von Bamberg und Würzburg. Bigaglia war Benediktiner. Er lebte im Kloster
S. Giorgio Maggiore auf der gleichnamigen venezianischen Insel, und hat dort eine Vielzahl von Musikstücken geschaffen.
Zefiro musiziert in solistischer Besetzung; nur das Continuo ist mitunter mehrfach besetzt. Das bringt zum einen Klangfarbe, zum anderen verstärkt es das Fundament, was dem Gesamtklang zugute kommt. Die Musiker spielen auf Originalen oder aber Nachbauten historischer Instrumente aus der Entstehungszeit der Konzerte. Bernardini lässt eine Oboe erklingen, die der Mailänder Instrumentenbauer Giovanni Maria Anciuti 1730 angefertigt hat. Er beeindruckt durch einen schönen, runden Ton, und lässt seine Oboe so richtig singen. Auch die anderen Mitglieder des kleinen Ensem- bles musizieren versiert und temperamentvoll. Ein schönes Album, das einen sonnigen Tag so richtig zum Strahlen bringen kann.
Mittwoch, 7. Januar 2015
Per Monsieur Pisendel 2 (Avie Records)
Mit dieser CD schließt der Barock- geiger Adrian Chandler einen Kreis: Mit der CD Per Monsieur Pisendel hatte er vor mehr als zehn Jahren sein Debüt gegeben.
Johann Georg Pisendel (1687 bis 1755), langjähriger Konzertmeister am Dresdner Hof, war ein Ausnah- memusiker gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen muss er bereits als Kind unglaublich gut Geige gespielt haben. Während seiner Jahre als Kapellknabe am Ansbacher Hof unterrichtete ihn Giuseppe Torelli – dieser berühmte Virtuose wird wohl kaum Anfänger persönlich unterwiesen haben.
Auf dem Wege nach Leipzig, wo Pisendel Jura studierte, traf er in Weimar auf Johann Sebastian Bach, den er nachhaltig beeindruckte. 1712 nahm Pisendel eine Stelle als stellvertretender Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle an. Im Gefolge des Kurprinzen besuchte er Paris, Berlin und Venedig. Dort wurde er ein Schüler Antonio Vivaldis; dieser widmete Pisendel immerhin fünf Sonaten und sechs Konzerte. Auch zu anderen Musikern pflegte Pisendel enge Beziehungen. Das brachte dem sächsischen Hof erhebliche Notenbestände ein, die im legendären „Schranck No:II“ glücklicherweise zumeist bis heute erhalten geblieben sind.
Pisendel muss aber auch ein vortrefflicher Musikpädagoge gewesen sein. Er hat nicht nur etliche Schüler zu hoher Meisterschaft geführt; Pisendel brachte als Konzertmeister gemeinsam mit Kapellmeister Hasse die Hofkapelle auf jenen hohen Stand, der sie zu einer europäischen Legende werden ließ.
Wenn ein Geiger heute Werke einspielt, die für Pisendel entstanden sind, oder die dieser gar selbst komponiert hat, dann tritt er also in große Fußstapfen. Chandler hat im Bereich der Barockmusik sehr viel Erfahrung und große Erfolge vorzuweisen. So wurde er mit seinen Aufnahmen mehrfach für den Gramophone nominiert. Er spielt in der Tat exzellent, und hat in Gareth Deats, Violoncello, Thomas Dunford, Theorbe und Robert Howarth, Orgel und Cembalo, versierte Begleiter im Continuo. Musiziert wird mit Lust und mit Temperament, aber auch mit Präzision und mit beeindruckender Technik. Mehr davon!
Johann Georg Pisendel (1687 bis 1755), langjähriger Konzertmeister am Dresdner Hof, war ein Ausnah- memusiker gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen muss er bereits als Kind unglaublich gut Geige gespielt haben. Während seiner Jahre als Kapellknabe am Ansbacher Hof unterrichtete ihn Giuseppe Torelli – dieser berühmte Virtuose wird wohl kaum Anfänger persönlich unterwiesen haben.
Auf dem Wege nach Leipzig, wo Pisendel Jura studierte, traf er in Weimar auf Johann Sebastian Bach, den er nachhaltig beeindruckte. 1712 nahm Pisendel eine Stelle als stellvertretender Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle an. Im Gefolge des Kurprinzen besuchte er Paris, Berlin und Venedig. Dort wurde er ein Schüler Antonio Vivaldis; dieser widmete Pisendel immerhin fünf Sonaten und sechs Konzerte. Auch zu anderen Musikern pflegte Pisendel enge Beziehungen. Das brachte dem sächsischen Hof erhebliche Notenbestände ein, die im legendären „Schranck No:II“ glücklicherweise zumeist bis heute erhalten geblieben sind.
Pisendel muss aber auch ein vortrefflicher Musikpädagoge gewesen sein. Er hat nicht nur etliche Schüler zu hoher Meisterschaft geführt; Pisendel brachte als Konzertmeister gemeinsam mit Kapellmeister Hasse die Hofkapelle auf jenen hohen Stand, der sie zu einer europäischen Legende werden ließ.
Wenn ein Geiger heute Werke einspielt, die für Pisendel entstanden sind, oder die dieser gar selbst komponiert hat, dann tritt er also in große Fußstapfen. Chandler hat im Bereich der Barockmusik sehr viel Erfahrung und große Erfolge vorzuweisen. So wurde er mit seinen Aufnahmen mehrfach für den Gramophone nominiert. Er spielt in der Tat exzellent, und hat in Gareth Deats, Violoncello, Thomas Dunford, Theorbe und Robert Howarth, Orgel und Cembalo, versierte Begleiter im Continuo. Musiziert wird mit Lust und mit Temperament, aber auch mit Präzision und mit beeindruckender Technik. Mehr davon!
Montag, 29. Juli 2013
Venezia - Opera Arias of the Serenissima (Virgin)
Als Antonio Vivaldi 1678 geboren wurde, war der Glanz von Venedig bereits am Verblassen. Die Sere- nissima hatte ihre Position als europäische Großmacht verloren. Doch gefeiert wurde in der Stadt des Dogen noch immer prachtvoll. Besucher aus ganz Europa schwärmten von der Musik, die in den Kirchen erklang – und von den Vorstellungen in den sechs Opernhäusern Venedigs. Sie befanden sich durchweg im Besitz der Patrizier, und wetteiferten miteinander um die spektakulärsten Aufführungen, die besten Komponisten und Musiker und die Stars unter den Sängern jener Zeit.
In diese Zeit entführt uns eine CD, die Countertenor Max Emanuel Cencic gemeinsam mit dem Ensemble Il Pomo d'oro unter Riccardo Minasi für Virgin Classics eingespielt hat.„Mein Wunsch ist es, die Musik dieses alten Venedig neu zu erobern und die Emotionen und Farben einer Stadt heraufzubeschwören, die einst eine Weltmetro- pole war“, erklärt der Sänger.
Das ist ihm bestens gelungen. Mit den ausgewählten Opernarien erinnert Cencic vor allem an die legendären Auftritte der Kastraten. Seine Stimme klingt betörend, und seine Technik ist makellos. Der Countertenor verbindet Virtuosität und Ausdrucksstärke; schier endlose, schwerelose Linien, grandiose Koloraturen und seine Stilsicherheit werden auch Kenner entzücken. Die Musiker um Riccardo Minasi sind ihm dabei versierte Begleiter. Bravi!
In diese Zeit entführt uns eine CD, die Countertenor Max Emanuel Cencic gemeinsam mit dem Ensemble Il Pomo d'oro unter Riccardo Minasi für Virgin Classics eingespielt hat.„Mein Wunsch ist es, die Musik dieses alten Venedig neu zu erobern und die Emotionen und Farben einer Stadt heraufzubeschwören, die einst eine Weltmetro- pole war“, erklärt der Sänger.
Das ist ihm bestens gelungen. Mit den ausgewählten Opernarien erinnert Cencic vor allem an die legendären Auftritte der Kastraten. Seine Stimme klingt betörend, und seine Technik ist makellos. Der Countertenor verbindet Virtuosität und Ausdrucksstärke; schier endlose, schwerelose Linien, grandiose Koloraturen und seine Stilsicherheit werden auch Kenner entzücken. Die Musiker um Riccardo Minasi sind ihm dabei versierte Begleiter. Bravi!
Samstag, 25. August 2012
Albinoni: Six Sonatas for Flute and Continuo Op. 6 (Dynamic)
Eigentlich waren die zwölf Sonaten von Tomaso Albinoni (1671 bis 1751), die zwischen 1610 und 1612 in Amsterdam unter dem Titel Trattenimenti Armonici erschie- nen sind, für Violine und Basso continuo bestimmt. Doch diese Werke, die sich schnell großer Beliebtheit erfreuten, wurden schon bald auch in Bearbeitungen für Traversflöte populär, zumal für dieses neue Instrument anfangs nur wenig Originalkompositionen verfügbar waren. Die Flötisten aber wussten sich zu helfen – und wer diese CD hört, der wird kaum noch vermuten, dass die sechs Sonaten, die Mitglieder des Ensembles Barocco Padovano Sans Souci hier auf Instrumenten aus jener Zeit vortragen, nicht für die Flöte geschrieben worden sind.
Mario Folena spielt die Traversflöte mit dem typischen dunklen Ton ebenso klangschön wie virtuos. Das Continuo ist mit Terell Stone, Theorbe und Barockgitarre, Aldo Fiorentin, Cembalo und Barock- gitarre, sowie Carlo Zanardi, Barock-Violoncello, üppig besetzt – was ebenfalls zu einem abwechslungsreichen Klangbild beiträgt. Und Albinonis Werke zeigen ihn als einen Meister sowohl der melodischen Erfindung als auch des sorgfältigen kontrapunktischen Satzes. Wun- dervoll!
Mario Folena spielt die Traversflöte mit dem typischen dunklen Ton ebenso klangschön wie virtuos. Das Continuo ist mit Terell Stone, Theorbe und Barockgitarre, Aldo Fiorentin, Cembalo und Barock- gitarre, sowie Carlo Zanardi, Barock-Violoncello, üppig besetzt – was ebenfalls zu einem abwechslungsreichen Klangbild beiträgt. Und Albinonis Werke zeigen ihn als einen Meister sowohl der melodischen Erfindung als auch des sorgfältigen kontrapunktischen Satzes. Wun- dervoll!
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Berühmte Musik für Bläser (Berlin Classics)
Prachtvolle Bläsersätze bringt diese CD mit dem Blechbläser- ensemble Ludwig Güttler. Dabei konzentriert sich diese Kompila- tion mit Aufnahmen aus den Jahren 1987 und 2001 auf die Zeitspanne zwischen Giovanni Gabrieli (1557 bis 1613) und Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) - wobei natürlich, auch wenn das mit Sachsen eigentlich wenig zu tun hat, Händels Feuer- werksmusik nicht ausgelassen wird.
Ansonsten zeigt die CD die Verbindungen zwischen Italien, speziell der venezianischen Mehrchörigkeit, und dem Musizieren am sächsi- schen Hofe: "Es ist mir wichtig", so Güttler, "dass die musikalische Straße Venedig - Wien - Dresden immer wieder hörbar gemacht wird. Gabrieli ist mit seinem weiten Wirkungskreis ein signifikantes Beispiel dafür." Denn der Musiker prägte über seinen Schüler Heinrich Schütz die Musik in Sachsen für einen Zeitraum von gut 50 Jahren ganz entscheidend.
Güttler und seine Ensembles haben sich stets darum bemüht, die Musik dieser Zeit wieder auf das Konzertpodium und in die Kirchenräume zu bringen. Diese CD vereint einige der schönsten Bläsersätze, die sein Blechbläserensemble seit Jahren spielt.
Ansonsten zeigt die CD die Verbindungen zwischen Italien, speziell der venezianischen Mehrchörigkeit, und dem Musizieren am sächsi- schen Hofe: "Es ist mir wichtig", so Güttler, "dass die musikalische Straße Venedig - Wien - Dresden immer wieder hörbar gemacht wird. Gabrieli ist mit seinem weiten Wirkungskreis ein signifikantes Beispiel dafür." Denn der Musiker prägte über seinen Schüler Heinrich Schütz die Musik in Sachsen für einen Zeitraum von gut 50 Jahren ganz entscheidend.
Güttler und seine Ensembles haben sich stets darum bemüht, die Musik dieser Zeit wieder auf das Konzertpodium und in die Kirchenräume zu bringen. Diese CD vereint einige der schönsten Bläsersätze, die sein Blechbläserensemble seit Jahren spielt.
Sonntag, 26. Dezember 2010
Albinoni: Sonate da Chiesa - Opera Quarta (Genuin)
"Wenn ein Komponist für das eigene Instrument mehrere Stücke geschrieben hat, empfindet man eine gewisse Sympathie, die dann in Dankbarkeit übergeht", erläu- tert Jaime González, Professor für Oboe an der Hochschule der Künste in Bern, die Auswahl der Werke für diese CD. "Deshalb wollte ich mich bei Albinoni bedanken für die wunderschönen Oboenkonzerte Op. 7 und Op. 9 und dabei zeigen, wie gut die Musik ist, die er komponiert hat."
Tomaso Giovanni Albinoni (1671 bis 1751) war der Sohn eines vene- zianischen Spielkartenmachers. Er erlernte ebenfalls diesen Beruf, und als er 1694 seine erste Oper und die erste Sammlung von Trio- sonaten vorstellte, bezeichnete er sich als dilettante veneto. Schon bald schuf er mehrere Opern jährlich, und entschied sich endgültig für den Musikerberuf. In diesem war er recht erfolgreich; so erhielt er, insbesondere in den 1720er Jahren, Aufträge aus ganz Europa. Albinoni komponierte in erster Linie Opern, Kantaten und Instru- mentalmusik. Nicht alles, was unter seinem Namen kursiert, stammt auch von ihm. Das berühmte Adagio für Orgel und Streicher beispielsweise hat sein Biograph Remo Giazotti 1958 aus einer Triosonate "rekonstruiert".
Die Sonate da Chiesa auf dieser CD werden in den Werklisten als "Pseudo-op.4" geführt. Zumindest bei einem dieser Werke ist die Autorschaft umstritten; darüber freilich findet sich kein kritisches Wort. Auch soll der Druck aus dem Jahre 1708 stammen - das Beiheft verweist ihn allerdings kommentarlos auf 1704. Darüber staunt man dann doch. Und es wäre auch interessant gewesen, im Beiheft der CD einen Hinweis auf die Quelle für die Sonata da Camera in C-Dur zu finden, die abschließend erklingt.
Werke, die ursprünglich für Violine bestimmt waren, auf der Oboe zu spielen, ist in der Barockzeit durchaus üblich gewesen. Einige Passa- gen werden dadurch technisch eine Herausforderung, aber genau dort ist González am besten. Asa Akerberg, Barockcello, Thomas C. Boysen, Barockgitarre und Theorbe, und Martin Müller, Cembalo, erweisen sich als versierte Besetzung für den Basso continuo. Musiziert wird wirklich hörenswert, und die Aufnahme sei daher hier gern empfohlen.
Donnerstag, 29. Juli 2010
Albinoni: Homage to a Spanish Grandee (Chaconne)
Lange Zeit dachte die Musikwelt, dass die Concerti a cinque op. 9 von 1722 die letzten derartigen Werke von Tomaso Giovanni Albinoni (1671 - 1751) sind. Dann wurde jedoch ein weiterer Druck entdeckt - die Concerti a cinque op. 10 aus den Jahren 1735/36.
Albinoni widmete diese Konzerte dem Marquis von Castelar, Don Luca Fernando Patino, der im Zuge des polnischen Erbfolgekrieges nach Italien kam. Von den virtuosen Kunstwerken eines Vivaldi unterscheiden sie sich sehr; in ihrer Ausgewogenheit und mit ihren großzügig geführten Linien erinnern sie eher an die Konzerte Corellis. Diese CD enthält zehn der zwölf Konzerte der Sammlung.
Simon Standage musiziert mit seinem Collegium Musicum 90 - entspannt, klangschön und mit Humor. Genüsslich zeigt er die vielen kleinen Details, die Albinonis Musik so liebenswert machen, wie Anspielungen an Flamenco-Klänge oder Gitarren-Imitationen. Eine sehr schöne CD, die hier empfohlen werden kann.
Montag, 12. April 2010
Albinoni Vivaldi - Oboe Concertos (Helios)
Eine traumschöne CD, aufgezeich- net 1990, die Liebhaber barocker Bläsermusik bezaubern wird: Paul Goodwin, Oboe, spielt gemeinsam mit dem King's Consort unter Robert King Konzerte von Albinoni und Vivaldi.
Antonio Vivaldi schrieb zwei Kon- zerte für jeweils ein Paar Oboen und Klarinetten - seinerzeit eine geradezu avantgardistische Beset- zung, denn die (Barock-)Klarinette war gerade erst erfunden, und so- zusagen bei ihren ersten Schritten als Soloinstrument. Vivaldi setzt die Klarinetten sowohl gemeinsam mit den Oboen als Concertino-Gruppe als auch im Paar kontrastie- rend, imitierend und alternierend zu den Oboen ein. Im Concerto RV560, mit dem die CD beginnt, überlässt er den langsamen Satz ganz den Oboen, die über den Streichern anmutig ihre Melodie singen. Im Concerto RV559 hingegen, das die CD beschließt, ist der Mittelsatz den Bläsern allein vorbehalten, die hier sogar ohne Continuo musi- zieren - dankbare Aufgaben für die beteiligten Musiker, die ihren Part durchweg virtuos und - das Wort sei hier gestattet - mit Grazie spielen.
Die CD enthält zudem Vivaldis Oboenkonzert in F-Dur RV455 und vier Konzerte von Tomaso Albinoni. Zwei davon sind für zwei Oboen geschrieben, eines für Trompete, drei Oboen, Fagott und Continuo. Das stärkste aber, das Concerto in d-Moll op.9 Nr.2, beschränkt sich in der Besetzung auf Oboe und Streicher - melodisch hinreißend, und, zumal im letzten Satz, auch technisch hochvirtuos.
Dienstag, 14. Juli 2009
Albrecht Mayer in Venedig (Decca)

"Nichts in der Musik ist höher oder reiner als der Gesang", schwärmt Albrecht Mayer. "Ein Instrument auf das Niveau eines großen Sängers zu bringen, ist die größte Leistung, die uns möglich ist." Das stimmt nicht ganz, wie die vorliegende CD zeigt. Denn Mayers Oboe kann mehr als nur singen. Sie jubiliert, sie träumt, sie ist übermütig - und sie galoppiert hochvirtuos durch die schwierigsten Passagen. In Venedig war die Oboe um 1700 offenbar ein hoch geschätztes Instrument, für das namhafte Komponisten schrieben. Die schönsten Werke aus jener Blütezeit hat Albrecht Mayer nun gemeinsam mit dem New Seasons Ensemble, ausgewiesenen Barock-Spezialisten, eingespielt. Atemlos lauscht man den Oboenkonzerten von Vivaldi, Platti, Marcello, Lotti und Albinoni. Mayer, der Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker, ist ein Phänomen - und der Kritiker freut sich über seine Musizierfreude.
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